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Norman G. Finkelstein 

Antisemitismus als politische Waffe

Antisemitismus als politische Waffe - Finkelstein, Norman G.

Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte. Mit e. Vorw. v. Felicia Langer

  • Einband: Gebunden
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SZ-Rezension Perlentaucher-Notizen
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Produktinformation
  • Verlag: Piper
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 387 S. m. 6 Abb.
  • Seitenzahl: 387
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 134mm x 37mm
  • Gewicht: 542g
  • ISBN-13: 9783492048613
  • ISBN-10: 3492048617
  • Best.Nr.: 20756795

Produktbeschreibung zu "Antisemitismus als politische Waffe"

Kurzbeschreibung

An Norman G. Finkelstein scheiden sich die Geister. Ist er ein jüdischer Dissident, wie Hannah Arendt zu ihrer Zeit, dessen Bestseller "Die Holocaust-Industrie" die Wirkung der großen Polemik hatte (Lorenz Jäger, FAZ), oder ist er nur ein Verschwörungstheoretiker, wie seine wissenschaftlichen Gegner sagen? Wieder greift er ein heißes Eisen auf: Israel und viele seiner Fürsprecher, besonders in den USA, benutzten den Antisemitismus, so Finkelstein, um die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern zu bemänteln, sich gegen Kritik zu immunisieren. Detailliert belegt er, wie der Antisemitismusvorwurf immer dann eingesetzt wird, wenn die aus seiner Sicht berechtigte Kritik am Vorgehen in den besetzten Gebieten zu laut wird. Zu Unrecht sieht die israelische Politik sich als Opfer, sagt Finkelstein. Durch Wahrheit und Klarheit, nicht durch falsche Rücksichtnahme, bekämpft man den Antisemitismus am wirkungsvollsten. Darin unterstützt den Autor die israelische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer mit ihrem Vorwort.

Beschreibung

Norman Finkelsteins polemisches Plädoyer gegen die Instrumentalisierung des Holocaust und den Mißbrauch der Geschichte.

An Norman G. Finkelstein scheiden sich die Geister. Ist er »ein jüdischer Dissident, wie Hannah Arendt zu ihrer Zeit«, dessen Bestseller »Die Holocaust-Industrie« die Wirkung der großen Polemik« hatte (Lorenz Jäger, FAZ), oder ist er nur ein Verschwörungstheoretiker, wie seine wissenschaftlichen Gegner sagen? Wieder greift er ein heißes Eisen auf: Israel und viele seiner Fürsprecher, besonders in den USA, benutzten den Antisemitismus, so Finkelstein, um die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern zu bemänteln, sich gegen Kritik zu immunisieren. Detailliert belegt er, wie der Antisemitismusvorwurf immer dann eingesetzt wird, wenn die aus seiner Sicht berechtigte Kritik am Vorgehen in den besetzten Gebieten zu laut wird. Zu Unrecht sieht die israelische Politik sich als Opfer, sagt Finkelstein. Durch Wahrheit und Klarheit, nicht durch falsche Rücksichtnahme, bekämpft man den Antisemitismus am wirkungsvollsten. Darin unterstützt den Autor die israelische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer mit ihrem Vorwort.

Leseprobe zu "Antisemitismus als politische Waffe"

Norman G. Finkelstein

Antisemitismus als politische Waffe

Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte

Vorwort von Felicia Langer

Antisemitismus als politische Waffe ist ein Thema, das dringend einen Autor gesucht hat - es hat ihn in Norman Finkelstein gefunden, einem Autor, der bisher schon einiges gewagt hat. Wie das vorliegende Buch bezeugt, ist er dem Thema gewachsen; die Genauigkeit und Akribie seiner Recherchen und Analysen sind bewundernswert.

Im ersten Teil des Buches befaßt sich der Autor vor allem mit der Instrumentalisierung von Antisemitismus durch die proisraelische Lobby in den USA und in Europa, zugunsten der israelischen Politik. Immer wenn die Gefahr besteht, die internationale Gemeinschaft könnte mit verstärktem Druck von Israel verlangen, die besetzten Gebiete gemäß dem Völkerrecht zu räumen, wird, so Finkelsteins Analyse, ein neuer Antisemitismus inszeniert: "eine weitere, bis ins kleinste Detail durchkomponierte Oper, die den Zuschauern medienwirksam die erschrecklichen Ausmaße des weltweiten Antisemitismus vor Augen führen soll."

Mit ihrem Antisemitismusvorwurf bezwecken die …

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06.06.2006

Kronzeuge mit Chuzpe
Norman G. Finkelstein zieht erneut gegen Israel zu Felde
Die schärfsten Kritiker der überzogenen Militäreinsätze gegen die Palästinenser kommen aus der israelischen Bevölkerung selbst. Die Israelis befürworten auch mehrheitlich eine Zweistaatenlösung. Gleichwohl wäre es absurd, wenn die israelische Regierung ihre innenpolitischen Gegner in der Palästinapolitik des Antisemitismus zeihen würde. Doch eben dies unterstellt Norman G. Finkelstein. Er beklagt den Antisemitismusverdacht, mit dem Israel und sein großer amerikanischer Verbündeter die Kritiker ihrer gemeinsamen Palästina-Politik belegen. Dabei geht es um die Verurteilung des repressiven Vorgehens gegen Palästinenser, sei es die Siedlungspolitik, sei es der in palästinensisches Gebiet einschneidende Bau einer Mauer, sei es die gezielte Tötung militanter Palästinenser. Israel exkulpiert laut Finkelstein seine rigide Palästina-Politik mit seiner historischen Opferrolle und sabotiert zugleich die legitimen Interessen der Palästinenser an einem autonomen Staat. Dies sind Töne einer ideologisch vorgeprägten Dämonisierung Israels, wie sie üblicherweise aus dem Munde …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

30.03.2006

Kein Zündstoff, kein Stein des Anstoßes, "kein Skandal". Nichts an Norman G. Finkelsteins Studie über den "Antisemitismus als politische Waffe" ist - anders als bei seinem Werk über die Holocaust-Industrie - umstritten oder bestreitbar, meint Rezensent Hans-Martin Lohmann. Der Autor übt gleichermaßen an Israel und den USA Kritik für ihren Umgang mit dem nationalsozialistischen Völkermord. Er moniert, dass hier unter dem Mantel des Vorwurfs von Antisemitismus systematisch Völker- und Menschenrecht gebrochen würden. Ja, das beklagten auch amnesty international und Human Rights Watch, stellt Lohmann fest. Was der Rezensent gleichwohl gegen Finkelsteins Werk einzuwenden hat, ist, dass dieser mit keiner Silbe darauf eingeht, dass die israelische Angst, die empfindliche Reaktion auf antisemitische Tendenzen, ja doch gerechtfertigt sein könnte, wo es um den erklärten Willen von "Teilen der islamisch-arabischen Welt" geht, den Staat Israel auszulöschen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Man kann die Vielfalt und Seriosität der von Finkelstein herangezogenen Geschichts- und Rechtsquellen kaum genug hervorheben." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Rezensionen und Kritik

»Man kann die Vielfalt und Seriosität der von Finkelstein herangezogenen Geschichts- und Rechtsquellen kaum genug hervorheben.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Autorenporträt zu "Norman G. Finkelstein"

Der Politologe Norman C. Finkelstein, geboren 1953, promovierte an der Princeton University über die Theorie des Zionismus. Der Sohn jüdischer Holocaust-Überlebender lehrte langjährig an der City University in New York und lehrt heute an der DePaul University in Chicago. Veröffentlichung mehrerer Sachbücher, die international diskutiert wurden.

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