Wenn die kurativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, bleiben dem
Arzt nur noch palliative Maßnahmen und die psychosoziale Begleitung
seines Patienten. Für viele Ärzte ist dies eine große
Herausforderung. Um schon im Studium auf die Begleitung und
Versorgung Sterbender vorzubereiten, wurde die Palliativmedizin als
neues Pflichtfach in die Ärztliche Approbationsordnung
aufgenommen.
Das Lehrbuch geht dabei sowohl auf medizinische als auch auf
ethische, rechtliche und soziale Aspekte ein. Der Leser erhält
Anleitung zur Kommunikation mit Patienten und Angehörigen, zur
Teamarbeit mit Kollegen aus anderen Bereichen wie z. B. Pflege,
Psycho- oder Musiktherapie ebenso wie zu speziellen Themen wie
Kinder- und Jugendliche am Lebensende und integrativer
Palliativversorgung. In allen Bereichen kommt der
Interprofessionalität eine besondere Bedeutung zu. Die Autoren
geben mit Fragenkatalogen, Ausschnitten aus Patienteninterviews und
Leitfäden wertvolle Anregungen und Hilfen.
Dozentenstimmen zur 1. Auflage: "Sehr schönes Buch, es wurde Zeit, dass es ein für Studenten geeignetes Buch zu diesem Thema auf dem Markt gibt." (Dr. Anne Klenner, Universität Greifswald) "Das Buch wird dem völlig gerecht, was es erfüllen möchte, nämlich Basiswissen vermitteln und das gelingt ausgesprochen gut!" (Dr. Sabine Sedemund-Adib, Universität Lübeck) "Kurz, prägnant, wohltuender Akzent auf konkrete Hilfen im Bereich Kommunikation." (Dr. Johannes Bükki, Universität Erlangen-Nürnberg) "Gutes Basisbuch, kurz und prägnant, guter praxisorientierter Aufbau." (Prof. Dr. Stefan Gesenhues, Universität Essen) "Guter Entwurf im Gegensatz zu gängigen Büchern, viele Gedanken aus der eigenen Arbeit, sehr hilfreich für Lehrveranstaltungen." (Dr. Dieter Siebrecht, Universität Kiel)
Prof. Dr. phil. Martin Schnell, Direktor des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen, Witten.
Dr. med. Christian Schulz, Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin (IZP), Universitätsklinikum Düsseldorf
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Inhaltsangabe
I Einleitung: Eine kurze Geschichte der Palliativmedizin.- Interdisziplinäre Teamarbeit als Ausgangspunkt für Palliativmedizin.- Der Mensch als sterbliches Wesen und die Diversität am Lebensende.- II Der Patient und seine Symptome: Der Patient - Einführung.- Palliativmedizinisches Basisassessment.- Testinstrumente in der Palliativmedizin.- Grundlagen des Symptommanagements.- Pharmazie in der Palliativmedizin.- Symptome in der Palliativmedizin: Fatigue.- Schmerz.- Appetitlosigkeit.- Ernährung.- Übelkeit und Erbrechen.- Dyspnoe.- Husten.- Obstipation.- Obstruktion/Ileus.- Diarrhoe.- Angst/Panikattacken.- Depression.- Verwirrtheit/Delir.- Epileptischer Anfall.- Wunden.- Juckreiz.- Mundpflege.- Durst/Flüssigkeitsgabe.- Finalphase.- Notfälle in der Palliativmedizin.- III Kommunikation und Interaktion: Überbringer schlechter Nachrichten.- Kommunikation mit Sterbenden.- Existentielle Phänomene am Lebensende auf Seiten des Arztes und des Patienten.- Familienzentrierte Medizin, Angehörige.- Diversität, Sinn, Trauer und Spiritualität.- Humor in der Palliativmedizin.- IV Ethik, Interprofessionalität, System: Ethik und Recht.- Interprofessionalität.- Palliativmedizin im gesellschaftlichen System.- V Besondere Felder der Palliativmedizin: Kinder und Jugendliche am Lebensende.- Der alte Mensch am Lebensende.- Integrative Palliativversorgung - soziale Exklusion: Behinderung, Psychiatrie, Forensik am Lebensende.- Anhang