Politik und wirtschaftlicher Wettbewerb in der Globalisierung - Hansen, Hendrik

Hendrik Hansen 

Politik und wirtschaftlicher Wettbewerb in der Globalisierung

Kritik der Paradigmendiskussion in der Internationalen Politischen Ökonomie

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Produktbeschreibung zu Politik und wirtschaftlicher Wettbewerb in der Globalisierung

Ziel der Arbeit ist es, die aktuelle Debatte über die Globalisierung, wie sie sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch auf akademischer Ebene in der Internationalen Politischen Ökonomie geführt wird, auf ihre Grundlagen in der politischen Philosophie zurückzuführen: die paradigmatischen Konzeptionen des Verhältnisses von Politik und Ökonomie in der Ideengeschichte.

Die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Ökonomie steht im Mittelpunkt der Globalisierungsdebatte und der Paradigmendiskussion der Internationalen Politischen Ökonomie (IPÖ): Fördert der freie Wettbewerb einen globalen wirtschaftlichen und politischen Ausgleich? Oder bedarf es der (Wieder-)Durchsetzung des Primats der Politik, um die Auswirkungen eines entfesselten Wettbewerbs zu kontrollieren? Die Kontroverse um diese Fragen, die hier ausführlich analysiert wird, lässt sich nicht allein empirisch lösen. Vielmehr bedarf es - ausgehend von den modernen Theorien der IPÖ - des Rückgangs in die politische Ideengeschichte, um das Verständnis von Freiheit auf einer grundsätzlichen Ebene zu klären. Für die Vereinbarkeit von politischer und wirtschaftlicher Freiheit ist eine Kritik der Verhaltensannahmen des Individualismus in der IPÖ erforderlich; als Alternative wird aufbauend auf Kant und der politischen Philosophie der Antike für ein Verständnis der Akteure als Personen plädiert.

Produktinformation


  • Verlag: Vs Verlag
  • 2008
  • 1. Auflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 423 S. m. 17 Abb.
  • Seitenzahl: 423
  • Best.Nr. des Verlages: 85034439
  • Deutsch
  • Abmessung: 243mm x 172mm x 25mm
  • Gewicht: 720g
  • ISBN-13: 9783531157221
  • ISBN-10: 3531157221
  • Best.Nr.: 22906993
"Das Kernstück der Studie ist eine kritische theoriegeleitete Diskussion des modernen Verhältnisses von Politik und Ökonomie, die teilweise philosophische Züge annimmt. Hansen versucht durch den interdisziplinären Ansatz die Kluft zwischen Sozial-, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlichen zu überwinden und bietet interessante Blickwinkel auf ein aktuelles Themenfeld." www.zpol.de (Zeitschrift für Politikwissenschaft), 29.07.2008

"Das Kernstück der Studie ist eine kritische theoriegeleitete Diskussion des modernen Verhältnisses von Politik und Ökonomie, die teilweise philosophische Züge annimmt. Hansen versucht durch den interdisziplinären Ansatz die Kluft zwischen Sozial-, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlichen zu überwinden und bietet interessante Blickwinkel auf ein aktuelles Themenfeld." www.zpol.de (Zeitschrift für Politikwissenschaft), 29.07.2008

"Das Kernstück der Studie ist eine kritische theoriegeleitete Diskussion des modernen Verhältnisses von Politik und Ökonomie, die teilweise philosophische Züge annimmt. Hansen versucht durch den interdisziplinären Ansatz die Kluft zwischen Sozial-, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlichen zu überwinden und bietet interessante Blickwinkel auf ein aktuelles Themenfeld." www.zpol.de (Zeitschrift für Politikwissenschaft), 29.07.2008
Dr. Hendrik Hansen, Dipl.-Volkswirt, lehrt als Privatdozent und Wiss. Mitarbeiter Politikwissenschaft an der Universität Passau (Schwerpunkte Politische Theorie und Ideengeschichte, Internationale Politische Ökonomie).

Leseprobe zu "Politik und wirtschaftlicher Wettbewerb in der..."

3 Paradigmendiskussion auf der Ebene der Phänomene: Beurteilung der Globalisierung des Wettbewerbs (S. 79-80)

In Teil 2 wurde deutlich, dass die verbreitete Einteilung der Paradigmen der IP0 in Realis- mus, Liberalismus und Strukturalismus zu unscharf ist, um die Diskussion über das Verhältnis von Politik und Ökonomie in den internationalen Beziehungen zu analysieren. Das zeigt sich insbesondere daran, dass der Streit über die Beurteilung der Globalisierung des Wettbewerbs zu großen Teilen zwischen Vertretern unterschiedlicher Varianten des Liberalismus stattfindet, wobei sich unter den Gegnern des Wirtschaftsliberalismus häufig ein Bündnis zwischen sozialstaatlichen Liberalen und Realisten bildet. 185 Die Einteilung des Liberalismus in den radikalen Wirtschaftsliberalismus, den rechtsstaatlichen Liberalismus und den sozialstaatlichen Liberalismus erlaubt es, die Diskussion über eine politische Rahmenordnung für den globalen Wettbewerbs besser zu strukturieren.

Die theoretische Auseinandersetzung mit den Paradigmen, die das Ziel dieser Untersuchung ist und in den Teilen 4 und 5 durchgeführt wird, soll in diesem Teil an die konkreten Fragen der Globalisierungsdiskussion zurückgebunden werden: Worin bestehen die Herausforderungen der Politik durch die Internationalisierung des Wettbewerbs? Welche konkreten Probleme ergeben sich auf der Ebene des Welthandels, der multinationalen Unternehmen und der Finanzmärkte? Welche unterschiedlichen Einschätzungen der Auf- gaben der internationalen Politik werden in dieser Diskussion vertreten?

Bevor die Antworten auf diese Fragen untersucht werden, soll zunächst der Bezugspunkt - die Globalisierung des Wettbewerbs - beschrieben werden. Das kann jedoch nur unter dem methodischen Vorbehalt geschehen, dass die Auswahl und Bestimmung von ,,Fakten" immer schon vom Standpunkt des Betrachters (also dem Paradigma, von dem er bewusst oder unbewusst ausgeht) beeinflusst wird.

Schon die Frage, ob die derzeitige Entwicklung der Weltwirtschaft die Politik Überhaupt vor neue Herausforderungen stellt, d. h. ob es auf der weltwirtschaftlichen Ebene eine neue Entwicklung gibt, die die Verwendung eines neuen Begriffs (Globalisierung) rechtfertigt, wird - wie im ersten Teil gezeigt wurde (2.3.1) - sehr unter- schiedlich beantwortet. Dennoch soll versucht werden, das Phänomen der Globalisierung zu beschreiben, indem diejenigen Merkmale dargestellt werden, die unter den Vertretern unterschiedlicher IPO-Paradigmen relativ unumstritten sind (Kapitel 3.1).

In Kapitel 3.2 wird dann die Diskussion Ober die Herausforderung der Politik durch die Entwicklung des internationalen Wettbewerbs dargestellt. Im Ergebnis der Strukturierung und Analyse dieser Diskussion wird sich zeigen, dass in ihr konfligierende Modelle des Interessenaus- gleichs aufeinanderstoßen, die im folgenden Teil 4 im Rückgang auf die politische und ökonomische Ideengeschichte analysiert werden.

Leseprobe zu "Politik und wirtschaftlicher Wettbewerb in der Globalisierung"

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Inhaltsangabe

- Die Paradigmendiskussion der Internationalen Politischen Ökonomie im Überblick

- Paradigmendiskussion auf der Ebene der Phänomene: Beurteilung der Globalisierung des Wettbewerbs

- Der Kern der Paradigmendiskussion: Konzeptionen des Interessenausgleichs

- Grundlagen des personalen Realismus: Politik und Ökonomie bei Aristoteles

- Schlussbetrachtung: vom personalen Realismus zum Dialog

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