Domitian. Der römische Kaiser und seine Zeit - Schall, Ute

Ute Schall 

Domitian. Der römische Kaiser und seine Zeit

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Domitian. Der römische Kaiser und seine Zeit

Der römische Kaiser Titus Flavius Domitianus (81- 96 n. Chr.) wird selbst von der strengen Wissenschaft in einem Atemzug mit den größten Despoten der Weltgeschichte genannt.
Von früher Jugend an fühlte sich Domitian seinem älteren Bruder Titus hintangesetzt. Er litt an Minderwertigkeitskomplexen, die erst seine eigene Thronbesteigung nach dem Tod des Bruders (dem er nach allgemeiner Ansicht nachgeholfen habe) vorübergehend kompensierte.
Die überraschenden Züge seines Wesens könnten gegensätzlicher kaum sein: Sanftmut mischte sich mit beispielloser Grausamkeit, er war launenhaft, aufbrausend und schüchtern zugleich, von fast kindlicher Naivität und doch auch von messerscharfem Verstand, schon als Jüngling von großer Sehnsucht getragen und einem schier zügellosen Ehrgeiz geprägt.
Zu Domitians bleibenden Verdiensten um das Römische Reich zählt die Einverleibung des Gebiets der Chatten und die Anlage des Obergermanischen Limes.
Die vorliegende Biografie versucht, sich dem Rätsel Domitian vorsichtig zu nähern, seiner Kindheit und Jugend, die ganz im Schatten seines Bruders standen, dem lange ersehnten Aufstieg zur Macht und der allmählichen Entdeckung der Möglichkeiten, die sie ihrem Besitzer bietet, bis hin zu seinem tragischen Ende.


Produktinformation

  • Verlag: Acabus
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 300 S. 205 mm
  • Seitenzahl: 315
  • ACABUS Biografie
  • Best.Nr. des Verlages: 16028
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 139mm x 27mm
  • Gewicht: 424g
  • ISBN-13: 9783862820337
  • ISBN-10: 3862820335
  • Best.Nr.: 32980392
Ute Schall, geboren 1947 in Buchen/Odenwald, veröffentlicht seit mehr als 20 Jahren Essays und Bücher zu althistorischen Themen.

Blick ins Buch "Domitian. Der römische Kaiser und seine Zeit"


Leseprobe zu "Domitian. Der römische Kaiser und seine Zeit"

"Domitian frühe Herrscherjahre:
Titus Flavius Domitianus, der dritte in der Reihe der flavischen Herrscher, hat bisher von der Geschichtsschreibung noch keine gerechte Beurteilung erfahren. War er wirklich so schlecht, wie ihn die Alten, Zeitgenossen oder auch nicht, darstellten, ein Ausbund an Grausamkeit und Verworfenheit, der Rom nach der angenehmen Herrschaft seines Vaters und seines Bruders das Fürchten lehrte?
Die Aufzeichnungen des Suetonius Tranquillus, der um 70 n. Chr. geboren wurde, seine Jugend unter Domitian verbrachte und aus eigener Erinnerung zu berichten wusste, geben nicht allzu viel her. Sie beschränken sich auf den üblichen Klatsch und schlüpfrige Anekdoten, die über Vespasians jüngeren Sohn im Umlauf waren. Zum Charakter des letzten Flaviers dringen sie nicht vor. Und auch das Zeugnis anderer Zeitgenossen, etwa das des Jüngeren Plinius, ist kaum geeignet, ein objektives Bild dieses Menschen zu zeichnen. Zu sehr ist seine Überlieferung von Hass und Verachtung geprägt, seltsam genug bei einem Mann, der von Domitian in seiner Karriere stark gefördert wurde, wenn er dies nach dessen Tod auch heftig bestritt. In einem Panegyricus auf Kaiser Trajan bezeichnete Plinius Domitian gar als furchtbares Unheil, immanissima belua, eine Charakterisierung, die von Plinius Nachfolgern bereitwillig aufgenommen wurde und einen Großteil der Lehre über den letzten Flavier bis heute beherrscht.
Nur unzureichend wurde der Versuch unternommen, auch Domitians gute Seiten hervorzuheben, seine unermüdliche Aufopferung für das Reich und seine persönliche Integrität. Er war ein Meister der Jurisprudenz, was selbst Sueton zugeben muss3, ein hervorragender Verwalter, ein tüchtiger Heerführer und ein beständiger Förderer von Wissenschaft und Kunst.
Aber der negative Eindruck in der antiken Berichterstattung überwiegt. Ein Opfer seiner Launen soll er gewesen sein, ständigen Stimmungsschwankungen unterworfen und zuletzt ein an Körper und Seele kranker Mensch. So wurde er nach allgemeiner Auffassung zum wütenden Tyrannen, der das Andenken seines Vaters und seines Bruders in den Schmutz zog und deren Leistungen durch seine schrankenlose Willkür zunichte machte.
Was aber ist von einem Menschen zu erwarten, der sich, zweifellos intelligent und überdurchschnittlich begabt, auf einmal im Rampenlicht sieht, an der Spitze des größten Reiches, das die abendländische Welt jemals sah, dem die Vorsehung die umfassendste Macht in die Hände gelegt hat, über die je ein Mensch verfügte? Aller Augen richteten sich mit einem Mal auf ihn, der darauf kaum vorbereitet worden war.
Zweifellos war Vespasians jüngerer Sohn ein exzentrischer Mann, ja nach Ansicht mancher Historiker bewegte er sich am Rande des Wahnsinns. Schon seinem Vater gegenüber soll er gelegentlich den Anschein des Verrückten erweckt haben.4 Normal, was immer man darunter verstehen mag, war Domitians Verhalten sicherlich nicht, nicht einmal nach den Begriffen Roms, das gerade in dieser Hinsicht einige Erfahrungen aufzubieten hatte. Aber konnte man, wenn man seinen frühen Lebenslauf betrachtet, überhaupt erwarten, dass er sich normal entwickelte?
Wie soll ein gesunder, vor Kraft strotzender, aber kleiner Baum gedeihen, der sich stets im Schatten eines großen befindet? Fast krankhaft ehrgeizig, war der Jüngling dennoch dazu verurteilt, die Bevorzugung seines Bruders ohnmächtig zu ertragen, die Art und Weise, in der sein Vater den älteren Sohn geradezu vergötterte.
Ihn selbst hatte man in die Obhut von Caenis gegeben, der Konkubine Vespasians, und alle seine Bemühungen, sich eine der seines Bruders ebenbürtige Stellung zu verschaffen, waren von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Weder dem Vater noch dem Bruder lag daran, sich von dem oft unbeherrschten, jähzornigen jungen Mann in die Regierungsgeschäfte dreinreden zu lassen. ..."

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