Ist die USA ein globaler Hegemon? Einerseits wird die heutige
Weltordnung aufgrund der militärischen Dominanz der USA als
unipolar oder hegemonial bezeichnet. Andererseits deutet etwa der
Aufstieg Chinas auf eine multipolare Ordnung hin. Manche betrachten
die USA als »indispensible nation«, andere sehen in der
Sonderstellung der USA eine Bedrohung des Weltfriedens. Diese
konträren Beurteilungen sind in einer Vielzahl ungleicher
Konzeptionen von Hegemonie verankert, die die Verständigung über
den Zustand der internationalen Ordnung schwierig machen. Dieses
Buch gibt einen Einblick in die Fülle von Hegemonieverständnissen.
Hegemonie als Leitkonzept unterschiedlicher Theorien wird mit Hilfe
einer metatheoretisch geleiteten Konzeptanalyse untersucht. Durch
die Offenlegung, die Rekonstruktion und den systematischen
Vergleich der verschiedenen Auffassungen wird ein besseres
Verständnis von Hegemonie geformt. Abschließend wird ein
multidimensionales Konzept der Hegemonie vorgestellt und
Vorschläge zum zukünftigen Umgang mit der Problematik gemacht. Das
Buch richtet sich daher vor allem an Politikwissenschaftler und
Studenten der Internationalen Beziehungen.
Miriam Prys hat an den Universitäten Tübingen und Uppsala Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen studiert. Momentan ist sie als Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Oxford tätig. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit war sie im Jahr 2006 Gastforscherin an der University of the Witwatersrand in Johannesburg und am Institute of Social Sciences in New Delhi.
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