Die Auferweckung der Lärche - Schalamow, Warlam

Warlam Schalamow 

Die Auferweckung der Lärche

Übersetzung: Leupold, Gabriele. Hrsg., m. e. Glossar, Anmerkungen u. Nachw. v. Thun-Hohenstein, Franziska
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Die Auferweckung der Lärche

Mit Die Auferweckung der Lärche liegen nun die 6 Zyklen der Erzählungen aus Kolyma erstmals vollständig auf Deutsch vor. Die insgesamt ca. 1600 Seiten umfassenden Erzählungen zählen zu den eindrucksvollsten literarischen Texten der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts und eröffnen einen immer wieder verstörenden Blick in dessen Abgründe. Der abschließende Band der Erzählungen aus Kolyma wird - wie schon der dritte Band Künstler der Schaufel zwei Erzählzyklen enthalten. Die Werkausgabe wird mit Romanen, Briefen und Gedichten fortgesetzt.


Produktinformation

  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 664 S.
  • Seitenzahl: 664
  • Werke in Einzelbänden Bd.4
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 139mm x 46mm
  • Gewicht: 790g
  • ISBN-13: 9783882215021
  • ISBN-10: 388221502X
  • Best.Nr.: 33361916

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Geradezu wie ein Wunder erscheinen der Rezensentin Katarina Bader Warlam Schalamows Erzählungen aus Kolyma, die mit dem vierten Band "Die Auferweckung der Lärche" nun vollständig auf Deutsch vorliegen. Schalamow erzählt in den meist nur wenige Seiten umfassenden Geschichten einzelne Details, kleine Begebenheiten aus dem großen System des Gulags, oft mit unterschiedlichen Hauptpersonen. Und doch brannten sie sich der Rezensentin ins Gedächtnis: Die Erzählung über das Badehaus, das die Häftlinge als "Willkür" bezeichneten, weil sie statt warmen Wassers nur klirrendes Eis und Nässe zu erwarten hatten und ihnen obendrein noch die Kleidungsstücke gestohlen wurden. Oder die Eloge auf das Graphit, das Schalamow im Bleistift kostbarer wurde als ein Diamant, da er ihm erlaubte, all die Schrecknisse, die ihm in 16 Jahren Lagerhaft widerfuhren, festzuhalten. Als Wunder nun erscheint es Bader, dass Schalamows in harter, rhythmischer Prosa verfasste Texte, auch dank der Übersetzung Gabriele Leupolds, zu reinsten Gedichten werden.

© Perlentaucher Medien GmbH
Warlam Schalamow, geb. 1907 im nordrussischen Wologda als Sohn eines orthodoxen GGeistlichen, ging 1924 nach Moskau, um dort 'Sowjetisches Recht' zu studieren. 1929 wurde er wegen 'konterrevolutionärer Agitation' (Artikel 58) zu Lagerhaft im Ural verurteilt. 1931 kehrte er nach Moskau zurück, wo er 1937 zum zweiten Mal verhaft et wird. Es folgte die Deportierung in die sibirische Kolyma-Region, dem Kältepol der Erde. 1956 durft e er nach Moskau zurückkehren, wo er 1982 starb.

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