Die meisten Amoktäter beschäftigten sich im Vorfeld ihrer Tat mit
vorangegan-genen Amokläufen. Sie glichen Tatwaffen und
Kleidungsstücke der Täter ab und nahmen explizit auf sie Bezug.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Amoktaten imitiert werden
und die Berichterstattung dabei eine wesentliche Rolle einnimmt.
Die hohe mediale Aufmerksamkeit, die Amoktätern zuteilwird,
bestärkt sie in ihrem Wunsch nach temporärer Macht.
Diese Monografie beinhaltet eine wissenschaftliche Untersuchung, in
der systematisch das nachahmungsfördernde Wirkungspotenzial
ausgewählter Medien herausgearbeitet wurde. Die Untersuchung wendet
sich drei zentralen Themen zu: Sie befasst sich mit der Frage,
inwieweit Journalisten und Pressesprecher der Polizei Kenntnis über
nachahmungsfördernde Einfluss-faktoren haben. Sie zeigt auf, in
welcher Form nachahmungsfördernde Ri-sikofaktoren in polizeilichen
Pressemitteilungen und print- bzw. onlineba-sierten
Zeitungsartikeln enthalten sind. Weiterhin werden Print-und
On-lineberichterstattung im Hinblick auf nachahmungsfördernde
Einflussfaktoren verglichen.
Mit dieser Monografie wird der Forschungsstand zum Einfluss der
Amok-berichterstattung auf Nachahmungstaten nicht nur vorgestellt,
sondern erweitert.
Blick ins Buch "Der Nachahmungseffekt von Amoktaten"
Inhaltsangabe
Vorwort Hinweis zur Veröffentlichung Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 1 Einleitung 1.1 Amokberichterstattung - über die Bedeutung von Vorbildern in Zeiten crossmedialer Kooperationen 1.2 Aufbau der Arbeit und thematische Eingrenzung 2 Theoretischer Hintergrund 2.1 Forschungsstand zum Einfluss der Amokberichterstattung auf Nachahmungstaten 2.1.1 Amokberichterstattung und Nachahmung - Begriffsklärungen 2.1.2 Der Zusammenhang zwischen Amokberichterstattung und Nachahmung 2.1.3 Der Werther-Effekt - Erkenntnisse aus der Suizidforschung 2.1.4 Die Übertragbarkeit der Erkenntnisse aus der Suizidforschung auf Amoktaten 2.1.5 Einflussfaktoren, die die Nachahmung von Amoktaten fördern 2.2. Exkurs: Die Tageszeitung im Wandel - über den Einfluss des Internets und crossmedialer Kooperationen 3 Untersuchungsfragen 4 Methodisches Vorgehen 4.1 Zum leitfadengestützten Experteninterview 4.1.1 Durchführungskriterien 4.1.2 Aufbereitung der erhobenen Daten 4.2 Zur qualitativen Inhaltsanalyse 4.2.1 Die Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes 4.2.2 Zum Ablauf der strukturierenden Inhaltsanalyse 5 Ergebnisse 5.1 Die individuelle Kenntnis nachahmungsfördernder Einflussfaktoren... 5.1.1 ... von Redakteuren der Tageszeitungen 5.1.2 ... von Presseverantwortlichen der Polizei 5.1.3 Interpretation 5.2 Die Berücksichtigung nachahmungsfördernder Einflussfaktoren... 5.2.1... in Tageszeitungen 5.2.2 Interpretation 5.2.3 ... in Pressemitteilungen der Polizei 5.2.4 Interpretation 5.3 Nachahmungsfördernde Einflussfaktoren in Online- und Printmedien der Tageszeitungen 5.3.1 Ein Vergleich zwischen Online- und Printartikeln 5.3.2 Interpretation 6 Zusammenfassung und Implikationen für die Polizeiwissenschaft Literaturverzeichnis
Ein Marktplatz-Angebot für "Der Nachahmungseffekt von Amoktaten" für EUR 15,52
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