Die Entschlüsselung des Himmels - Marchant, Jo

Jo Marchant 

Die Entschlüsselung des Himmels

Der erste Computer - ein 2000 Jahre altes Rätsel wird gelöst

Übersetzung: Niehaus, Monika
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Die Entschlüsselung des Himmels

Ein Da-Vinci-Code aus dem wirklichen Leben: das Geheimnis von Antikythera

Das Rätsel um den ältesten Computer der Welt
Eigentlich dürfte es ihn gar nicht geben, so modern ist er: der mechanische Kalendercomputer von Antikythera, ein Apparat, mit dem die Griechen um 100 vor Christus verschiedenste Kalendarien und Zeitz yklen vorausberechnen konnten, dazu die Bewegung der Himelskörper, den Verlauf von Sonne und Mond durch den altägyptischen Tierkreis und vieles mehr. Eine analoge Rechenmaschine auf hohem Niveau, die ohne Strom und Programmabstürze auskam. Seit hundert Jahren fasziniert dieser Fund die Forscher. Seine Entdeckung, Rekonstruktion und allmähliche Enträtselung sind eine schillernde Abenteuergeschichte, von Jo Marchant mitreißend erzählt.
"Ein versunkener Schatz. Ein mysteriöses Artefakt. Verwitterte Inschriften. Krieg akademischer Egos. Eine Technik, die ihrer Zeit tausend Jahre voraus ist. Die Geschichte klingt wie pulp fiction .
Aber alles ist wahr." The Independent

"Wie ein Da Vinci Code aus dem wirklichen Leben." The Telegraph


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 297 S., 8 meist farb. Bildtaf. u. 1 Übers.-Kte.
  • Seitenzahl: 304
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 151mm x 28mm
  • Gewicht: 490g
  • ISBN-13: 9783498045173
  • ISBN-10: 3498045172
  • Best.Nr.: 29904857

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Für Michael Stallknecht bietet dieses Buch Wissenschaftsjournalismus at its best. Spannend und voller Erkenntnismöglchkeiten scheint ihm der Band, wenn die Autorin Jo Marchant nicht nur die Geschichte des Antikythera-Mechanismus' erzählt, sondern auch noch von den Ränken und Zufällen seiner Erforschung über die Jahrzehnte. Stallknecht regt das zu Mutmaßungen an über die Bedeutung des technischen Fortschritts innerhalb der Weltgeschichte allgemein und im Hellenismus im Speziellen. Und das alles auf eine Art verfasst, so versichert der Rezensent, die auch dem Laien Datierungsmethoden und Röntgentechnik verständlich macht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.01.2011

Wie ein elender Klumpen aus Bronze und Holz den Himmel entschlüsseln hilft

So löst sich ein zweitausend Jahre altes Rätsel um den ersten Computer: Der Autorin Jo Marchant gelingt die heroische Rekonstruktion eines unmöglichen Fundes.

Bei einem Tauchgang nach Schwämmen stießen griechische Taucher im Jahr 1900 in rund sechzig Meter Tiefe vor der heute Antikythera genannten Insel nordwestlich von Kreta auf eine antike Schiffsladung. Sie beinhaltete den größten Schatz antiker griechischer Bronzen jener Zeit sowie einen noch viel bedeutenderen, 1901 entdeckten Schatz, der Furore machen sollte - einen formlosen, korrodierten Klumpen aus Bronze und Holz. Die Geschichte dieses Schatzes von seiner Entdeckung bis zu seiner modernen Interpretation beschreibt Jo Marchant in dem Buch "Die Entschlüsselung des Himmels".

Als ein Mitarbeiter des Archäologischen Nationalmuseums in Athen bald nach dem Bergen des Schatzes den Museumsdirektor, Valerios Staïs, auf den unansehnlichen Klumpen aufmerksam machte, erkannte dieser darin ziemlich schnell die ersten Zahnräder. Deren Zahl gab er schließlich mit mindestens fünfzehn an, außerdem fand er Skalen, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.03.2011

Als der Computer noch Zahnräder hatte
Jo Marchant erzählt von der Erforschung der frühesten astronomischen Uhr
Was, wenn die alten Griechen nicht nur in Philosophie und Kunst Europa die entscheidenden Impulse gegeben hätten, sondern auch in der Technik? Gleich das erste antike Schiffswrack, dessen Inhalt im Jahr 1900 vor der Insel Antikythera geborgen wurde, enthielt Überreste auch eines bedeutenden technischen Artefakts, die man im Archäologischen Nationalmuseum zu Athen bezeichnenderweise lange übersah. Der „Mechanismus von Antikythera“ zeigte, wie man inzwischen weiß, mittels eines Zahnradsystems auf seiner Vorderseite den Umlauf der Sonne, des Mondes und wahrscheinlich der Planeten im Tierkreis und Kalenderjahr sowie die Mondphasen. Auf der Rückseite – mathematische Annäherungen funktionieren auch in einem geozentrischen Weltbild – ließen sich weitere wichtige Kalenderzyklen mit dem Sonnenjahr abgleichen sowie vergangene oder zu erwartende Sonnen- und Mondfinsternisse anzeigen.
Das nur wenige Zentimeter hohe Maschinchen ist, wie die britische Wissenschaftsjournalistin Jo Marchant nun in „Die Entschlüsselung des Himmels“ schreibt, „das …

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Jo Marchant ist Wissenschaftsjournalistin und lebt in London. Sie studierte Naturwissenschaften und Medizin und promovierte zum Doktor der medizinischen Mikrobiologie. Drei Jahre lang war sie Redakteurin des renommierten Magazins "Nature", bevor sie sich selbständig machte. Seitdem erscheinen ihre Artikel in Publikationen wie "Wired", "The Guardian" und "The Economist". Gegenwärtig ist sie zudem Fachberaterin für das Magazin "New Scientist ".

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