Gotz Diergarten (born 1972) studied photography at the
Kunstakademie Dusseldorf, where he developed his rigorous,
typological approach under the tutelage of Bernd and Hilla Becher.
Diergarten documents vernacular architecture throughout Europe:
storefront facades, beach cabanas, spas and metro stations in
Germany, France, England and Belgium. His keen sense of color and
texture add a dimension of play and whimsy to an otherwise austere
conception, recalling the deadpan beauty of such American
photographers as William Eggleston and Stephen Shore. In his
"METROpolis" series, for example, Diergarten transforms
the materials and patterns of passageways, tunnels and railway
platforms into abstract color fields. In the absence of the human
form, commonplace details like a door, window or street sign take
on expressive personality--a testament to the artist's
heightened sense of perception and his ability to illuminate the
everyday.
Götz Diergarten (geb. 1972 in Mannheim) untersucht in seinen
typologischen Serien das Erscheinungsbild alltäglicher
Architekturen: deutsche Fassaden, französische Strandkabinen und
britische Bade-Architektur. Ganz in der Tradition der Becher-Schule
besitzen seine Arbeiten eine konzeptuelle Strenge und
dokumentarische Sachlichkeit. Diergartens Originalität besteht
jedoch darin, dass er dieses strenge Konzept um die Dimension der
Farbe erweitert. Bei den Fotografien des standardisierten Typus der
Strandhäuschen ist es die Farbe, die dem Originellen und
Einzigartigen zum Ausdruck verhilft. In der Metropolis-Serie
verwandeln sich Materialien und Muster von Gängen, Tunneln und
Bahnsteigen zu abstrakten Farbräumen und -flächen und zeigen eine
Nähe zur amerikanischen Farbfotografie eines William Eggleston oder
Stephen Shore.
»Eine durchaus faszinierende Illustration der Schönheit des Banalen.« EIKON
"Eine durchaus faszinierende Illustration der Schönheit des Banalen." EIKON
Dr. Matthias Harder, geb. 1965, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Klassische Archäologie in Kiel und Berlin; seit 1995 freier Ausstellungsmacher und seit 2004 Leiter der Helmut Newton Foundation in Berlin, publiziert regelmäßig in internationalen Kunstzeitschriften sowie Essays in Büchern und Ausstellungskatalogen.
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