Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Einen erhellenden Einblick in die moderne Arbeitswelt findet Rezensentin Ulla Fölsing in der großen Sozialreportage "Ein halbes Leben". Der von dem Soziologen und Bourdieu-Experten Franz Schulheis herausgegebene Gesprächsband versammelt nach ihren Angaben Beiträge von 50 Wissenschaftlern, die Berufstätige aus den verschiedensten Branchen von der Reinigungskraft über den Zimmermann und den Postbeamten bis zum Banker, Anwalt und Oberarzt nach ihren Sorgen, Nöten, Hoffnungen, Erwartungen und den Veränderungen der Berufswelt in den letzten zwanzig Jahren befragt haben. Die höchst individuellen Porträts vermitteln laut Fölsing einen Eindruck von der Fülle an unterschiedlichen Arbeitsrealitäten. Auch wenn die Herausgeber auf einen zentralen Befund verzichten, wird für sie deutlich, dass Arbeit heute fast das ganze Dasein bestimmt und die Arbeitsintensität in den letzten zwanzig Jahren enorm zugenommen hat.
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Entstanden ist so ein hinreißendes Lesebuch, das Berufsmenschen zum Vorschein bringt, die trotz aller Distanz zur Arbeit, mit der sie sich ernähren, leidenschaftlich an dem hängen, was sie tun.[...] "Ein halbes Leben" empfiehlt sich aber ausdrücklich auch als Lesebuch. [...] Das Buch sollte zur Pflichtlektüre all derer erhoben werden, die in ihren Betrieben dazu befugt sind, über Arbeitsplätze und deren Organisation zu verfügen. (fr-online.de, 27.08.2010) Wer gewerkschaftlich aktiv oder im Sozialbereich tätig ist, kommt um dieses Buch kaum herum. Aber auch für die politische Arbeit wäre es lohnend, das weite Feld unserer Arbeitswelten als eine Hauptquelle der allgemeinen Verunsicherung, von Frust und wachsender Wut besser zu kennen. (Sachbuch Arbeitswelt, 07.10.10) Das Vorbild der bourdieuschen Sozialreportage erweist sich als äußerst erfolgreich. Die Einbeziehung von nahezu 50 SozialwissenschaftlerInnen mit unterschiedlichem biografischem und wissenschaftlichem Hintergrund führt zu verschiedenartigsten Feldzugängen und vermittelt ganz unterschiedliche Sichtweisen. Die Kombination von dichter Beschreibung und auszugsweisen Originalinterviews erleichtert die Lektüre, ist hochinformativ und regt zugleich zu eigenem Nachdenken an. [...] Ein interessantes Lesebuch, das vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt der Klienten der Sozialarbeit eröffnet und zugleich interessantes Material zur Deutung der Entwicklung der Sozialen Arbeit bietet. Eine methodisch saubere wissenschaftliche Arbeit, die viele Anregungen gibt und zugleich ein unterhaltsames Lesebuch darstellt, in dem man immer wieder einzelne Kapitel mit Gewinn lesen kann. (socialnet.de, 13.10.2010) Das Buch gleicht einem schillernden Kaleidoskop, das einen kostbaren Einblick in die Arbeitswelt unter dem Vorzeichen eines neuen Geistes des Kapitalismus bietet. (moneycab.com 18.08.2010) Den Autoren rund um den St. Galler Soziologen Franz Schultheis ist eine methodische saubere Arbeit gelungen, die sich ebenso als unterhaltsamen Lesebuch eignet. (Der Arbeitsmarkt, 1-2/2011)
Entstanden ist so ein hinreißendes Lesebuch, das Berufsmenschen zum Vorschein bringt, die trotz aller Distanz zur Arbeit, mit der sie sich ernähren, leidenschaftlich an dem hängen, was sie tun.[ ] Ein halbes Leben empfiehlt sich aber ausdrücklich auch als Lesebuch. [ ] Das Buch sollte zur Pflichtlektüre all derer erhoben werden, die in ihren Betrieben dazu befugt sind, über Arbeitsplätze und deren Organisation zu verfügen. (fr-online.de, 27.08.2010) Wer gewerkschaftlich aktiv oder im Sozialbereich tätig ist, kommt um dieses Buch kaum herum. Aber auch für die politische Arbeit wäre es lohnend, das weite Feld unserer Arbeitswelten als eine Hauptquelle der allgemeinen Verunsicherung, von Frust und wachsender Wut besser zu kennen. (Sachbuch Arbeitswelt, 07.10.10) Das Vorbild der bourdieuschen Sozialreportage erweist sich als äußerst erfolgreich. Die Einbeziehung von nahezu 50 SozialwissenschaftlerInnen mit unterschiedlichem biografischem und wissenschaftlichem Hintergrund führt zu verschiedenartigsten Feldzugängen und vermittelt ganz unterschiedliche Sichtweisen. Die Kombination von dichter Beschreibung und auszugsweisen Originalinterviews erleichtert die Lektüre, ist hochinformativ und regt zugleich zu eigenem Nachdenken an. [ ] Ein interessantes Lesebuch, das vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt der Klienten der Sozialarbeit eröffnet und zugleich interessantes Material zur Deutung der Entwicklung der Sozialen Arbeit bietet. Eine methodisch saubere wissenschaftliche Arbeit, die viele Anregungen gibt und zugleich ein unterhaltsames Lesebuch darstellt, in dem man immer wieder einzelne Kapitel mit Gewinn lesen kann. (socialnet.de, 13.10.2010) Das Buch gleicht einem schillernden Kaleidoskop, das einen kostbaren Einblick in die Arbeitswelt unter dem Vorzeichen eines neuen Geistes des Kapitalismus bietet. (moneycab.com 18.08.2010) Den Autoren rund um den St. Galler Soziologen Franz Schultheis ist eine methodische saubere Arbeit gelungen, die sich ebenso als unterhaltsamen Lesebuch eignet. (Der Arbeitsmarkt, 1-2/2011)
Franz Schultheis (Dr. phil.) ist Professor für Soziologie am Soziologischen Seminar der Universität St. Gallen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Transformationen der Arbeitswelt, ethnologische Ansätze der Beobachtung, die Analyse sozialpolitischer Praxis, die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Schweizer Gegenwartsgesellschaft sowie materielle Lebensbedingungen und kulturelle Lebensstile unterprivilegierter Schichten.
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