Das Lied der roten Erde - Corbi, Inez

Inez Corbi 

Das Lied der roten Erde

Australien-Saga. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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Das Lied der roten Erde

Australien, 1800: Die junge Irin Moira kommt nach New South Wales, wo ihr ungeliebter, wesentlich älterer Ehemann als Arzt der Strafkolonie arbeiten soll. Einer der Sträflinge ist Duncan, ein verurteilter Rebell. Als Duncan Moira vor einem Überfall rettet, kommen die beiden sich näher. Ihre Liebe scheint jedoch aussichtslos, und so ergreifen sie gemeinsam die Flucht.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 459 S.
  • Seitenzahl: 459
  • Ullstein Taschenbuch Nr.28214
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 121mm x 37mm
  • Gewicht: 378g
  • ISBN-13: 9783548282145
  • ISBN-10: 3548282148
  • Best.Nr.: 29747040
Inez Corbi, geboren 1968, studierte Germanistik und Anglistik in Frankfurt/Main. Nach Erfolgen bei verschiedenen Kurzgeschichten-Wettbewerben widmet sie sich inzwischen vollständig dem Schreiben. Die Webseite der Autorin: www.inez-corbi.de

Blick ins Buch "Das Lied der roten Erde"


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Kundenbewertungen zu "Das Lied der roten Erde" von "Inez Corbi"

16 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.1 von 5 Sterne bei 16 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Themistokeles am 05.04.2012 ***** gut
Durch die Geschichte begibt man sich nach Australien kurz nachdem die Engländer diese Kolonie als Strafgefangenenlager eingerichtet hatten. Die ersten Städte sind auf dem Kontinent schon entstanden. In diesen leben abenteuerlustige Zivilisten, ehemalige Sträflinge sowie auch die Militärregierung der Kolonie. Neben diesen Städten gibt es noch einige weit auseinander liegende Farmen und die Lager der Sträflinge.
Wie hart und brutal das Leben in der damaligen Zeit war und wie verwirrend die Natur dieses noch recht unbekannten Kontinents für die Menschen ist, sehen wir durch die Augen Moiras, welche bedingt durch eine Zwangsehe mit nach Australien auswandern muss.
Insbesondere die Bedingungen unter denen die Sträflinge leben müssen, sind in dem Roman sehr eindrücklich geschildert, wie auch vor allen Dingen die harten und schmerzhaften Bestrafungen die ihnen zuteil wurden. Ebenso werden auch die Lebensumstände der anderen Siedler, zu denen auch Moira zählt und vor allem die schwere Position, die Frauen in dieser Zeit hatten, aufgezeigt, da es damals extrem wenig weibliche Siedler unter den Sträflingen und auch den Zivilistinnen in Australien gab und daher viele Männer, die lange Zeit keine Frau mehr hatten.
Verbunden wird die ganze Geschichte, welche von dem Leben Moiras und der Sträflinge in Australien erzählt über die verbotene Liebe zwischen der verheirateten Moira und dem Sträfling Duncan, der zeitgleich mit Moira und ihrem Mann in Australien eingetroffen ist. Gerade auf dem Kampf Moiras um ihre wahre Liebe und dem Ausbruch aus dem Leben, das sie hassen gelernt hat, liegt der Hauptfokus dieser Geschichte und Moiras Gefühle sind eindrücklich dargestellt und auch mehr als verständlich, so dass man als Leser schnell beginnt mit ihr zu fühlen.
Des Weiteren begegnen einem am Rand der Geschichte immer wieder Aborigines. Insbesondere ein kleines Mädchen, welches für meinen Geschmack ein wenig zu sehr und von zu gestellten Zufällen mit der Geschichte um Moira und Duncan zu tun hat.
Insgesamt handelt es sich aber trotzdem um einen schönen Roman, der gut die Sehnsüchte nach fremden Ländern schüren kann.

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Bewertung von Bücherwurmolli aus Nürnberg am 12.05.2011 ***** ausgezeichnet
Feuerwerk der Fantasie

Das Buch beginnt mit zwei Expositionen, welche die Protagonisten vorstellen und charakterisieren. Nach einigen Seiten wird bereits klar, dass sich Moiras`, eine zwangsverheiratete Frau, und Duncans`, ein Sträfling, Wege treffen. Moira kommt aus Irland. Als sie mit einem Arzt, Mr McIntyre, verheiratet und folgt diesem nach Neuengland (Australien). Auf der Überfahrt sieht sie den Sträfling Duncan, welcher zu 6 Jahren Sträflingsarbeit verurteilt wurde, kennen und verliebt sich nach einiger Zeit in ihn. Wie es der Zufall so will wird ihre verbotene Liebe zueinander entdeckt. Somit beginnt eine Zeit des versteckens, des Flüchtens und der Angst.

Das Buch hat die von der Leseprobe vermittelten Eindrücke um Längen übertroffen. Die Autorin Inez Corbi beschreibt in ihrem Buch ,,Das Lied der roten Erde'' die Schönheit Australiens in Verbindung mit einer spanenden Liebesgeschichte zweier Menschen, welche nicht zusammen sein dürften. Das Buch war sehr leicht zu lesen und hat gefesselt. Ich saß oft stundenlang daran und dachte auch häufig in meiner Freizeit daran, wie es wohl weiter gehen würde.Die Charaktere sind meist sehr oberflächlich beschrieben, jedoch erhällt der Leser mit der Zeit ein sehr gutes Menschenbild von den wichtigsten Protagonisten. Obwohl es sehr viele Zufälle in dem Buch gab, welche Moira und Duncan wiederfahren sind, wirkten diese realitätsnah und nie überzogen. Gefallen hat mir ebenfalls der geschichtliche Bezug der Erzählung zu realen Ereignissen, welche im Anhang des Buches aufgeführt werden. Dies und die Karte Australienens vermittelt ein spanendes, realitätsnahes Erlebnis für den Leser und lässt dessen Phantasie ,,erblühen``.

Insgesammt ein sehr gelungenes Buch! Es ist zwar wenig anspruchsvoll, jedoch genau das richtige für die kalte Jahreszeit, um sich entspannen zu können

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Bewertung von bookorpc aus Kumhausen am 14.04.2011 ***** ausgezeichnet
Wie bereits in “ Die irische Rebellin” wählte Inez Corbi auch für ihren neuen Roman eine irische Protagonistin.
Moira wird von ihren Eltern wegen eines Fauxpas, der ihre Familie in Verlegenheit bringt und dazu führt, dass sich Freunde und Bekannte abwenden mit einen älteren Arzt verheiratet. Diese wandert mit ihr nach Neuholland, Australien aus. Moira bekommt schon in ihrer Hochzeitsnacht gezeigt, dass ihr Wille nicht zählt und sie sich zu fügen hat. Bereits in ihrer Kinderstube wurde ihr der Unterschied zwischen den Klassen, Kulturen, Religionen und Geschlechts immer wieder aufgezeigt und auch in dem neuen Land wird sie immer wieder damit konfrontiert. Als sie Duncan kennenlernt, sehen sie nur einen Ausweg - Flucht!
Wunderbares Lesevergnügen über die Situation der Frau um 1800 - Zwangsheirat, keinen eigenen Willen, Bildung wird verboten usw. die Frauen hatte es damals wirklich nicht leicht und es lebe die Emanzipation und Moiras Aufsässigkeit.
Die Karte am Anfang des Buches war für mich sehr hilfreich. Dadurch erhielt ich ein Bild von Neuholland und konnte den Ortswechseln besser folgen. Die geschichtliche Erläuterung im Nachwort klärt über Fiktion und Wahrheit auf. Die anschließende Zeittafel gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse.
Aufgrund des fesselnde Schreibstils, trotz der 453 Seiten, leider nur ein kurzes Lesevergnügen, aber wie im Buch erwähnt soll es eine Fortsetzung geben.
Fazit: Eine spannende, fassettenreiche, historische Liebesgeschichte, die für Überraschungen sorgt

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Bewertung von leflole aus Isny am 04.03.2011 ***** ausgezeichnet
Über das Buch:

Die junge Moira Delaney lebt mit ihrer Familie in Irland so um 1800. Sie ist ein rechter Wildfang und bereitet ihren Eltern dadurch recht viel „Schande“ – wie man früher so schön sagte. Als ihr Vater recht krank ist wird er von dem Arzt Alistair McIntyre geheilt und aus lauter Dankbarkeit der Eltern muss Moira diesen doppelt so alten Mann, der bereits Witwer ist, heiraten. Für Moira bricht eine Welt zusammen, denn sie muss ihre geliebten Pferde und auch ihre Schwester Ivy verlassen und mit ihrem ungeliebten, fast schon gehassten Ehemann nach Australien auswandern wo Alistair in einem Straflager als Arzt arbeiten soll.

Duncan O´Sullivan ist als Rebell zu 7 Jahren Gefangenenstraflager in Australien verurteilt worden und wird mit demselben Schiff dorthin gebracht wie Moira und Alistair. Schon während der Überfahrt fühlen sich die Blicke von Moira und Duncan wie magisch angezogen zueinander und in Australien angekommen ist Duncan dann auch in dem Lager, in dem Alistair arbeitet. Moira jedoch hat große Probleme damit, sich an die Umgebung und vor allem an das Eheleben zu gewöhnen. Alistair interessiert sich überhaupt nicht für Moira und ihre Wohlempfinden… er möchte nur so schnell wie möglich einen Stammhalter. Als Moira sich eines Tages alleine aufmacht in die Gegend und sich etwas verirrt, wird sie von einem Aufseher des Straflagers sehr bedrängt und er versucht sie zu vergewaltigen. Im letzten Moment kann ihr Duncan zur Hilfe kommen…

Zur Belohnung darf Duncan nun bei den McIntyres im Kutschhaus wohnen und sich dort nützlich machen. Immer wieder taucht ein kleines Eingeborenenmädchen am Waldrand auf und beobachtet Duncan und auch Moira – sehr seltsam!
Moira und Duncan kommen sich immer näher und verlieben sich ineinander – doch zur damaligen Zeit hatte diese Liebe keine Chance – oder doch?

Lest selbst – dann werdet ihr es erfahren!


Meine Meinung:

Das Buch hat 457 Seiten und ist in einem sehr gut verständlichen Schreibstil geschrieben.
Es enthält sehr viele Hintergrundinformationen zur damaligen politischen Situation in Australien und dem Königreich.

Die Beschreibung des Umgangs mit Gefangenen ist sehr hart und detailliert – Wahnsinn, wie brutal man doch damals mit Menschen umgegangen ist!
Überhaupt ist die Beschreibung der Gegend und der Verhaltensweisen sehr ausschmückend und man kann sich vor seinem inneren Auge ein Bild davon machen. Sehr gut geschrieben.

Das Thema an sich ist natürlich nichts Neues, aber die Story ist überhaupt nicht langweilig dadurch sondern richtig spannend und ansprechend geschrieben. Man fiebert richtig mit, ob Moira und Duncan denn nun eine Chance für ihre Liebe bekommen…

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die wohl schon in Arbeit ist, und kann das Buch sehr empfehlen. Es ist leicht zu lesen, unterhaltsam und informativ! Was will man mehr?

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Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 26.02.2011 ***** ausgezeichnet
Verbannt auf den 5. Kontinent

Moira führt sich nicht auf, wie es sich für junge Frauen Ende des 18. Jahrhunderts geziemt. Sie kümmert sich lieber um ihr geliebtes Pferd Dorchas als an Bällen gefallen zu findet und sich nach einem zukünftigen Ehemann umzuschauen. Nachdem Dr. McIntyre Moiras Vater erfolgreich behandelt hat, wird sie ihm als Ehefrau angeboten. Moira kann diesen Mann, der doppelt so alt ist wie sie und den sie nicht liebt, nicht ausstehen. Zu allem Überfluß will er auch noch nach Australien auswandern und eine Stelle in einem Strafgefangenenlager annehmen. Neben dem Verlust der gewohnten Heimat, muß sie auch ihre geliebte Stute nebst Fohlen Ossian zurücklassen. Ihr Ehemann, der nur darauf aus ist einen Nachkommen zu zeugen, wird ihr immer rätselhafter und sie spürt, daß ihn ein Geheimnis umgibt. Als Moira den Häftling Duncan kennenlernt fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen und auch er scheint etwas für sie zu empfinden. Können die Beiden zusammenfinden, obwohl sie dafür etliche Hindernisse zu überwinden haben?

Es gibt zwar viele Romane über den 5. Kontinent um diese Zeit herum, aber dieser macht den Eindruck, als ob es sich lohnen würde ihn zu lesen. Es war ein unterhaltsames Buch, das sich locker und leicht las. Inez Corbis Schreibstil ist klasse, durch ihn wurde ich gleich in die Geschichte hineingezogen und sie konnte mich für sich einnehmen. Anfangs und auch bis über das Drittel hinaus folgte ich gebannt der Geschichte und es war interessant Moira auf den 5. Kontinent zu folgen und zu erfahren welchen Erlebnissen und Erfahrungen sie sich stellen muß. Allerdings wurde es mir zum Schluß hin zuviel, weil es unrealistisch wurde, daß Moira und Duncan ihr Ziel nicht erreichen und immer wieder derbe Rückschläge hinzunehmen hatten. Den nachfolgenden Band könnte ich mir auch vorstellen zu lesen, wenn er ein wenig mehr Tiefgang hätte.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011 ***** sehr gut
Die junge Irin Moira wird gegen ihren Willen mit dem älteren Arzt McInyre verheiratet. Mit ihm begibt sie sich auf die lange Reise nach Australien, wo ihr Mann als Arzt in einer Strafkollonie arbeiten soll. Während ihr eher eintöniges Leben an der jungen Frau vorbeirauscht, verliebt sie sich in den Strafgefangenen Duncan. Eine Liebe gegen jede Konvention. Der Kampf um ein wenig Glück beginnt.

Das Cover zeigt eine junge Frau, die auf einen Weg ins Irgendwo blickt. Sonnenuntergang, die Wildnis Australiens leuchte in einem betörenden Rot und läd zum Träumen ein. Zusammen mit dem Klapptext verspricht das Buch ein Reise in eine andere Welt.

Der Schreibstil von Inez Corbi ist flüssig und leicht zu lesen. Direkt nimmt sie den Leser mit ihren Worten gefangen und führt ihn behutsam in eine längst vergessene Zeit. Anschaulich schildert die Autorin die damals herrschenden Lebensumstände zum einen in Australien selber und zum anderen auch die Grausamkeiten in einer Strafkollonie und deren Rechtsprechung und Bestrafungen. Auch einen leider eher flüchtigen Eindruck der Ureinwohner erhält man.

Die Protagonisten, speziell Moira und Duncan sind gut ausgearbeitet. Man kann sich in sie hineinversetzen und ihr jeweiliges Handeln nachvollziehen. Die Liebe zwischen den beiden wächst und es macht Spaß, ihnen dabei zuzusehen und mit ihnen zu bangen und zu hoffen. Natürlich darf auch ein Bösewicht nicht fehlen, der in der Rolle des Major Penrith hartherzig und unnachgiebig gut getroffen wurde.

Mein einziger kleiner Minuspunkt ist, dass die Autorin die berauschende Landschaft Australiens mehr hätte beschreiben können. Man erhält einen kurzen Einblick, aber es ist mehr das Nötigste, um der Phantasie einen Hintergrund bieten zu können.

Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch!

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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 01.02.2011 ***** gut
Durch Inez Corbis lebendigen und detaillierten Schreibstil fällt es leicht in diesen Australienroman einzutauchen. Die Beschreibungen wirken dabei auch nicht langatmig, sondern fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Land und Leute erwachen zum Leben, sodass sich das Buch flüssig und angenehm lesen lässt. Fans von Australienromanen kommen hier voll auf ihre Kosten. Doch leider bietet die Handlung nichts Neues und unterscheidet sich nicht von anderen Genrevertretern.

Inez Corbi setzt beim Spannungsaufbau der Erzählung auf altbewährte Klischees und deshalb wirkt die Handlung sehr vorhersehbar und konstruiert. Es kommt zu zahlreichen Schicksalsschlägen und Wendungen, die durch ihre übermäßige Häufung nicht gerade glaubwürdig wirken. Zu viele Zufälle verstärken diesen Eindruck noch.

Die Hauptprotagonistin Moira wirkt durch ihr unkompliziertes und nicht gerade damenhaftes Verhalten sehr erfrischend und sympathisch. Man leidet mit ihr, als sie dazu gezwungen wird den weitaus älteren Doktor zu heiraten und auch sonst verfolgt man gerne ihr neues Leben. An einigen Stellen, gerade im späteren Verlauf der Handlung, wirkt sie allerdings sehr unreif und ihr Verhalten unüberlegt. Mit viel gutem Willen kann man das aber ihrem jugendlichen Alter zuschreiben. Der zweite Hauptprotagonist Duncan weist den üblichen tragischen Hintergrund auf. Die Schilderungen der grausamen Lebensbedingungen im Strafgefangenenlager und die ständige unterschwellige Bedrohung durch die Willkür der Aufseher, weckt Sympathien und Mitgefühl für diesen Protagonisten. Sein ansprechendes Äußeres und seine ehrenvollen Charakterzüge verstärken diesen Eindruck noch. Der Roman hat einige Nebenfiguren, die ebenfalls ihre Geheimnisse hüten. Sie bleiben, im Gegensatz zu den Hauptprotagonisten, jedoch eher blass und manchmal sucht man vergeblich nach den Beweggründen für ihr Handeln.

Die Liebesgeschichte von Moira und Duncan wird vor einem ansprechenden historischen Hintergrund erzählt. Ganz nebenbei erfährt man von den harten Bedingungen der Gefangenen in der Strafkolonie, politische Ereignisse werden kurz angeschnitten und Einblicke in die damaligen medizinischen Kenntnisse werden gewährt. Eine Zeittafel am Ende des Buchs gibt einen Überblick über die historischen Daten und im Nachwort erfährt man außerdem, welche historisch belegten Persönlichkeiten in diesem Roman eine Gastrolle übernehmen. Das Leben der Aboriginies wird leider nur recht kurz angeschnitten.

Das Ende des Romans ist nicht ganz so vorhersehbar wie gedacht. Es kommt relativ abrupt und lässt einige Fragen offen. In den Autoreninformationen am Anfang des Buchs kann man allerdings nachlesen, dass Inez Corbi bereits an einer Fortsetzung der Geschichte arbeitet.

Für mich ist "Das Lied der roten Erde" ein unterhaltsamer Australien-Schmöker, bei dem man einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Ich bewerte ihn leider nur mit drei von fünf Sternen, da mir die Geschichte insgesamt zu vorhersehbar ist, zu viele Klischees bedient und für Genre-Liebhaber keine großen Überraschungen bereit hält.

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Bewertung von Nica aus Norddeutschland am 31.01.2011 ***** gut
Nach der mehr als interessanten und auch spannenden Leseprobe habe ich mich auf die Lektüre von "Das Lied der roten Erde" von Inez Corbi sehr gefreut. Und durch Corbis sehr flüssigen und schnörkellosen Schreibstil ist man auch sofort drin in der Geschichte. Man wird gepackt und will wissen, wie es mit Moira, ihrem ungeliebten älteren Ehemann und Duncan weitergeht. Wie sich diese Geschichte, die bereits zu Beginn einiges an Potenzial aufweist, in Australien weiter entwickelt.

Die ersten 200 Seiten sind folglich auch durchaus packend, man fiebert mit mit Moira, dieser aufsässigen Heldin, und dem Sträfling Duncan, der trotz allem mal wieder mehr als nur ein Klischee erfüllt. Überhaupt, ein Klischee gibt sich hier mit dem nächsten die Klinke in die Hand, aber trotzdem weiß Inez Corbi den Leser mit ihrer Australien-Saga zu unterhalten. Allerdings verflacht die Geschichte dann in der Mitte des Buches zusehens. Ich war kurzzeitig davor, das Buch in die Ecke zu werfen, weil es einfach nur langweilig war. Eine Folterszene reiht sich an die nächste, so wirkt es. Es kommt einem vor, als ob nicht nur die Figuren auf der Stelle treten, sondern auch Corbi nicht wusste, wie sie mit ihren Helden weiter verfahren soll. Das schmäht den Lesegenuss dann leider zusehens. Einzig der flüssige Schreibstil hält einen dann noch bei der Stange.

Das Ende kommt einem plötzlich dann doch etwas rasch. Nach dem Motto, so, nun müssen wir mal zum Schluss kommen. So ein ums andere Mal musste ich doch mit den Augen rollen, aber okay. Die Auflösung an sich fand ich einfach...naja, das war mir nach allem zu simpel gestrickt. Ende gut, fertig. Ganz ehrlich, da war ich enttäuscht und das war mehr als blass. Andererseits, die Gleise sind gestellt für eine Fortsetzung. Das merkt man dem Ende an. Mal schauen.

Alles in allem ein durchaus lesenswertes Buch. Zwar mit allerhand Klischees vollgepackt, die man so oder so ähnlich aus anderen Büchern dieses Genres kennt, aber Inez Corbi weiß mit ihrem flüssigen, packenden und recht unterhaltsamen Schreibstil zu überzeugen. Am Ende vielleicht etwas zu durchschnittlich nach dem spannenden Beginn, aber ein Buch, das man lesen kann.

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Bewertung von urmeli am 21.01.2011 ***** sehr gut
Moira ist eine rebellische junge Dame aus gutem protestantisch-irischem Haus. Als durch Moiras Verhalten - sie hat den Debütantinnenball verlassen um bei der Geburt eines Fohlens dabei zu sein - die Geschäftspartner ihres Vaters nichts mehr mit ihnen zu tun haben wollen, sehen ihre Eltern keinen anderen Ausweg als sie mit dem viel älteren Arzt McIntyre zu verheiratet. Doch Moira muss sich nicht nur in eine ungeliebte Ehe fügen, ihre neue Heimat wird Neuholland, so hieß Australien früher, sein. Alistair McIntyre ist an sich kein schlechter Mensch, doch welches Geheimnis birgt er, woran ist seine erste, geliebte Frau plötzlich verstorben?
Auf dem Schiff nach Australien werden auch zwangsdeportierte Sträflinge transportiert und Moira erlebt die Härte mit der dort kleinste Vergehen oder Unachtsamkeiten geahndet werden. Deportierte Frauen haben keinerlei Rechte, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Unter den Sträflingen befindet sich auch Duncan O'Sullivan von dem Moira besonders angezogen wird. Ihre Wege kreuzen sich auch auf dem Festland immer wieder und sie verlieben sich ineinander. Als die Beiden von Alistair McIntyre erwischt werden, beschließen sie zu fliehen. Doch die australische Wildnis ist unbarmherzig.
Ein Australienroman, der Einblicke in den Beginn der Kolonisation des Kontinents gewährt. Das Hauptaugenmerk wird auf die britisch-irischen Einwanderer und Sträflinge gelegt, die Aborigines werden nur am Rande einbezogen. Schade. Aber auch so ist es ein interessanter Liebesroman mit teils überraschenden Wendungen und äußerst lesenswert. Die Handlung ist so aufgebaut, das eine Fortsetzung möglich ist. Ich würde mich darauf freuen, am weiteren Leben von Moira und Duncan teilnehmen zu können.

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Bewertung von melange aus Bonn am 15.01.2011 ***** sehr gut
Schlager oder Klagelied?
Von beiden etwas hat "Das Lied der roten Erde".

Zum Inhalt: Moira wird von ihren Eltern zur Heirat mit einem viel älteren Mann und Witwer gezwungen, welcher sich zu allem Überfluss als Doktor dazu verpflichtet hat, nach Australien auszuwandern. Dort angekommen, lernt Moira den Sträfling Duncan kennen und lieben. Dieser ist als Rebell verbannt worden. Der Weg in das gemeinsame Glück ist steinig, aber nicht unpassierbar.

Zum Cover: Frauengestalt von hinten, in die Ferne blickend. Wenn man mal großzügig vom strahlenden Weiß des Kleides absieht (daran kann ich bei dem ganzen roten Staub nicht glauben), spiegelt dieses Cover sehr schön das Empfinden Moiras wieder, welche in der neuen Heimat mit all seiner großzügigen Weite das Glück und die Erfüllung findet, die ihr in Irland versagt geblieben wären.

Mein Eindruck: Glücklicherweise verfällt Inez Corbi nicht in die für historische Romane gern gewählte reine Schwarz-Weiß-Malerei. Zwar findet sich in "Das Lied der roten Erde" der ultimative Bösewicht, die meisten Figuren sind aber differenziert und facettenreich beschrieben. Frau Corbi macht sich dabei die Mühe, ihre Protagonisten nicht nur agieren zu lassen, sondern nimmt sich sehr oft die Zeit, die Beweggründe für dieses Handeln zu zeigen. So erhalten die Figuren eine Tiefe, die nicht immer in diesem Genre zu finden ist. Zusätzlich sind Umgebung und Lebensumstände glaubwürdig geschildert - egal, ob es sich um einen Maskenball in Irland oder den Lebensraum eines Aborigini-Mädchens handelt. Die Sprache beschreibt ausführlich, aber nicht übertrieben blumig, so dass sich die Sätze leicht lesen lassen, ohne langatmig zu wirken.

Fazit: Ein Wohlfühlroman, der das große Glück für die Hauptpersonen nach größeren und kleineren Katastrophen zum Ende bereithält, ohne die Nebenfiguren und deren Schicksal aus den Augen zu verlieren.

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