Finanzmarkt-Kapitalismus - Windolf, Paul (Hrsg.)
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Die meisten Sammelbande haben eine langere Vorgeschichte, und dies gilt auch fur diesen Band. Den AnstoB gaben die Herausgeber der Kolner Zeitschrift flir Soziologie und Sozialpsychologie im Mai 2002 mit dem Vorschlag, ein Sonderheft liber die ge­ genwartig zu beobachtende Transformatio okonomischer und sozialer Institutionen in Deutschland herauszugeben. Ich habe diesen Vorschlag gerne akzeptiert. Das Thema wurde auf einen spezifi­ schen Aspekt des sozialen und okonomischen Wandels fokussiert. Es geht in diesem Band urn die Frage, in welcher Weise das "Modell Deutschland" sich an ein neue…mehr

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Produktbeschreibung

Die meisten Sammelbande haben eine langere Vorgeschichte, und dies gilt auch fur diesen Band. Den AnstoB gaben die Herausgeber der Kolner Zeitschrift flir Soziologie und Sozialpsychologie im Mai 2002 mit dem Vorschlag, ein Sonderheft liber die ge­ genwartig zu beobachtende Transformation okonomischer und sozialer Institutionen in Deutschland herauszugeben. Ich habe diesen Vorschlag gerne akzeptiert. Das Thema wurde auf einen spezifi­ schen Aspekt des sozialen und okonomischen Wandels fokussiert. Es geht in diesem Band urn die Frage, in welcher Weise das "Modell Deutschland" sich an ein neues Pro­ duktionsregime anpasst, das hier als Finanzmarkt-Kapitalismus bezeichnet wird. Der Ti­ tel dient als Chiffre fur einen Transformationsprozess, in dem globale Finanzmarkte einen erheblichen Einfluss auf die Veranderungsrichtung und auf die Veranderungsge­ schwindigkeit einer Gesellschaft ausliben. In vielen Unternehmen sind Investment- und Pensionsfonds die "neuen" Eigentlimer, die haufig liber die Mehrheit des Aktienkapi­ tals verfugen. Der "Fall Mannesmann" (2000) hat gezeigt, dass nicht die Manager, son­ dern die neuen Eigentlimer bestimmen, was mit einem Unternehmen und mit der Be­ legschaft geschieht. 1m Marz 2004 fand eine Konferenz in der Evangelischen Akademie in Bad Herren­ alb statt. Auf dieser Konferenz haben die Autorinnen und Autoren ihre Beitrage vorge­ stellt und diskutiert. Die Konferenz hatte ohne die Unterstlitzung der Fritz Thyssen Stiftung (Koln) nicht stattfinden konnen. Die Thyssen Stiftung hat auch die abschlie­ Bende Edition dieses Bandes unterstlitzt. Dafur mochte ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten beobachten wir die wachsende Bedeutung globaler Finanzmärkte für die nationalen Volkswirtschaften. Investment-Fonds, Analysten und Rating-Agenturen sind zu zentralen Akteuren geworden, die häufig aus entlegenen Winkeln der Erde über das Schicksal großer Unternehmen entscheiden. Dieses neue Produktionsregime, das hier als Finanzmarkt-Kapitalismus bezeichnet wird, ist das zentrale Thema dieses Bandes. In verschiedenen Beiträgen wird gezeigt, dass eine Machtverschiebung zugunsten globaler Finanzmärkte stattgefunden hat und dass die Finanzmarktakteure erheblichen Einfluss auf die Struktur und Strategien der Unternehmen ausüben. Weiterhin wird gefragt, ob das 'Modell Deutschland', dessen zentrale Institutionen bereits vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind und das bis in die 1980iger Jahre als Erfolgsmodell galt, angesichts dieses globalen Wandels noch überlebensfähig ist.
  • Produktdetails
  • Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie Sonderh.45
  • Verlag: Vs Verlag Für Sozialwissenschaften
  • Seitenzahl: 516
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 516 S. 9 SW-Abb.
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 148mm x 29mm
  • Gewicht: 770g
  • ISBN-13: 9783531147390
  • ISBN-10: 3531147390
  • Best.Nr.: 14673461

Autorenporträt

Dr. Paul Windolf ist Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Wirtschaftssoziologie an der Universität Trier.

Inhaltsangabe

- Die neuen Eigentümer

- Finanzmärkte und Produktionsregime

- Finanzmärkte in mikro-soziologischer Perspektive

- Historische Entwicklung

- Geld, Banken und andere Institutionen

- Finanzmärkte und Korporatismus

- Die "neue" soziale Ungleichheit

- Mit Beiträgen von: Werner Abelshauser, Klaus Armingeon, Volker Bornschier, Christoph Deutschmann, Klaus Dörre, Gerald Feldman, Bernd Frick, Stefan Hradil, Cornelia Weins uvm.

Rezensionen

"Es [das Buch] verbindet erste Analysen des neuen Kapitalismus mit gewagten Hypothesen und Feldbeobachtungen und vermittelt dem Leser auf diese Weise ein imponierendes Bild über den aktuellen Diskussions- und Forschungsstand." UTOPIEkreativ, 189-190/2006

"Bei Paul Windolf heißt die Geschichte mit den Elefanten und den Raubtieren 'Finanzmarkt-Kapitalismus'. [...] ein Sammelband [...] mit so ziemlich allen, die in Deutschland in Sachen Wirtschaftsgeschichte einen Namen haben." brand eins, 03/2006