Die Neue Ostpolitik im Spiegel der konservativen Medien
Die Neue Ostpolitik ist eines der zentralen Kapitel der deutschen
Nach kriegsgeschichte. Sie stellte eine grundlegende
Neuorientierung der bun desrepublikanischen Außenpolitik dar. Ihr
Erfolg verdeckt leicht, wie umstritten die Annäherung an die
kommunistischen Staaten und die Aufgabe des
Alleinvertretungsanspruchs war. Kaum ein anderes poli tisches Thema
polarisierte die westdeutsche Gesellschaft stärker: Während die
eine Seite die Entspannungspolitik Brandts als überfällige
Anpassung an die politischen Realitäten betrachtete, fasste sie die
andere als Verrat bundesrepublikanischer Grundsätze auf. Die kon
servativen Tageszeitungen DIE WELT und FRANKFURTER ALLGEMEINE
ZEITUNG gehörten zu den schärfsten Kritikern der sozial-liberalen
Ost politik. Sie warfen der Regierung Brandt/Scheel immer wieder
strate gisches und moralisches Versagen vor. Die Arbeit zeichnet
anhand von mehr als 2.000 Artikeln die Berichterstattung der beiden
Zeitungen über die Neue Ostpolitik nach. Dadurch entstehen zwei
Bilder der kon ser vativen Meinungsbildung, die sich nicht nur
hinsichtlich der Inten sität und Qualität, sondern auch in der
Entwicklung der Kritik unter scheiden.
Dennis Meyer, Dipl.-Informatiker: Studium an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Lehrstuhl DBIS (Datenbanken und Informationssysteme). 6 Jahre Erfahrung im Bereich Supply-Chain-Solutions und Logistik bei der TEEC GmbH als verantwortlicher Entwicklungsleiter. Derzeit J2EE-Entwickler bei der Adtech AG im Bereich Digital Marketing.
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