Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes - Keynes, John M.

John M. Keynes 

Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes

Verb. u. um e. Ergänzung d. Aufbaus erg. v. Jürgen Kromphardt u. Stephanie Schneider
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Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes

"Die Lektüre von Keynes' Hauptwerk bereitete bisher gewisse Probleme. Das lag zum einen an der Organisation des Stoffes [...]. Der zweite Grund war die deutsche Übersetzung. Dass es besser geht, beweisen [...] Jürgen Kromphardt, Gründer der deutschen Keynes-Gesellschaft und ein früherer Wirtschaftsweiser, und Stephanie Schneider. Sie haben unzeitgemäße Ausdrücke ersetzt, die den Zugang zum Werk erschwert hatten, und sie besserten allerhand Übersetzungsfehler aus. [...] Also liest sich die neue Ausgabe leichter. Zudem bietet sie ein deutsch-englisches Lexikon volkswirtschaftlicher Begriffe und ein Symbolverzeichnis. Sie ist ein echter Gewinn." Reinhard Blomert, in: DIE ZEIT, März 2007

Die neue 11. Auflage soll die Lesbarkeit von Keynes' Hauptwerk weiter erhöhen und sein Verständnis erleichtern. Deshalb wurde die Übersetzung erneut überarbeitet; außerdem wird von uns der Aufbau des Buches erläutert, damit der Stellenwert der einzelnen Kapitel und die Zusammenhänge zwischen ihnen leichter erkennbar werden.

Jürgen Kromphardt und Stephanie Schneider


Produktinformation

  • Verlag: Duncker & Humblot
  • 2009
  • 11., verb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: XXIX, 343 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 161mm x 20mm
  • Gewicht: 478g
  • ISBN-13: 9783428129126
  • ISBN-10: 3428129121
  • Best.Nr.: 26438485
"Sein Hauptwerk 'Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes' wurde von einer Auswahl konservativer amerikanischer Professoren und Politiker im Jahre 2005 zu den gefährlichsten Büchern des 20. Jahrhunderts gezählt - noch vor den Werken Lenins. Dagegen erklärten Wirtschaftsnobelpreisträger wie James Tobin oder Joseph Stiglitz ihn zum bedeutendsten Ökonomen überhaupt. An dem Briten John Maynard Keynes scheiden sich auch 70 Jahre nach seinem Tod die Geister. Woran liegt es, dass sein Name noch immer so viele Emotionen auslöst? Keynes brach mit der liberalen Idee, der Markt biete stets die beste Lösung. Tatsächlich hatte die unsichtbare Hand des Marktes in der Weltwirtschaftskrise Millionen von Arbeitern auf die Straße gesetzt, und die klassischen Ökonomen empfahlen Lohnsenkungen: Dann, so behaupteten sie, stiege die Beschäftigung und der Arbeitsmarkt würde geräumt. Doch auch zu Hungerlöhnen stellten die Unternehmer niemand ein, denn die Konjunkturaussichten blieben düster und die Nachfrage schwach. Keynes erkannte, dass Kostenvorteile durch Lohnsenkung die eine, sinkende Einkommen der Kundschaft die andere Seite der Medaille waren. Weil Unternehmer auch nicht auf Exporte ausweichen konnten, kam es zur Abwärtsspirale der Depression, aus der nur noch der Staat heraushelfen konnte. Nur öffentliche Arbeiten konnten einen Ausweg aus dem skandalösen Zustand ungenutzter Arbeits- und Geistesressourcen bieten. In den siebziger Jahren war der Keynesianismus fast schon Allgemeingut. Dann wurde die Frage, ob der Staat in die Konjunktur eingreifen soll, wieder zum Gegenstand heißer Dispute. Die sogenannten neuen Klassiker von Milton Friedmann bis Robert Lucas erklärten den Staat selbst zum Sörfaktor in der Wirtschaft. Lohnsenkungen wurden wieder als Heilmittel gegen die Massenarbeitslosigkeit gepriesen, und die klassische Ökonomie dominierte internationale Organisationen. Diese Gegenrevolution wirkt sich bis heute auf die wirtschaftspolitische Praxis aus. Doch die keynesianische Frage bleibt aktuell: Wie kann eine zivilisierte Gesellschaft, die sich die Menschenrechte auf ihre Fahnen geschrieben hat, ein Millionenheer von Arbeitslosen und wachsende Armut rechtfertigen? Die neoklassische Lehre ignoriert nach dieser Sicht, dass Konsumenten erst als Produzenten Einkommen bilden müssen, um Nachfrage zu generieren. Keynes war hier weiter. Daher forderte der Nobelpreisträger Georg Akerlof jüngst als Präsident der American Economic Association (AEA) in der Eröffnungsansprache des AEA-Kongresses in Chicago einen Paradigmenwechsel - zurück zu Keynes. Im vergangenen Jahr erschien eine Neuausgabe des Hauptwerkes in den USA. Die Einleitung schrieb der Princeton-Ökonom Paul Krugmann. Auch eine deutsche Neuausgabe liegt jetzt vor, die große Vorzüge aufweist. Die Lektüre von Keynes' Hauptwerk bereitete bisher gewisse Probleme. Das lag zum einen an der Organisation des Stoffes: Der Biograf Robert Skidelsky empfahl deshalb, nur Kapitel 3, 8 bis 13 und Kapitel 18 zu verstehen. Nach diesem Kanon würde man die sozialphilosophischen Kapitel 23 und 24 verpassen. Der zweite Grund war die deutsche Übersetzung. Dass es besser geht, beweisen nun Jürgen Kromphardt, Gründer der deutschen Keynes-Gesellschaft und ein früherer Wirtschaftsweiser, und Stephanie Schneider. Sie haben unzeitgemäße Ausdrücke ersetzt, die den Zugang zum Werk erschwert hatten, und sie besserten allerhand Übersetzungsfehler aus: 'Entschädigung' statt 'Entgelt' etwa oder 'Schulden' statt 'Finanzanlagen'. Also liest sich die neue Ausgabe leichter. Zudem bietet sie ein deutsch-englisches Lexikon volkswirtschaftlicher Begriffe und ein Symbolverzeichnis. Sie ist ein echter Gewinn." Reinhard Blomert, in: Die Zeit, 01.03.2007 (Nr. 10)

"Sein Hauptwerk 'Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes' wurde von einer Auswahl konservativer amerikanischer Professoren und Politiker im Jahre 2005 zu den gefährlichsten Büchern des 20. Jahrhunderts gezählt - noch vor den Werken Lenins. Dagegen erklärten Wirtschaftsnobelpreisträger wie James Tobin oder Joseph Stiglitz ihn zum bedeutendsten Ökonomen überhaupt. An dem Briten John Maynard Keynes scheiden sich auch 70 Jahre nach seinem Tod die Geister. Woran liegt es, dass sein Name noch immer so viele Emotionen auslöst? Keynes brach mit der liberalen Idee, der Markt biete stets die beste Lösung. Tatsächlich hatte die unsichtbare Hand des Marktes in der Weltwirtschaftskrise Millionen von Arbeitern auf die Straße gesetzt, und die klassischen Ökonomen empfahlen Lohnsenkungen: Dann, so behaupteten sie, stiege die Beschäftigung und der Arbeitsmarkt würde geräumt. Doch auch zu Hungerlöhnen stellten die Unternehmer niemand ein, denn die Konjunkturaussichten blieben düster und die Nachfrage schwach. Keynes erkannte, dass Kostenvorteile durch Lohnsenkung die eine, sinkende Einkommen der Kundschaft die andere Seite der Medaille waren. Weil Unternehmer auch nicht auf Exporte ausweichen konnten, kam es zur Abwärtsspirale der Depression, aus der nur noch der Staat heraushelfen konnte. Nur öffentliche Arbeiten konnten einen Ausweg aus dem skandalösen Zustand ungenutzter Arbeits- und Geistesressourcen bieten. In den siebziger Jahren war der Keynesianismus fast schon Allgemeingut. Dann wurde die Frage, ob der Staat in die Konjunktur eingreifen soll, wieder zum Gegenstand heißer Dispute. Die sogenannten neuen Klassiker von Milton Friedmann bis Robert Lucas erklärten den Staat selbst zum Sörfaktor in der Wirtschaft. Lohnsenkungen wurden wieder als Heilmittel gegen die Massenarbeitslosigkeit gepriesen, und die klassische Ökonomie dominierte internationale Organisationen. Diese Gegenrevolution wirkt sich bis heute auf die wirtschaftspolitische Praxis aus. Doch die keynesianische Frage bleibt aktuell: Wie kann eine zivilisierte Gesellschaft, die sich die Menschenrechte auf ihre Fahnen geschrieben hat, ein Millionenheer von Arbeitslosen und wachsende Armut rechtfertigen? Die neoklassische Lehre ignoriert nach dieser Sicht, dass Konsumenten erst als Produzenten Einkommen bilden müssen, um Nachfrage zu generieren. Keynes war hier weiter. Daher forderte der Nobelpreisträger Georg Akerlof jüngst als Präsident der American Economic Association (AEA) in der Eröffnungsansprache des AEA-Kongresses in Chicago einen Paradigmenwechsel - zurück zu Keynes. Im vergangenen Jahr erschien eine Neuausgabe des Hauptwerkes in den USA. Die Einleitung schrieb der Princeton-Ökonom Paul Krugmann. Auch eine deutsche Neuausgabe liegt jetzt vor, die große Vorzüge aufweist. Die Lektüre von Keynes' Hauptwerk bereitete bisher gewisse Probleme. Das lag zum einen an der Organisation des Stoffes: Der Biograf Robert Skidelsky empfahl deshalb, nur Kapitel 3, 8 bis 13 und Kapitel 18 zu verstehen. Nach diesem Kanon würde man die sozialphilosophischen Kapitel 23 und 24 verpassen. Der zweite Grund war die deutsche Übersetzung. Dass es besser geht, beweisen nun Jürgen Kromphardt, Gründer der deutschen Keynes-Gesellschaft und ein früherer Wirtschaftsweiser, und Stephanie Schneider. Sie haben unzeitgemäße Ausdrücke ersetzt, die den Zugang zum Werk erschwert hatten, und sie besserten allerhand Übersetzungsfehler aus: 'Entschädigung' statt 'Entgelt' etwa oder 'Schulden' statt 'Finanzanlagen'. Also liest sich die neue Ausgabe leichter. Zudem bietet sie ein deutsch-englisches Lexikon volkswirtschaftlicher Begriffe und ein Symbolverzeichnis. Sie ist ein echter Gewinn." Reinhard Blomert, in: Die Zeit, 01.03.2007 (Nr. 10)
Keynes, John M. was born in Cambridge in 1883, son of John Neville Keynes, later registrary of the university; his mother was one of the earliest women students. Educated at Eton and King's, he passed into the Civil Service in 1906, working for three years in the India office. He returned to Cambridge as a Fellow of King's in 1909 and remained a Fellow until his death.

Leseprobe zu "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes"

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Inhaltsangabe

Inhaltsübersicht: Vorworte zur engl. und deutschen Ausgabe 1936 von J.M.K. - Erläuterungen zum Aufbau dieses Buches - ERSTES BUCH: Einleitung: 1. Kapitel: Die allgemeine Theorie - 2. Kapitel: Die Postulate der klassischen Ökonomie - 3. Kapitel: Das Prinzip der effektiven Nachfrage - ZWEITES BUCH: Definitionen und Ideen: 4. Kapitel: Die Wahl der Einheiten - 5. Kapitel: Erwartung als Bestimmungsgrund von Produktion und Beschäftigung - 6. Kapitel: Die Definition von Einkommen, Ersparnis und Investition - Anhang über die Nutzungskosten - 7. Kapitel: Weitere Betrachtung der Bedeutung von Ersparnis und Investition - DRITTES BUCH: Die Konsumneigung: 8. Kapitel: Die Konsumneigung: 1. Die objektiven Faktoren - 9. Kapitel: Die Konsumneigung: 2. Die subjektiven Faktoren - 10. Kapitel: Die marginale Konsumneigung und der Multiplikator - VIERTES BUCH: Die Anreize zu investieren: 11. Kapitel: Die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals - 12. Kapitel: Der Stand der langfristigen Erwartung - 13. Kapitel: Die allgemeine Theorie des Zinssatzes - 14. Kapitel: Die klassische Theorie des Zinssatzes - Anhang über den Zinssatz in Marshalls "Principles of Economics", in Ricardos "Principles of Political Economy" und anderweitig - 15. Kapitel: Die psychologischen und betrieblichen Anreize zur Liquidität - 16. Kapitel: Verschiedene Betrachtungen über das Wesen des Kapitals - 17. Kapitel: Die wesentlichen Eigenschaften von Zins und Geld - 18. Kapitel: Neuformulierung der allgemeinen Theorie der Beschäftigung - FÜNFTES BUCH: Nominallöhne und Preise: 19. Kapitel: Änderungen in den Nominallöhnen - Anhang über Professor Pigous "Theory of Unemployment" - 20. Kapitel: Die Beschäftigungsfunktion - 21. Kapitel: Die Theorie der Preise - SECHSTES BUCH: Von der Allgemeinen Theorie angeregte kurze Bemerkungen: 22. Kapitel: Bemerkungen über den Konjunkturzyklus - 23. Kapitel: Bemerkungen über den Merkantilismus, die Wuchergesetze, gestempeltes Geld und Theorien der Unterkonsumption - 24. Kapitel: Schlußbetrachtungen über die Sozialphilosophie, zu der die Allgemeine Theorie führen könnte - Symbolverzeichnis - Vokabularium - Namenregister - Sachregister
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