Eltern an die Macht - Unverzagt, Gerlinde

Gerlinde Unverzagt 

Eltern an die Macht

Warum wir es besser wissen als Lehrer, Erzieher und Psychologen

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Eltern an die Macht

Der gesunde Menschenverstand hat bei Eltern längst abgedankt. Sie sind zutiefst verunsichert: Sollen sie autoritär erziehen oder ihre Kinder mitentscheiden lassen? Müssen sie Putzfrau, Chauffeur und Animateur in einem sein? Oder kann Überfürsorge schaden? Es reicht: Eltern dürfen sich nicht länger bevormunden lassen. Sie müssen wieder lernen, der eigenen Intuition zu vertrauen.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 236 S.
  • Seitenzahl: 236
  • Ullstein Taschenbuch Bd.37391
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 224g
  • ISBN-13: 9783548373911
  • ISBN-10: 3548373917
  • Best.Nr.: 32470648
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2010

Die Überängstlichen sind in höchster Gefahr

Wie lässt sich die Widerstandskraft von Kindern stärken? Jedenfalls nicht durch Expertenhörigkeit, schreibt Gerlinde Unverzagt in ihrem gepfefferten Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein der Eltern.

Von Christian Geyer

Dieses Buch kommt zur rechten Zeit und dann doch auch wieder zur Unzeit. In dem Augenblick, da deutsche Politiker und der Kinderschutzbund darauf hinweisen, dass Kindesmissbrauch am häufigsten bei nahen Verwandten, in Familien also, vorkomme und ein gesamtgesellschaftliches Phänomen sei, das tabuisiert werde - in dem Augenblick veröffentlicht Gerlinde Unverzagt ein starkes Pamphlet gegen politische und gesellschaftliche Bevormundung der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder. Wie soll eine solche Lektüre nicht erst einmal verlegen machen?

Man fragt sich: Können Kinder in verwahrlosten Haushalten, die von ihren Eltern vernachlässigt werden, nicht froh sein, wenn der Staat Sozialarbeiter schickt, die in der Wohnung nach dem Rechten schauen? Und sind nicht jene Kinder noch schlimmer dran, die in intakt genannten Familien Opfer von sexueller Gewalt werden, ohne dass ein …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Rezensent Christian Geyer kommt das Buch wie gerufen. Und wenn Gerlinde Unverzagt in ihrem Pamphlet, wie Geyer es nennt, gegen politische und gesellschaftliche Bevormundung der Eltern in Sachen Erziehung anschreibt, vergreift sie sich laut Rezensent nicht nur nicht im Ton, sondern trifft ihn sogar ganz genau - zwischen Spott über den allgemeinen Alarmismus (Stichwort: Missbrauch) und berechtigter Sorge. Keine Frage für Geyer, dass Unverzagt mit ihrem Schreibvermögen und ihrer Erfahrung als vierfache Mutter vielen Eltern aus dem Herzen schreibt. Vor allem den "Überbehütern" unter den den Eltern empfiehlt Geyer den Band als Pflichtlektüre, am besten für den Spielplatz. Denn Unverzagt sieht in der Überbehütung der Kinder die größte Gefahr für deren Wohlergehen. Sie rät Eltern, so der zustimmende Geyer, weniger auf die Angst machenden Experten als vielmehr auf ihren eigenen Instinkt zu vertrauen und die "Abwehrkräfte" der Kinder zu stärken.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.06.2010

KURZKRITIK
Böse Pädagogikprofis
Gerlinde Unverzagt behelligt
die Eltern mit Zuspruch
Gerlinde Unverzagt ruft zu einer „Elternbefreiungsbewegung“ auf. Sie will den Eltern, denen Politiker und Erziehungsexperten angeblich nur noch mit Misstrauen begegnen, zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen. Die Vorgeschichte dazu lieferte die Autorin vor vier Jahren mit einem „Lehrerhasserbuch“, damals verfasst unter dem Pseudonym Lotte Kühn. Das Buch war einfach gestrickt – Hauptsache provokativ. So geht es nun leider weiter. Die Autorin zeigt sich genervt von den „vielen prominenten Pädagogikprofis“, die der Ansicht sind, Eltern hätten keinen blassen Schimmer davon, was das Beste für ihr Kind ist. Aber warum sollten die Eltern nun ausgerechnet auf Gerlinde Unverzagt hören, die sich selbst nicht zu schade ist für kraftmeierische Erziehungsrhetorik? „Seltsamerweise sind wir heute der Meinung, dass wir uns den Respekt unserer Kinder verdienen müssen, anstatt ihn zu verlangen“, schreibt sie. Dass es auch eine Mitte zwischen zwei Extremen geben könnte, das kommt ihr nicht in den Sinn.
Schwach ist ihre Diagnose, …

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»Ein starkes Pamphlet gegen politische und gesellschaftliche Bevormundung der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder« FAZ, Christian Geyer, 17.03.10 »Kernbotschaft ist die Rückeroberung der Intuition. Eltern sollen das tun, was sie für richtig halten.« Welt am Sonntag, Katrin Weber-Klüver, 28.03.10 »Vergnüglich zu lesen. In geschliffener Polemik wendet sich die Autorin gegen die Tendenz, Eltern >unter Generalverdacht< zu stellen und ans >staatliche Gängelband< zu hängen, und trifft dabei oft pointiert ins Schwarze.« Die Presse, Bettina Balàka, 3.4.2010
Gerlinde Unverzagt arbeitet für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und den Hörfunk. 2006 veröffentlichte sie den Bestseller Das Lehrerhasserbuch, der sich über 250.000 Mal verkaufte. Sie ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern.

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