Die in den Beiträgen dieses Sammelbandes vorgestellten Analysen der
neueren politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen
Entwicklungen in Argentinien vermitteln ein ambivalentes, teilweise
auch widersprüchliches Bild des heutigen Argentinien, seiner
Chancen und Blockaden. Sie zeigen auch, was Beobachter dem Land und
seinen Bewohnern immer wieder bescheinigt haben: Die
Argentinierinnen und Argentinier verfügen über eine beachtliche
Fähigkeit, mit Krisen umzugehen. Es bleibt abzuwarten, ob es der
argentinischen Gesellschaft und Politik gelingt, die Entwicklung
des Landes dauerhaft in eine Richtung zu lenken, die seinen
vielfältigen Potenzialen entspricht.
I. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Jonas Wolff: Vom "Argentinazo" zu Néstor Kirchner. Krise und Überleben der argentinischen Demokratie (2001-2007) Gabriel Kessler: Kriminalität, Unsicherheitsgefühl und öffentliche Maßnahmen Peter Waldmann: Regelsprengender Individualismus Peter Birle: Interessengruppen und soziale Bewegungen Hartmut Sangmeister/Alexa Schönstedt: Argentinien in der Weltwirtschaft Klaus Bodemer: Politik ohne Kompass? Argentinische Außenpolitik im letzten Jahrzehnt II. Kultur Claudia Feld/Elizabeth Jelin: Erinnerungspraktiken und Darstellung der Diktaturvergangenheit: Kultur und Institutionen Adrián Gorelik/Graciela Silvestri: Das Ende der Expansion. Stadt und Stadtkultur in Buenos Aires 1976-2010 Andrea Giunta: Nach der Krise. Szenen eines kulturellen Wandels Ana Amado/Nora Domínguez: Frauen in Kunst, Politik und Kulturkritik David Oubiña: Historias breves und Historias extraordinarias: Innovation im zeitgenössischen argentinischen Kino
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