Leseprobe zu "Die MAGIE der Fotografie oder das GEHEIMNIS..."
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich liebe Bilder! Nicht alle Bilder natürlich, aber es gibt Fotografien, die mich in ihren Bann ziehen, die mich faszinieren, berühren, bewegen und in meinem Gedächnis haften bleiben. Was aber macht die besondere Magie dieser Fotografien aus? Worin liegt das Geheimnis, dass es auf der einen Seite Bilder gibt, die uns stark ansprechen und eine grosse Wirkung entfalten und auf der anderen Seite Bilder, die ganz ähnlich aussehen, uns aber trotzdem kalt lassen. Was ist das Besondere bei diesen aus der Masse herausragenden Fotografien, die eine starke Kraft besitzen und uns staunen lassen? In diesem Buch gehe ich dieser grundsätzlichen und schwierigen Frage der Fotografie nach. Wieso ist diese Frage aber für uns Fotografen bei unserer Arbeit oder unserem Hobby so wichtig?
Mit genügend Einsatz kann jeder Fotograf gute Bilder aufnehmen. Wie beim Lernen eines Musikinstruments braucht es dafür regelmässiges Üben und genügend Zeit. Nach ein paar Jahren erwirbt man sich alle notwendigen Fertigkeiten und die Erfahrung, die es für gute Fotos braucht. Bei vorhandenem Talent oder mit mehr zeitlichem Engagement geht dieser Prozess schneller, aber eigentlich kommen alle früher oder später ans Ziel. Viele gute Fachbücher helfen uns dabei, diese technischen und gestalterischen Fähigkeiten zu entwickeln. Was aber kommt dann, wenn wir dieses Ziel erreicht haben?
Irgendwann in der eigenen Entwicklung kommen die meisten Fotografen an einem Punkt an, wo sie einerseits in der Lage sind, qualitativ gute Bilder zu machen, aber andererseits keine Freude mehr an den eignen Aufnahmen haben. Man erhält viel Lob, hat selbst aber das Gefühl, still zu stehen und sich nicht mehr weiter zu entwickeln. Trotz der hohen technischen und gestalterischern Qualität fehlt den eignen Bildern einfach das gewisse Etwas, das Besondere, das Herausragende um sie aus der Masse der guten Bilder abzuheben.
Vielleicht ist man auch neidisch auf die anderen Fotografen, die bessere und wirkungsvollere Bilder machen. Oder man bewundert die Meisterwerke der Fotogeschichte und glaubt nicht, dass man selber je in der Lage sein wird, ein solches Bild aufzunehmen. Und vielleicht würde man auch gerne einmal einen Preis bei einem Fotowettbewerb gewinnen, weiss aber nicht, worauf es dabei ankommt. Es gibt viele Gründe in der Fotografie, unzufrieden mit den eigenen Bildern zu sein. Es gibt aber auch viele Wege zu Bildern, die wirken, erfolgreich sind und an denen wir uns lange erfreuen können.
Wenn wir in guten Fotobücher und Fotozeitschriften blättern, im Internet auf hochwertigen Fotoplattformen surfen, die Preisträger von Fotowettbewerbe bewundern oder in Museen und Galerien Fotoausstellungen besuchen, so entdecken wir immer wieder herausragende Aufnahmen. Diese Bilder fesseln uns, sie haben eine ganz besondere Magie, eine innere Stärke. Wir spüren beim Betrachten diese Kraft, können aber nicht genau erklären, woher sie stammt. Auch der gute Fotograf stellt bald fest, dass es ausgesprochen schwierig ist, solche überwältigende, ergreifende, eindrückliche und starke Bilder zu machen.
In der Fotoliteratur werden wir zu diesem Phänomen kaum Erklärungen finden. Die Begründungen bleiben immer schwammig, erklären diesen Umstand mit dem besonderen Talent und der Kreativität des Fotografen. Es scheint ein Geheimnis der Kunst zu sein, das man nicht zu begründen braucht. Was ist nötig, um solche Bilder zu machen? Anhand von ausgewählten und ausgezeichneten Bildern gehen wir dem Geheimnis auf den Grund. Diese Erkenntnisse helfen uns, auch unsere Bilder besser zu verstehen und ihnen mehr Kraft und Wirkung zu verleihen und uns so fotografisch weiter zu entwickeln.
Dieses Buch richtet sich deshalb an Fotografen, die mehr über das Kommunizieren mit Bildern und das Zusammenspiel zwischen Aufnahmetechnik, Bildkomposition und Bildwirkung erfahren möchten. Das Buch setzt dabei die Latte hoch und orientiert sich ganz an herausra
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