Viele antike Mythen ranken sich um starke,faszinierende
Frauengestalten. Sie sind betörend, anziehend und intelligent aber
auch gefährlich, furchteinflößend und todbringend. Die allwissenden
Sirenen lockten mit ihrem berückenden Gesang vorbeifahrende Schiffe
an und töteten die Seeleute. Medusas Blick ließ jeden sofort und
unwiderruflich zu Stein erstarren. Die Sphinx verschlang alle, die
ihr Rätsel nicht lösen konnten.
Begegnungen mit diesen Wesen haben nur Odysseus, Orpheus und wenige
andere Helden überlebt. Nicht alle weiblichen Gestalten der antiken
Mythen waren derart gefährlich, aber oft rachsüchtig und
unberechenbar: Rasende Mänaden im Gefolge des Weingottes Dionysos,
Medea, die ihre Rivalin mit einem Brautgeschenk vergiftete,
kriegerische Amazonen, die gegen die mächtigsten Heere der Antike
kämpften.
Lambert Schneider und Martina Seifert spüren diesen Mythen nach:
Was sagen diese Erzählungen über das Bild der Frau in der Antike
aus? Wie sind sie entstanden? Wie wurden sie in Kunst und Literatur
verarbeitet und über die Jahrhunderte verändert?
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