Contra Faustum Manichaeum; Wider den Manichäer Faustus
Erstmals überhaupt ins Deutsche übersetzt: eines der Hauptwerke
Augustins. Angekündigt wird hier der erste von insgesamt fünf
Bänden "Contra Faustum Manichaeum".
Nicht nur seines gewaltigen Umfangs wegen nimmt das 33 Bücher
umfassende Werk eine Sonderstellung innerhalb der antimanichäischen
Schriften Augustins ein: es stellt, ca. 400 - 402 entstanden, in
gewissem Sinne die Summe seiner seit 388 intensiv geführten
Auseinandersetzung mit der im lateinischen Westen als Christentum
sich präsentierenden Religion des Mani dar. Zugleich markiert es
einen Gipfelpunkt in Augustins Bemühen, vermöge einer hochkomplexen
Hermeneutik und Exegese die christliche Usurpation des Alten
Testaments als ebenso berechtigt wie lebensnotwendig für die
abendländische Kirche zu erweisen. Herausgefordert zu diesem opus
grande sah sich der Bischof von Hippo Regius durch ein von
brillanter Beherrschung rhetorisch-dialektischer
Argumentationsstrategien zeugenden Werk des ihm persönlich
bekannten Manichäerbischofs Faustus, der Manis Botschaft den
heidnisch geprägten Menschen seiner Zeit als radikal
heidenchristliche Alternative zum katholischen Christentum
plausibel zu machen suchte. Der erste Band enthält neben einer
ausführlichen Einleitung (ca. 100 Seiten) in das Gesamtwerk den
lateinischen Text und die kommentierte deutsche Wiedergabe der
Bücher 1-11. Er hat eine Bibliographie und ein Quellenverzeichnis,
aber kein Register; das Gesamtregister wird in Band 5 enthalten
sein.
Aurelius Augustinus, 354-430 n.Chr., stammte aus Nordafrika und war Rhetoriklehrer in Karthago, Rom und Mailand. Nach seinem Bekehrungserlebnis 387 ließ; er sich von Bischof Ambrosius in Mailand taufen. Rückkehr nach Afrika; nach Klosterleben und Priesterweihe wurde er Bischof von Hippo. Schon zu Lebzeiten war er im gesamten Abendland berühmt als Prediger, Berater und Kämpfer gegen verschiedene Sekten. Heute gilt er als der größte lateinische Kirchenlehrer des christlichen Altertums.
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