Wie im echten Leben - Luyendijk, Joris

Joris Luyendijk 

Wie im echten Leben

Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges

Übersetzer: Middelhoek, Anne F.
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Wie im echten Leben

"Wie im echten Leben"ist der Sachbuchbestseller aus den Niederlanden. Mit seinen provokanten Thesen über die internationale Berichterstattung aus den Konfliktgebieten der arabischen Welt hat Joris Luyendijk eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Anhand verblüffender Beispiele und mit viel Selbstironie beschreibt er präzise die Manipulations- und Verfälschungsstrategien der Medien.

Fünf Jahre lang hat Joris Luyendijk im Nahen Osten mit Steinewerfern und Terroristen, mit Taxifahrern und Professoren, mit Opfern, Tätern und deren Familien gesprochen. Er hat Diktatur, Terror und Krieg aus nächster Nähe beobachtet und das Dilemma des politischen Auslandsjournalismus erlebt. Dass dabei objektive Berichterstattung nicht möglich ist, scheint eine weit verbreitete Ansicht zu sein, doch Luyendijk beschreibt in seinem Buch präzise, zu welch grotesken Auswüchsen es dadurch kommen kann. Er öffnet uns Fernsehzuschauern und Zeitschriftenlesern die Augen für eine klare und kritische Vorstellung von den Krisenherden unserer Welt.


Produktinformation

  • Abmessung: 222mm x 139mm x 26mm
  • Gewicht: 392g
  • ISBN-13: 9783608500257
  • ISBN-10: 3608500251
  • Best.Nr.: 23870371
"Joris Luyendijk hat ein sehr zorniges und sehr beeindruckendes Buch geschrieben." (RBB inforadio)<br/><br/>"Erhellendist das - exzellent geschriebene - Buch für jeden, der den Nahostkonflikt besser verstehen will." (Welt am Sonntag)<br/><br/>"(There s a war...) Mit diesem Zitag beginnt das wütend traurige Buch eines widerspenstigen Mannes aus den Niederlanden. Und auch wenn man vieles von dem, was er beschreibt, schon wusste oder vermutete - nach der Lektüre dieses Buches wird man seine Sätze beim Zeitungslesen im Kopf haben und vor allem die Fernsehnachrichten noch misstrauischer verfolgen als sowieso schon. (...) Luyendijks Buch ist so gut, weil er nicht einfach ein Profi sein will. Er spielt nicht mit zugunsten einer Karriere, findet sich nicht ab, sondern verrät das, worüber die meisten Korrespondenten komplizenhaft schweigen." (die tageszeitung)<br/><br/>"Die Stärke von Luyendijks Buch liegt dennoch nicht darin, auf all die alltäglichen Inszenierungen und Lügen aufmerksam zu machen, sondern auf die Abgebrühtheit, mit der die Medien damit umgehen; die Ignoranz, mit der sie die Behauptung aufrechterhalten, objektiv zu berichten, im Dienste einer Wahrheit, die irgendwo hinter all den Bildern noch immer zu vermuten wäre. (...) Wenn man seine Vorwürfe gähnend abwinkt, weil man sie schon so oft gehört hat, dann sollte man besser auch eine Antwort auf die Frage parat haben, warum man einfach weiterberichtet, obwohl man längst begriffen hat, dass man als Journalist im Kampf der Bilder die wirkungsvollste Waffe geworden ist." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

"Starke Thesen und faszinierende Geschichten." De Volkskrant
Joris Luyendijk, geboren 1971, studierte Arabistik und Politik in Amsterdam. 1998 ging er für fünf Jahre in den Nahen Osten. Er war der jüngste Korrespondent, der je aus dieser Region berichtet hat, und gilt als einer der wichtigsten europäischen Fachleute für den Nahost-Konflikt.

Leseprobe zu "Wie im echten Leben" von Joris Luyendijk

Die meisten Auslandskorrespondenten lernen ihren Job im eigenen Land, bevor sie auf die Welt losgelassen werden. Bei mir war das anders. Ich habe keine journalistische Ausbildung, sondern habe Sozialwissenschaften und Arabisch studiert und mich ein Jahr lang in Kairo mit Leuten in meinem Alter beschäftigt. Darüber habe ich ein Buch geschrieben, und so sind die niederländische Tageszeitung de Volkskrant und die Redaktion der Nachrichtensendung Radio 1 Journaal auf mich aufmerksam geworden.

Bei meiner Ankunft in Kairo, hatte ich also kaum Erfahrung in dem Job, und obwohl ich bei der Zeitung und dem Radio einige Tage hatte reinschnuppern dürfen, dachte ich über den Journalismus nicht anders als ein durchschnittlicher Leser, Zuschauer oder Hörer: Journalisten wissen, was in der Welt los ist, die Nachrichten informieren uns darüber und sind dabei möglichst objektiv.

In den Jahren, die dann folgten, blieb von diesen Vorstellungen wenig übrig. Als ich Israel und Palästina "machte", ging mein Glaube an die Möglichkeit einer neutralen Berichterstattung schnell flöten. In den Jahren davor - von der ersten Woche in Waw bis zu den Nachbeben des 11.September - hatte ich die Erfahrung gemacht, dass journalistische Arbeit in der arabischen Welt unmöglich ist. Man kann gar nicht wissen, was sich dort tut. Nicht als Journalist, und erst recht nicht als Zuschauer, Leser oder Hörer.

Es hat gedauert, bis mir das klar wurde, und manches habe ich erst hinterher kapiert. Die ersten Zweifel regten sich aber schon früher, und zwar mitten in dem Stress, der sich einstellt, wenn man eines Tages aufwacht und plötzlich Nahostkorrespondent ist.

2 Marktplatz-Angebote für "Wie im echten Leben" ab EUR 18,70

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 18,70 0,00 Banküberweisung rmg-buch 92,8% ansehen
wie neu 19,00 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von