De natura boni, Contra Secundinum; Die Natur des Guten, Gegen Secundinus
Kritische Gesamtausgabe. Einleitung, lateinischer Text, Übersetzung und Kommentierung. Lateinisch-Deutsch. Begr. v. Wilhelm Geerlings
Herausgeber: Geerlings, Wilhelm, Von Berges, Brigitte; Goebel, Bernd; Hermanni, Friedrich. Mit "Epistula Secundini", übers. u. komment. v. Kudella, Mirjam
De natura boni, Contra Secundinum; Die Natur des Guten, Gegen Secundinus
In seiner Abhandlung "Die Natur des Guten" präsentiert
Augustinus die Quintessenz seiner Auseinandersetzung mit dem
Manichäismus, einer spätantiken Weltreligion, der er selbst
angehangen hatte. Im Mittelpunkt dieser Debatte steht die Frage, ob
unsere Erfahrung des Bösen zeigt, dass es in der Welt Dinge gibt,
die ihrem Wesen nach schlecht sind; und ob daher mit den Manichäern
neben dem guten, göttlichen Prinzip ein zweites, böses Prinzip
anzunehmen ist. Dabei geht Augustinus so detailliert auf den
manichäischen Mythos ein, dass seine Schrift eine der wichtigsten
Quellen für die Mythologie der Manichäer darstellt. Zugleich legt
er in komprimierter Form seine ausgereifte Metaphysik des Guten und
des Bösen dar. Das macht dieses Werk zu einer geeigneten Einführung
in die Fundamente augustinischer Weltanschauung und Ontologie. Die
Ausgabe bietet neben Originaltext, Neuübersetzung und
Einzelkommentierung eine umfangreiche historsich-systematische
Einleitung.
Der Brief des Manichäers Secundinus, auf den Augustin mit seiner
Schrift "Gegen den Manichäer Secundinus" reagiert, ist
eine der wichtigsten Quellen für den Manichäismus in Rom.
Secundinus versucht darin, Augustinus für den Manichäismus
zurückzugewinnen. In seiner Antwort bestreitet Augus-tinus den
Manichäern ihren Anspruch, die Bibel richtig zu deuten. Zugleich
wird Augustins genaue Kenntnis der manichäischen Mythologie wie
Theo-logie deutlich. Die Ausgabe bietet einen kritisch revidierten
Text, eine Neuübersetzung, eine historische Einleitung sowie eine
Kommentierung des Briefes des Secundinus und die Antwort Augustins.
Aurelius Augustinus, 354-430 n.Chr., stammte aus Nordafrika und war Rhetoriklehrer in Karthago, Rom und Mailand. Nach seinem Bekehrungserlebnis 387 ließ; er sich von Bischof Ambrosius in Mailand taufen. Rückkehr nach Afrika; nach Klosterleben und Priesterweihe wurde er Bischof von Hippo. Schon zu Lebzeiten war er im gesamten Abendland berühmt als Prediger, Berater und Kämpfer gegen verschiedene Sekten. Heute gilt er als der größte lateinische Kirchenlehrer des christlichen Altertums.
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