Armenien - Hofmann, Tessa; Wolfensberger, Andreas

Tessa Hofmann Andreas Wolfensberger 

Armenien

Stein um Stein

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Erscheint vorauss. Dezember 2013
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Armenien

»Hajastan« nennen die Armenier ihr Land. Das reimt sich auf »Karastan«: Armenien - das Steinland. Gott soll, so wird erzählt, die Armenier bei der Aufteilung der Erde unter die Völker vergessen haben. Als sie sich bei ihm beschwerten, wendete er bedauernd den Sack um, in dem sich die fette Erde befunden hatte. Nur noch Steine fielen heraus. Aber was für Steine! Neben Obsidian und Basalt bildet Tuff in allen Schattierungen die karge Heimat der Armenier. Der schweizer Fotograf Andreas Wolfensberger legt nun erstmals einen Bildband über Armenien vor, in dem er sich jedoch nicht allein auf Aufnahmen der großartigen Landschaft beschränkt. Auf zahlreichen Reisen hat er in den letzten Jahren Binnensichten der aktuellen wirtschaftlichen und kulturellen Situation des Landes zusammengetragen. Wolfensbergers Fotografien werden begleitet von Texten Tessa Hofmanns, einer der namhaftesten Spezialistinnen für armenische Fragen im deutschen Sprachraum. Damit gibt der Band auch Einblick in die jahrtausendealte Kultur des Landes und seine wechselvolle Geschichte. Die Zeit der sowjetischen Besatzung, die politische Zerrissenheit und nationale Identität der Armenier finden dabei ebenso Beachtung wie der Einfluss von Religion und Tradition im heutigen Armenien. So ist in Bild und Wort ein Porträt der sozialen, politischen und ökonomischen Wirklichkeit dieses Landes der Steine entstanden.


Produktinformation

  • Verlag: Edition Temmen
  • 2013
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 152 S. m. zahlr. Farbfotos.
  • Seitenzahl: 152
  • Deutsch
  • Abmessung: 276mm x 230mm x 20mm
  • Gewicht: 894g
  • ISBN-13: 9783861087878
  • ISBN-10: 3861087871
  • Best.Nr.: 10057225
"Armenien ist kein begehrtes Reiseziel - und doch eine Erkundung wert. Den Beweis tritt der Schweizer Fotograf Andreas Wolfensberger mit dem ebenso ausgefallenen wie beeindruckenden Bildband Armenien an." (Die Zeit)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.03.2002

Armeniens Engel und Dämonen

Ein frierendes Mädchen stickt im Halbdunkeln einen Phönix aus. Viele Engel schweben um uns, sie helfen und bringen Licht, soll das Mädchen irgendwann Mitte der neunziger Jahre in ihrem Klassenzimmer gesagt haben. Der Glaube gehört zu Armenien wie die Steine (unsere Abbildung zeigt das "Kloster der Psalmen" am Rande der Kassachschlucht). Im Konflikt mit Aserbaidschan um Berg Karabach war das Land von der Energieversorgung abgeschnitten worden, Tausende wanderten aus, nachdem sich die Hoffnung auf bessere Zeiten seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 nicht erfüllt hatte.

Wirkt Armenien manchmal wie ein Synonym für Katastrophen aller Art, vom Erdbeben bis zum Völkermord, so sollte man darüber nicht vergessen, daß dieses Land einst zu den Ursprungsgebieten menschlicher Zivilisation gehörte. Nicht nur, daß nach der Legende die Arche Noah am Berg Ararat landete. Vielmehr führten wichtige Handelswege wie die Seidenstraße über das armenische Hochplateau, das Verbindungsstück zwischen Asien und Europa.

Die wechselvolle Geschichte dieses faszinierenden Lands und seiner Bewohner - deren Schicksal in vielem dem der …

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