In den Kordilleren - May, Karl

Karl May 

In den Kordilleren

Hrsg. v. Euchar A., Roland, Lothar u. Bernhard Schmid. Reiseerzählung. Hrsg. v. Euchar A., Roland, Lothar u. Bernhard Schmid

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In den Kordilleren

In den Kordilleren endet der am Rio de la Plata begonnene Ritt. Im wilden Gran Chaco geraten die Helden in eine unangenehme Lage. Später stoßen sie auf den geheimnisvollen "Viejo Desierto". Die Suche nach dem verbrecherischen Sendador führt schließlich hoch hinauf in die bolivianischen Anden.


Produktinformation

  • Gesammelte Werke
  • Bd.13
  • Verlag: Karl-May-Verlag
  • 1952
  • 1952.
  • Ausstattung/Bilder: 479 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Best.Nr. des Verlages: 13
  • Deutsch
  • Abmessung: 176mm x 115mm x 26mm
  • Gewicht: 337g
  • ISBN-13: 9783780200136
  • ISBN-10: 3780200139
  • Best.Nr.: 00369211
Karl May (1842 - 1912) war das fünfte von 14 Kindern einer armen Weberfamilie aus Ernstthal/Sachsen. Vom Studium am Lehrerseminar wurde er zunächst ausgeschlossen, nachdem er Kerzenreste unterschlagen hatte. Später konnte er die Ausbildung fortsetzen, arbeitete nur 14 Tage in seinem Beruf, bevor er wieder des Diebstahls bezichtigt und von der Liste der Kandidaten gestrichen wurde. Wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei wurde er in den Jahren darauf immer wieder verhaftet und monatelang festgesetzt. Die Jahre zwischen 1870 und 1874 verbrachte er im Zuchthaus Waldheim. Erst viele Jahre nach dem Erscheinen des akribisch recherchierten Orientzyklus reiste Karl May tatsächlich in den Orient. Karl May war lange Zeit einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Er starb1912 in Radebeul.

Leseprobe zu "In den Kordilleren"

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Leseprobe zu "In den Kordilleren" von Karl May

12. Beratungen (S. 316-317)

Ich konnte nicht an der Siegesfeier teilnehmen, denn es galt nun auszukundschaften, wo sich der Sendador befand und was er plante. Als ich das den Freunden sagte, meinte Pena: „Sie haben Recht. Wir müssen schleunigst die Spuren des Flüchtlings suchen.“ „Wie, Sie wollen sich an der Nachforschung beteiligen?“, fragte ich. „Ich verzichte auf Ihre Begleitung und...“ „Warum?“, unterbrach er mich. „Weil Sie leicht wieder einen solchen Pudel schießen könnten wie gestern.

Der Sendador hält sich sicher im Wald auf. Wollen wir ihn ohne Gefahr für uns ergreifen, so müssen wir ihn beschleichen und unerwartet überfallen. Übrigens bin ich überzeugt, dass ich Veranlassung fin- de, ihn einstweilen ruhig seines Weges gehen zu lassen.“ „Wie, selbst wenn Sie seine Spur entdecken, wollen Sie ihn laufen lassen?“ „Nur einstweilen, wie ich bereits sagte. Denken Sie sich nur in seine gegenwärtige Lage! Er hat uns ohne Zweifel so lange beobachtet, bis er erfuhr, welchen Ausgang unse- re Umzingelung nahm. Er weiß also, dass alle Mbocovis gefangen sind und er nun auf sich allein angewiesen ist.

Da gibt es nur zwei Wege, die er einschlagen kann. Der erste führt zur Laguna de los bambús zu den restlichen Mbocovis, die unsere Gefährten bewachen. Ihn wird er als kluger Mann nicht wählen, denn er muss sich sagen, dass wir herausbekommen, wie es dort steht, und schnell aufbrechen werden, um die Freunde zu befreien. Da wir Pferde haben, müssen wir eher dort sein als er. Sein Weg wäre also gefährlich, weil wir seine Fährte entdecken könnten. Dann würde er uns in die Hände geraten. Geben Sie das zu?“ „Hm! Unrecht haben Sie nicht. Welches ist denn der zweite Weg?“ „Hinauf zur Pampa de las Salinas.“

„Er allein? Diese weite Strecke? Ohne dass er Vorbe- reitungen zu einer solchen Reise treffen kann?“ „Diese Einwände sind nichtig. Er ist schon oft allein oben gewesen und findet unterwegs gewiss genug Be- kannte, von denen er erhalten kann, was er braucht. Sein Bestreben muss es sein, uns da oben zuvorzukommen. Darum bin ich überzeugt, dass die Fährte, die ich sicher finden werde, nach Westen, zu den Bergen führen wird. Ich brauche dabei keinen Gehilfen und gehe allein.

Sie mögen sich ausruhen, denn morgen früh brechen wir bestimmt nach der Laguna de los bambús auf. Ich würde diesen Ritt augenblicklich antreten, wenn es nicht nötig wäre, auch den Pferden einen Tag Ruhe zu gönnen.“ Pena musste sich mit diesem Bescheid zufrieden geben und ich entfernte mich, um mein Vorhaben auszuführen. Noch war ich nicht weit fort, als Unica mir nachkam. Sie hatte bei uns gestanden, unser Gespräch mit angehört und bat nun: „Sie wollen gehen, um eine Fährte auszumachen, Señor? Ich habe viel von dem Scharfsinn gehört, der dazu nötig ist, bin aber noch nie selbst dabei gewesen. Denken Sie, dass ich Sie stören würde?“ „Sie wollen mitgehen?“ „Ja, wenn Sie es mir erlauben. Ich verspreche Ihnen, mich dabei vorsichtig zu verhalten.“

Kundenbewertungen zu "In den Kordilleren" von "Karl May"

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Bewertung von Konrad aus Untereisesheim am 11.01.2002 ***** ausgezeichnet
Band 2 der Südamerikaabenteuer. Die Fortsetzung von "Am Rio de la Plata" beginnt in Argentinien und führt hinauf in das Hochland von Bolivien. Es macht auch heute noch Spaß Karl May zu lesen. Seine unvergleichliche Art eine Geschichte zu erzählen, macht es jedem Leser leicht diese zu lesen.

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