Die Beiträge in diesem Band konzentrieren sich zum einen auf
grundbegriffliche und systematische Probleme. Sie fragen nach der
Bedeutung des Begriffs des Anderen, v.a. in der zeitgenössischen
Philosophie und Psychoanalyse, und nach der möglichen Abgrenzung
dieses Begriffes von dem des Fremden. Zum anderen geht es in den
Beiträgen aber auch um aktuelle sozialtheoretische Fragen, die sich
am Verhältnis von Inklusion und Exklusion entzünden: Ist der Bezug
auf das Andere und das Fremde notwendiger Bestandteil
gesellschaftlicher Inklusions- und Exklusionsprozesse? Und wie
steht es mit der (menschen)rechtlichen Legitimation solcher
Prozesse? Dabei werden die Texte folgender Autoren einer Analyse
und Kritik unterzog n: Edmund Husserl, Hannah Arendt, Jacques
Derrida, Francois Lyotard, Gilles Deleuze, Julia Kristeva, Antonio
Negri, Ernesto Laclau und Giorgio Agamben. Zusätzlich werden auch
literarische Zeugnisse von Robert Walser und die Filme der Brüder
Dardenne mit der Thematik konfrontiert.Mit Beiträgen von David
Benseler, Christoph Braun, Katja Diefenbach, Lars Distelhorst, Edda
Kapsch, Ralf Krause, Elke Lachert, Sabine Rothemann, Stefanie
Rosenmüller, Susanne Lüdemann und Ruth SondereggerBernd Heiter,
Studium der Philosophie, Soziologie und Germanistik in Berlin und
Konstanz. Vorstandsmitglied der Berliner Gesellschaft für
Philosophie und Wissenschaften der Psyche e.V. Derzeitige
Arbeitsschwerpunkte: Politische Theorie, Rechts- und
Sprachphilosophie. Letzte Veröffentlichung: nicht dermaßen regiert
zu werden. Über juridische Formen, Hartz IV und
Widerstandspraktiken, in: D. Hechler, A. Philipps (Hg.) Widerstand
denken Michel Foucault und die Grenzen der Macht, Bielefeld
2008Christian Kupke, Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft
und Geschichte in Freiburg/Br. und Berlin. Gründungs- und
Vorstandsmitglied der Berliner Gesellschaft für Philosophie und
Wissenschaften der Psyche e.V. Philosoph und Honorardozent mit den
Arbeitsschwerpunkten: Philosophie und Psychoanalyse, Philosophie
und Psychiatrie. Neueste Buchveröffentlichungen: (Hg.) Lévinas
Ethik im Kontext, Berlin 2005; (Hg. zusammen mit M. Heinze, I,
Eckle) Sagbar- Unsagbar, Berlin 2006; (Hg.) Lacan Trieb und
Begehren, Berlin 2007
Bernd Heiter, M.A., Studium der Philosophie, Soziologie und Germanistik, ist Lehrbeauftragter am Otto-Suhr-Institut für politische Wissenschaften der FU Berlin.
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