Nur gerade einmal zehn Prozent unseres beruflichen Erfolges werden
von unserer fachlichen Kompetenz bestimmt - die restlichen 90
Prozent dagegen von ganz anderen Faktoren. Jürgen Lürssen und Mark
Oliver Opresnik zeigen, welche Fähigkeiten und Erkenntnisse
wirklich wichtig sind, um die heimlichen Spielregeln im Betrieb zu
durchschauen und erfolgreich am eigenen Aufstieg zu arbeiten. Vom
kleinen Einmaleins der Büropolitik über das Verhältnis zum Chef und
den Kollegen bis hin zu Selbstmanagement und Karriereplanung bieten
die Autoren eine Fülle an Informationen zu den ungeschriebenen
Gesetzen des Arbeitslebens, die für den beruflichen Erfolg
entscheidend sind.
Politik im Büro
Die Bedeutung innerbetrieblicher Machtverhältnisse für Erfolg und
Karriere
Die fachliche Kompetenz beeinflusst nur zu einem kleinen Teil den
beruflichen Aufstieg. Im Wesentlichen wird die Karriere von anderen
Faktoren bestimmt - aber von welchen? Jürgen Lürssen zeigt, dass
der richtige Umgang mit innerbetrieblichen Machtverhältnissen und
Büropolitik den Schlüssel zum Erfolg darstellt.
Begriffe wie Macht, Einfluss und Politik haben eine kaum zu
überschätzende Bedeutung für den beruflichen Aufstieg. Das liegt
daran, dass ein Büro immer auch ein politischer Mikrokosmos ist, in
dem man sich bewähren und positionieren muss. Wer Karriere machen
und seine Ziele erreichen will, muss lernen, in politischen
Kategorien zu denken, die politische Situation in seiner
Organisation zu verstehen und eine Sensibilität für
Machtverhältnisse in Organisationen zu entwickeln.
Jürgen Lürssen deckt die Zusammenhänge zwischen Macht, Büropolitik
und Karriere auf: Er stellt dar, wa s Politik am Arbeitsplatz
bedeutet und auf welchen Gesetzmäßigkeiten sie beruht, auf welche
Art und Weise Macht im Büro ausgeübt wird und worauf die Macht von
Personen in Organisationen beruht. Der Autor zeigt aber nicht nur,
dass berufliche Aufsteiger innerbetriebliche Macht brauchen, um
erfolgreich zu sein - vor allem beschreibt er, wie man diese
erwirbt, einsetzt und verteidigt.
Die Leser erhalten Tipps zu Themen, wie z.B.:
Wie man ein gutes Verhältnis zum Chef aufbaut, wie man mit
schwierigen Vorgesetzten fertig wird, wie man gute Beziehungen zu
Gleichgestellten unterhält, wie man mit vertraulichen Informationen
umgeht, wie man das Topmanagement auf sich aufmerksam macht, wie
man mit Intrigen umgeht, wie man schwere Fehler vermeidet.
Die Ratschläge des Buches sind im Prinzip auf jede hierarchisch
strukturierte Organisation übertragbar, in der viele Menschen an
gemeinsamen Aufgaben und Zielvorgaben arbeiten. Überall wo es
Hierarchien gibt und wo Menschen zusammenarbeiten müssen, spielt
Macht eine zentrale Rolle für den Erfolg des Einzelnen. Und überall
dort wird im Büro auch Politik betrieben.
29.01.2011, Frankfurter Rundschau Ungeschriebene Gesetze "Ein Karriereratgeber, der sich mit den Machtmechanismen in Unternehmen befasst. Angelehnt sind die Ausführungen an Fallbeispiele aus der Praxis."
Jürgen Lürssen war lange im Marketing und als Produktmanager und Geschäftsführer bei mehreren großen Konzernen, u. a. bei Procter & Gamble, tätig. Zurzeit ist er Professor für Marketing an der FH Lüneburg.
Leseprobe zu "Die heimlichen Spielregeln der Karriere"
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Leseprobe zu "Die heimlichen Spielregeln der Karriere"
Einleitung Es gibt viele Bücher, die Ihnen die Geheimnisse der Karriere verra-ten wollen. Aber nur selten behandeln sie Begriffe wie Politik, Macht und - eng damit zusammenhängend - Einfluss, noch selte-ner wird deren kaum zu überschätzende Bedeutung für den beruf-lichen Aufstieg dargestellt. Zugegeben: Es sind diffuse und schil-lernde Be-griffe. Es ist nicht leicht, die damit verbundenen Phäno-mene klar und eindeutig zu formulieren. Eben dies ist das Ziel des vorliegenden Ratgebers. Sie, der oder die Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen, werden erfahren, wie unentbehrlich Einfluss, Macht und Politik im Büro für Ihr weiteres Fortkommen sind, unab-hängig von der Art der Organisation. Ob Sie in der freien Wirtschaft oder bei einer Behörde arbeiten, ob Sie einem Verband angehören oder in ganz anderen Bereichen tätig sind: Ohne Politik, ohne Ge-spür dafür, wie Sie Macht und Einfluss erwerben, einsetzen und verteidigen, erreichen Sie Ihre Ziele nicht. Sie müssen einfach wissen, owas Politik am Arbeitsplatz bedeutet und auf welchen Gesetz-mäßigkeiten sie beruht, odass Sie innerbetriebliche Macht brauchen, um erfolgreich zu sein, oworauf die Macht von Personen in Organisationen beruht, oauf welche Art und Weise Macht im Büro ausgeübt wird. Kurzum: Sie müssen lernen, in politischen Kategorien zu denken und die politische Situation in Ihrer Organisation zu verstehen. Dadurch werden Sie Sensibilität für Machtverhältnisse in Organisa-tionen entwickeln. Dieser Ratgeber wird Sie dabei unterstützen. Das ist aber nicht alles. Dieses Buch ähnelt einem Reiseführer durch die Höhen und Tiefen des Berufsalltags. Alle Sehenswürdig-keiten werden erklärt, natürlich, aber Sie erfahren auch, wie Sie hinkommen. Und zwar ganz konkret. Hier lesen Sie also beispielsweise nicht nur, dass Sie gute Be-ziehungen zu anderen Personen in Ihrer Organisation brauchen, um Macht und Einfluss zu gewinnen, sondern Sie erfahren auch ganz konkret, wie man gute Beziehungen zu anderen aufbaut und aufrecht erhält - präzise und leicht nachvollziehbar geschrieben. Das Ziel dieses Ratgebers ist also ein doppeltes: Sie sollen das Rüstzeug erhalten, mit dem Sie Ihre Lage in Ihrem Unternehmen hinsichtlich Ihrer Ziele und der spezifischen Widerstände, gegen die Sie angehen müssen, theoretisch durchdringen und praktisch verbessern. Und Sie sollen sich selbst vorher wie nachher noch in die Augen schauen können. Eines ist klar: Wenn innerbetriebliche Konflikte ausgetragen werden, dann wird oft mit harten Bandagen gekämpft und nicht immer mit ethisch vertretbaren Mitteln. Dazu will Sie dieses Buch keineswegs ermuntern, im Gegenteil. Es informiert Sie über un-saubere Methoden, aber nur, um Ihnen Abwehrstrategien an die Hand zu geben. Die Neuauflage dieses Buches wendet sich wie die vorherige Ausgabe an Menschen, die ihre Ausbildung hinter und den Auf-stieg vor sich haben. Dazu gehören Hochschulabsolventen jeder Fachrichtung in den ersten Jahren "danach" - nach dem Studium. Mit einer fachlich anspruchsvollen Stelle, aber büropolitisch gese-hen grün hinter den Ohren. Dazu gehören aber auch Angestellte, deren Schwung und Engagement irgendwie zerronnen sind, versi-ckert in der Tretmühle des Berufsalltags, deren Ehrgeiz wohl vor-handen, aber nie recht zum Zug gekommen ist: Wenn Sie sich je halb verwundert, halb verbittert gefragt haben, wieso immer nur die anderen befördert werden, dann sollten Sie jetzt unbedingt weiter-lesen. Mit dem neuen Kapitel zur Führungskompetenz wenden wir uns aber darüber hinaus auch an gestandene Führungskräfte, die tiefere Einblicke in die Gesetzmäßigkeiten der Büropolitik suchen und gleichzeitig ihr Führungsverhalten verbessern möchten. In den ersten zwei Kapiteln werden die Zusammenhänge zwi-schen Macht, Büropolitik und Ihrer eigenen Karriere aufgezeigt. In den Kapiteln 3 bis 6 erfahren Sie, wie Sie Macht und Einfluss in Ihrer Organisation gewinnen. Es geht um die Entwicklung guter Beziehungen
Leseprobe zu "Die heimlichen Spielregeln der Karriere"
1. Warum die heimlichen Spielregeln so wichtig für Ihre Karriere sind (S. 13-14)
Erfolg im Management heißt Ziele durchsetzen
Herr Heinze, 28 Jahre alt, hat Sorgen. Mit seiner Karriere gibt es Probleme, noch bevor sie angefangen hat. Seit fast drei Jahren ist er Assistent im Marketingbereich eines Industriekonzerns, seine erste Stelle nach dem Studium. Eigentlich sollte er längst befördert worden sein so wie andere Nachwuchsmanager in seiner Umgebung.
Dabei fing alles so gut an. Er hatte seinen BWL-Master nach zehn Semestern mit einem Einser-Examen geschafft. Anschließend konnte er zwischen drei guten Angeboten wählen und entschied sich für seine jetzige Firma, nicht zuletzt wegen ihrer Größe und ihres guten Rufes in der Branche. Mit Elan und Spaß begann er seinen Job, zumal er überzeugt war, gute Arbeit zu leisten. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit ließ ihn sein Chef kleinere Projekte selbstständig durchführen. Herr Heinze geht gern systematisch vor. Er beginnt stets mit einer umfangreichen Analyse der Ist-Situation. Das liegt ihm besonders. Seine Ausarbeitungen wurden denn auch von seinem Chef mehrfach ausdrücklich gelobt. Im nächsten Schritt entwirft er ein Konzept einschließlich der Aufgabenverteilung an die verschiedenen Fachabteilungen.
Im Rückblick zeigt sich jedoch, dass seinen Projekten wenig Erfolg beschieden war. Das erste verlief nach kurzer Zeit im Sand, beim zweiten ist der Zeitplan schon jetzt weit überschritten und kein Ende absehbar, das dritte wurde in einer wichtigen Sitzung von dem Entscheidungsgremium bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, ein viertes musste er komplett überarbeiten.
Immer gab es die gleichen Probleme. Entweder ließ man ihn auflaufen, das heißt, die anderen Abteilungen blockierten seine Vorschläge mit Argumenten wie »funktioniert nicht in der Praxis« oder »tolle Analyse, aber leider undurchführbar«. Oder sie lehnten die Mitarbeit ab, weil sie angeblich mit anderen Dingen überlastet waren. Oder sie verschleppten die Erledigung ihrer Aufgaben und hielten sich nicht an die vom ihm gesetzten Fristen. Wenn er nachfasste, wurde er hingehalten und vertröstet.
Besonders fürchtet er die Besprechungen, in denen die Bereichsleiter zusammensitzen und über alle Projekte beraten. Mehr als einmal wurden seine Vorschläge von den Managern anderer Abteilungen regelrecht zerpflückt. Auch sein Chef und dessen Chef sind ihm bei solchen Gelegenheiten schon mal in den Rücken gefallen, und er musste ganz von vorn anfangen.
Trotzdem hat Herr Heinze den Eindruck, dass sein Chef grundsätzlich hinter ihm steht. Allerdings scheint dieser sich oft weniger für den Erfolg seiner Projekte zu interessieren als für die seiner Abteilungskollegen. Das Verhältnis zu seinem direkten Vorgesetzten bezeichnet Herr Heinze als »freundlich, neutral, distanziert«. Er sieht ihn nicht sehr häufig, da dieser nur gelegentlich in sein Büro kommt oder ihn zu sich bittet. Den Chef seines Chefs sieht er noch seltener. Inzwischen ist Herr Heinze ziemlich frustriert. Er merkt, dass seine Projekte gescheitert sind. Aber die Schuld daran gibt er den anderen. Denn von seinen Analysen und der Logik seiner Schlussfolgerungen ist er überzeugt; Einwände hält er selten für gerechtfertigt. Die meisten Kollegen seien borniert und nur am Status quo interessiert, meint er. Und wenn schon mal eine Fachabteilung seinen Auftrag erledigt, warum dauert das immer so lange? Warum arbeiten die anderen eigentlich nicht, wie sie arbeiten sollten?
Herr Heinze hat keine Vorstellung, was er tun könnte, um seine Karriere voranzutreiben. Deswegen überlegt er zu kündigen. Offensichtlich würdigen die Vorgesetzten seine Leistungen nicht, sonst hätten sie ihn ja schon befördert. Was kann er dafür, dass die Zusammenarbeit mit den anderen nicht funktioniert? In diversen Abteilungen sitzen halt die falschen Leute, denkt er, aber das sei ja wohl nicht sein Problem.
Inhaltsangabe
Inhalt Einleitung 9 1. Warum die heimlichen Spielregeln so wichtig für Ihre Karriere sind 13 Erfolg im Management heißt Ziele durchsetzen 13 Büropolitik: Macht und Machtkämpfe 17 Eigenschaften der Macht 20 Überfachliche Kompetenzen als Schlüssel zum Erfolg 24 Büropolitik: Ein schmutziges Geschäft? 26 2.Das kleine Einmaleins der Büropolitik 28 Politisch denken und handeln 28 Grundlagen der Macht: Worauf beruht der Einfluss eines Managers? 39 Methoden der Einflussnahme 48 Wie Sie Ziele durchsetzen: Der Managementprozess aus büropolitischer Sicht 53 Das sollten Sie mitbringen 56 3.Wie Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Chef aufbauen 60 Lernen Sie, Ihren Chef zu verstehen 62 Wie Sie optimal mit Ihrem Chef zusammenarbeiten 65 Suchen Sie den persönlichen Kontakt zu Ihrem Chef 71 Wie Sie Ihren Chef über Probleme informieren 74 Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Fehler 75 Wie Sie mit Kritik Ihres Chefs richtig umgehen 774.Networking: Gute Beziehungen zu Gleichgestellten 81 Die Grundregeln des Networking 81 Vorteile eines Beziehungsnetzes 83 Der erste Schritt: Kontakte knüpfen 86 Pflege des Netzwerks: Kontakte aufrechterhalten 90 Wie Sie andere für sich einnehmen 92 So stärken Sie die Beziehung 94 5. Wissen ist Macht: Vom Umgang mit vertraulichen Informationen 98 Warum Wissen Macht ist 98 Warum es in einer Organisation nur selten echte Geheimnisse gibt 102 Wie Sie an vertrauliche Informationen herankommen 104 Wann Sie vertrauliche Informationen weitergeben dürfen 108 Vorsicht vor interner Spionage 110 6.So machen Sie das Topmanagement auf sich aufmerksam 113 Sorgen Sie dafür, dass Ihr Vorgesetzter Grund hat, Sie zu loben 114 Nutzen Sie Ihre Chancen im persönlichen Kontakt 115 Übernehmen Sie Sonderaufgaben 119 Gehen Sie ungewöhnliche Wege 121 Betreiben Sie Eigen-PR 124 7.Schwere politische Fehler: Was Sie nie machen dürfen 127 Widerstehen Sie der Versuchung zu illegalen Handlungen 127 Seien Sie Ihrem Chef gegenüber nicht illoyal 129 Seien Sie Ihrer Firma gegenüber nicht illoyal 133 Kritisieren Sie nicht das Lieblingsprojekt eines Vorstandsmitglieds 136 Zeigen Sie keine karriereschädlichen Charaktereigenschaften 137 Weichen Sie nicht zu stark von den Gepflogenheiten ab 138 8.Intrigen und ihre Abwehr 141 Üble Nachrede 141 Erpressung 146 Falsches Spiel 149 Fallen und offene Messer 150 Sündenbock 152 Woran Sie Intriganten erkennen 153 Voraussetzungen für die Abwehr von Intrigen 155 9. Gesprächsführung: So überzeugen Sie im Vier-Augen-Gespräch 157 Die Grundlagen erfolgreicher Kommunikation 157 Bereiten Sie das Gespräch vor 160 Schaffen Sie ein gutes Gesprächsklima 162 Finden Sie die Zielsetzungen Ihres Gesprächspartners heraus 164 Argumentieren Sie mit Blick auf den Nutzen des Partners 169 Wie Sie auf Einwände reagieren 171 Schweigen Sie im richtigen Moment! 174 10.Führung: Die Kernkompetenz erfolgreicher Manager 177 Der persönliche Stil: Erkennen Sie sich und andere 178 Führen ohne Weisungsbefugnis 182 Ihre Aufgaben als Führungskraft 185 So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter 186 Wie Sie richtig delegieren 192 Organisieren Sie Ihre Abteilung 196 Fördern und entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter 197 So managen Sie Veränderungen 199 Setzen Sie Prioritäten 200 11.Selbstmanagement und Karriereplanung für Ihren Erfolg 205 Orientieren Sie Ihre berufliche Entwicklung an Ihren Stärken 205 So ermitteln Sie Ihr individuelles Stärkenprofil 212 Was Sie über Karriereplanung wissen müssen 216 Auch auf dem Arbeitsmarkt brauchen Sie gutes Marketing für Ihren Erfolg 222 So entwickeln Sie Ihre Karrierestrategie 223 Aktives Karrieremanagement im eigenen Unternehmen 224 Wie Sie für einen roten Faden in Ihrem Lebenslauf sorgen 227 Geben Sie uns Ihr Feedback! 230 Literatur 231
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