Briefe aus dem Orient - Montagu, Mary Wortley

Mary Wortley Montagu 

Briefe aus dem Orient

Frauenleben im 18. Jahrhundert

Hrsg. v. Irmela Körner
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Briefe aus dem Orient

Während ihres Aufenthaltes im Nahen Osten lässt Lady Montagu ihre Bekannten und Freunde anhand von Briefen an ihren Eindrücken und Erlebnissen teilhaben. Lady Montagus unterhaltsame "Briefe aus dem Orient" werden von den Adressaten in England zunächst von Hand zu Hand weitergegeben, dann 1763 in Buchform vorgelegt und bis heute immer wieder neu aufgelegt. Ihren dauerhaften Erfolg verdanken Montagus Briefe einerseits ihrer literarischen Qualität und Originalität und dem unterhaltsamen Ton, um den sich die Schreiberin stets bemühte. Doch das große Interesse an den Briefen liegt nicht nur am Schreibstil. Der Orient ist damals ganz allgemein in Mode. Das Morgenland offenbart sich der westlichen Welt als unermessliche, märchenhafte Schatztruhe.


Produktinformation

  • Verlag: Promedia, Wien
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 255 S. m. 19 Abb.
  • Seitenzahl: 255
  • Edition Frauenfahrten
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 132mm x 24mm
  • Gewicht: 375g
  • ISBN-13: 9783853712597
  • ISBN-10: 3853712592
  • Best.Nr.: 20840089
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.11.2007

Die Mode unter den Haremsdamen

Die englische Schriftstellerin Mary Wortley Montagu (1689-1762) reiste 1716 an der Seite ihres zum Botschafter von Konstantinopel berufenen Ehemannes mit zwanzig Bediensteten per Kutsche in das mythenumwobene, aber auch kriegsgeschüttelte Osmanische Reich. Die insgesamt zweiundfünfzig Briefe, die sie zwischen 1716 und 1718 an ihre Schwester, an Schriftstellerkollegen wie Alexander Pope oder Gräfinnen und Geistliche versandte, richten sich in Tonfall und Themenwahl ganz nach den jeweiligen Adressaten. Trotz des irreführenden Titels machen Beschreibungen der auf dem Hin- und Rückweg durchreisten Länder etwa die Hälfte des Bands aus. In der Türkei angekommen, räumt sie entgegen gängiger männlicher Reiseliteratur konsequent mit Klischees und dem Bild des barbarischen Orientalen auf. Ihr Geschlecht und ihre gesellschaftliche Stellung gewähren ihr Zugänge und Inneneinsichten in weibliche Domänen und heilige Orte wie Moscheen, Harems oder Frauenbäder, die dem normalen Handlungsreisenden und Orientberichterstatter unzugänglich blieben. In schöngeistig süffisanten Sittengemälden behandeln ihre Episteln aus Adrianopel und …

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Irmela Körner wurde in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Politikwissenschaft arbeitete sie als Journalistin in Hannover, Hamburg und schließlich in Bremen, wo sie 15 Jahre lang als feste Freie bei Radio Bremen tätig war und unter anderem den sonntäglichen Kinderfunk moderierte. Nach einigen Jahren Aufenthalt in Italien zog sie nach Berlin, wo sie heute für einen Bundestagsabgeordneten aus Delmenhorst und als freie Autorin arbeitet. Die Autorin hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht.

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