Max Webers Konzepte von Macht und Herrschaft im Spiegel kontroverser Ansichten Hannah Arendts
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie -
Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, einseitig bedruckt,
Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für
Philosophie), Veranstaltung: Max Webers Herrschaftssoziologie, 29
Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die
vorliegende Arbeit hat zwei Ziele: Zum einen will sie die Frage
beantworten, was genau Max Weber unter Macht und Herrschaft
versteht. Zum anderen beabsichtigt sie, die gefundenen Antworten
kontroversen Aspekten gegenüberzustellen, die in der politischen
Theorie Hannah Arendts zu finden sind. Warum Arendt?
Zugegebenermaßen fiel die Wahl auf Hannah Arendt mehr oder weniger
willkürlich. Sicherlich hätten sich auch die Konzepte anderer
Autoren, wie z.B. das Foucaults, angeboten, um mittels eines
Vergleichs besondere Charakteristika der Weber schen Grundgedanken
zu markieren. Aber es lassen sich auch Gründe anführen, die die
Beschäftigung mit der Theoretikerin rechtfertigen: so z.B. die
Tatsache, daß Arendt bei der Ausarbeitung ihres Machtbegriffs
explizit auf Weber Bezug nimmt. Weber gehört ihrer Ansicht nach zu
den Kronzeugen einer Riege von Autoren, denen der Vorwurf zu machen
sei, daß sie Schlüsselbegriffe wie Macht, Stärke, Kraft, Autorität
und Gewalt die sich doch alle auf ganz bestimmte durchaus
verschiedene Phänomene beziehen (MuG, S. 173), nicht voneinander
unterscheiden. Arendts Überlegungen richten sich denn auch nicht
dezidiert gegen Weber, als vielmehr gegen die gesamte neuzeitliche
Tradition politischen Denkens. Die Beschäftigung mit ihr (Arendt)
ist daher indirekt auch eine Auseinandersetzung mit den Konzepten
jener Autoren, die hier ausgeklammert wurden. Die Argumentation
dieser Untersuchung verläuft wie in der Fragestellung
vorgezeichnet. Zunächst werden Webers Konzepte von Macht und
Herrschaft separat in den Fokus genommen. Erst in einem zweiten
Schritt sollen die aus dieser Untersuchung gewonnenen Ergebnisse
mit einzelnen bedeutsamen Aspekten der politischen Theorie Hannah
Arendts verglichen werden, bevor schließlich in der Conclusio die
wesentlichen Ergebnisse knapp zusammengefaßt und einer
abschließenden Beurteilung unterzogen werden.
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