Gesundheitswesen Schweiz 2010-2012

Gesundheitswesen Schweiz 2010-2012

Eine aktuelle Übersicht

Herausgeber: Kocher, Gerhard, Oggier, Willy
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Gesundheitswesen Schweiz 2010-2012

Das Schweizer Gesundheitswesen ist komplex und im Umbruch. Reformversuche und Sparmassnahmen jagen sich, oft ohne klare Ziele und ohne Koordination. Gesundheitspolitik ist seit Jahren ein heissumstrittener und komplexer Politikbereich - mit ideologischen Polemiken und starken Interessengruppen. In einer solchen Lage ist Transparenz wichtig. Dieses Buch ist das Standardwerk über das schweizerische Gesundheitswesen. Es gibt eine aktuelle und sachliche Gesamtübersicht in 39 Kapiteln von 61 Autorinnen und Autoren. Das Buch enthält 174 Tabellen und 50 Abbildungen. Besonderen Wert legen die beiden Herausgeber auf möglichst hohe Objektivität, aussagekräftige Daten und auf gute Lesbarkeit. Gegenüber der 3. Auflage 2006 wurde es vollständig überarbeitet, erweitert und aktualisiert. Eine Ausgabe dieses Buches in französischer Sprache ist im gleichen Verlag erschienen. Das Buch ist ein Nachschlagewerk für alle, die sich für das Gesundheitssystem und die Gesundheitspolitik interessieren: Fachleute aus dem Gesundheitswesen und den Sozialversicherungen, für Politik, Medien und Wissenschaft und selbstverständlich auch für interessierte Versicherte und Patientinnen/Patienten. Besonders geeignet ist es auch als Lehrmittel in den verschiedenen Aus-, Weiter- und Fortbildungsgängen im Gesundheits-, Sozial- und Versicherungswesen.

Aktuelle und objektive Gesamtübersicht über das Schweizer Gesundheitswesen Das Schweizer Gesundheitswesen ist komplex und im Umbruch. Reformversuche und Sparmassnahmen jagen sich, oft ohne klare Ziele und ohne Koordination mit den anderen Sektoren. Gesundheitspolitik ist zu einem heissumstrittenen Politikbereich geworden.

In einer solchen Lage ist Transparenz wichtig. Dieses Buch gibt eine aktuelle und sachliche Gesamtübersicht in 37 Kapiteln von 49 Autorinnen und Autoren. Besonderen Wert legen die beiden Herausgeber auf möglichst hohe Objektivität, aussagekräftige Daten und auf gute Lesbarkeit.


Produktinformation

  • Verlag: Huber, Bern
  • 2010
  • 4., überarb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 430 S.
  • Seitenzahl: 464
  • Deutsch
  • Abmessung: 248mm x 184mm x 28mm
  • Gewicht: 1050g
  • ISBN-13: 9783456848037
  • ISBN-10: 345684803X
  • Best.Nr.: 28182905

Leseprobe zu "Gesundheitswesen Schweiz 2010-2012"

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Leseprobe zu "Gesundheitswesen Schweiz 2010-2012"

"Arbeit und Gesundheit (S. 31-32)

Ulrich Schwaninger, Ralph Krieger und Maggie Graf*


1. Stellenwert der Arbeit


Arbeit sichert die Existenz, stiftet Sinn und Iden- tität und bestimmt wesentlich die Gesundheit mit. Gemäss der Internationalen Arbeitsorgani- sation (1950) soll Arbeit so gestaltet sein, dass sie der Förderung und Erhaltung eines Optimums an physischem, psychischem und sozialem Wohlbefinden der Beschäftigten gerecht wird. Unter der Voraussetzung, dass die Arbeitsbedin- gungen stimmen, kann Arbeit als eine Ressource für die Gesundheit angesehen werden.

Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, sind negative Aus- wirkungen auf die Gesundheit zu erwarten. Ge- mäss der Schweizerischen Gesundheitsbefra- gung 2007 nehmen ca. 93 % der Erwerbstätigen ihre Gesundheit als gut bis sehr gut wahr. Diese Selbstbeurteilung ist mit Vorsicht aufzunehmen, da, wie im Folgenden gezeigt wird, die Auswir- kungen psychischer Belastungen offenbar aus- geblendet und auch andere Gesundheitsbelas- tungen am Arbeitsplatz unterschätzt werden.

Die Angst um den Arbeitsplatzverlust ist eine Hauptsorge im Sorgenbarometer, das alljährlich vom GfS-Forschungsinstitut Bern im Auftrag der Credit Suisse erstellt wird. Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 litten ca. 51 % der Erwerbstätigen unter hoher psychischer Belastung wegen der Angst, den Ar- beitsplatz zu verlieren. In einer Studie konnten Domenighetti u. a. (2001) aufzeigen, dass diese Sorge Schlafstörungen, Angstzustände und Zu- flucht zu Psychopharmaka auslösen kann. Tritt Arbeitslosigkeit ein, wirkt sich der Ver-lust der Arbeit und die Bemühung um die Existenzsicherung ungünstig sowohl auf die psychi- sche wie auch auf die physische Gesundheit aus (Egger, 2007).

2. Strukturwandel der Arbeitswelt

2.1 Aktuelle Entwicklungen mit Bedeutung für die Gesundheit der Erwerbstätigen


In einem Positionspapier der Deutschen Gesell- schaft für Arbeits- und Umweltmedizin 2004 wurden folgende Problembereiche aufgeführt: ! Allgemeine Phänomene. Neue Technologien und Produktionsverfahren, Globalisierung, steigender Wert des Wirtschaftsfaktors «Gesundheit», Erfordernis lebenslangen Lernens, Zunahme des Dienstleistungssektors, erhöhte sozial-kommunikative Anforderungen, Ver- änderung der Altersstruktur und Zunahme von komplexen Tätigkeitsprozessen. ! Arbeitsorganisation. Beschleunigung von Ver- änderungsprozessen, Veränderung der Ar- beitszeiten mit vermehrter variabler Arbeits- zeitgestaltung, immer stärkere Verflechtung von Arbeit und Nicht-Arbeit bzw. von Ar- beitszeit und Freizeit, Rückgang traditioneller lebenslanger Beschäftigungsverhältnisse, Zu- nahme von temporärer Arbeit, Telearbeit, 1."

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