Die Reihe der Tage ein einziger Tag - Rifka, Fuad

Fuad Rifka 

Die Reihe der Tage ein einziger Tag

Lyrik. Arabisch-Deutsch

Aus d. Arab. v. Fouad el-Auwad
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Produktinformation

  • Verlag: Schiler Verlag
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 199 S.
  • Seitenzahl: 200
  • Best.Nr. des Verlages: B0147
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 129mm x 18mm
  • Gewicht: 255g
  • ISBN-13: 9783899301472
  • ISBN-10: 3899301471
  • Best.Nr.: 20935551
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.07.2007

Derwisch der Wege
Eine Begegnung mit dem libanesischen Dichter und Übersetzer Fuad Rifka
Eines Tages vor fast fünfzig Jahren ging der libanesische Philosophie-Student Fuad Rifka aus Langeweile ins Goethe-Institut in Beirut, nahm in der Bibliothek wahllos ein Buch aus dem Regal und begann an einer beliebigen Stelle zu lesen. Es war eine englisch-deutsche Ausgabe, und Rifka, der damals noch kein Deutsch konnte, las gebannt, im Stehen, die englischen Verse. Nach einer Stunde selbstvergessenen Lesens blickte er auf den Buchumschlag: Es waren Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien”. Kurzerhand steckte er das Buch unters Hemd und ging damit nach Hause. Wochen später gestand er dem Institutsleiter, was er getan hatte: „Der lachte lauthals und schenkte mir das Buch. Ich besitze es bis heute als Erinnerung.”
Fuad Rifka ist heute selbst Lyriker, einer der bedeutendsten des Libanon, und erster Übersetzer Rilkes ins Arabische. Für den 77-jährigen Philosophieprofessor war die erste Begegnung mit der deutschen Dichtung der Beginn seines Weges, der ihn letztlich in sein „Zuhause im deutschen Denken” führte. Erst kürzlich war er wieder im Hölderlinturm in …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.02.2007

Humus der Begeisterung
Der Libanese Fuad Rifka mit einem neuen Gedichtband

Unter den großen arabischen Lyrikern der Aufbruchgeneration - hierzulande kennt man vor allem Adonis oder den ein wenig jüngeren Mahmud Darwish - nimmt der 1930 geborene Libanese Fuad Rifka eine Sonderstellung ein. Während sich Adonis nach Frankreich, andere, wie die Iraker Badr Shakir As-Sayyab oder Abdul Wahhab al-Bayyati in den englischsprachigen Raum hin orientierten - beide sind, wie nun auch Rifka, im Verlag Hans Schiler auf Deutsch zu entdecken - war Rifka der einzige, den es nach Deutschland zog. In der Zeitschrift der Beiruter Avantgardelyriker, dem 1957 gegründeten Magazin "Shi'r" ("Dichtung"), publizierte er neben seinem eigenen Frühwerk erstmals auf Arabisch Gedichte von Hölderlin, Rilke, Trakl und anderen. In den sechziger Jahren wurde er in Tübingen über die Ästhetik Heideggers promoviert, den er selbst noch kennenlernte. Der wilden Heidegger-Rezeption, die unter arabischen Intellektuellen grassiert, hat er als einziger solide Kenntnisse entgegenzusetzen. Der große Vermittler bekam 2001 den Friedrich-Gundolf-Preis. Er hat aber auch ein eigenes eminentes …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Stefan Weidner schreibt eine Leseaufforderung. Zwar stößt der Rifka-Kenner Weidner im Spätwerk des "letzten großen christlich-arabischen Dichters" Fuad Rifka nicht auf Überraschungen, aber das ist auch nicht nötig. Der "typische Ton" aus Melancholie und Begeisterung in Rifkas vierten auf Deutsch erschienenen Lyrikband hält den Rezensenten bei Laune. Weidner bewundert das Epiphanische mancher Texte und ihren Verzicht auf lyrischen Pomp, der allerdings nicht durch Beliebigkeit ersetzt wird. Für Weidner entwickeln die Gedichte so die Wirkung eines guten Mantras.

© Perlentaucher Medien GmbH
Fuad Rifka wurde 1930 in Syrien geboren, wuchs im Libanon auf, studierte in Beirut und war Mitbegründer der literarischen Avantgarde-Zeitschrift SHI'R (Poesie). Er promovierte 1965 in Tübingen über die Ästhetik bei Heidegger. Er lehrt in Beirut Philosophie und übersetzt Hölderlin, Rilke, Trakl, Novalis und Goethe. Die deutsche Lyrik, sagt er, ist "ein Freund, mit dem ich ruhig im selben Haus wohnen kann." Für seine einzigartige Vermittlertätigkeit erhielt er im Herbst 2001 den Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.¶¶

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