Die Tulpe des Bösen - Kastner, Jörg

Jörg Kastner 

Die Tulpe des Bösen

Roman

Broschiertes Buch
 
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Die Tulpe des Bösen

Amsterdam 1671. Bis vor kurzem hielt das "Tulpenfieber" die Niederlande in Atem gefährliche Spekulationen mit Tulpenzwiebeln kosteten manchen die Existenz. Und nun erschüttern rätselhafte Morde an ehrbaren Bürgern die Stadt. Bei Inspektor Jeremias Katoen läuten die Alarmglocken: Jeder Tote hält das Blütenblatt einer prächtigen Tulpe in der Hand


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 454 S. m. 1 Pln. 190 mm
  • Seitenzahl: 454
  • Knaur Taschenbücher Nr.63636
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 140mm x 29mm
  • Gewicht: 345g
  • ISBN-13: 9783426636367
  • ISBN-10: 3426636360
  • Best.Nr.: 29727448
Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zum Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in zwölf Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover.

Kundenbewertungen zu "Die Tulpe des Bösen" von "Jörg Kastner"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Toebi aus Beckum am 24.02.2012 ***** ausgezeichnet
Bevor man dieses Buch liest, muss man erst einmal die sehr schöne Gestaltung des Schutzumschlags bestaunen. Mit den Spotlackierungen der Tulpen ist der Umschlag ein wahrer Augenschmaus und ein Schmuckstück für das Bücherregal nach dem Lesen. Die weitere Gestaltung geht in diesem Stil weiter, sobald man das Buch aufschlägt. Jörg Kastner versüßt dem Leser den Lesestart mit Kartenmaterial. Im Anschluss folgt die stichwortartige Vorstellung der Protagonisten des Buches. Der Leser wird dann über einige wichtige geschichtliche Hintergründe der Niederlande im 17. Jh. informiert, bevor das Buch mit dem Prolog beginnt. Wem dies noch nicht reicht, der findet am Ende des Buches noch eine Zeittafel.
Dies ist ein spannender Kriminalfall im Amsterdam des 17. Jh. Die Suche nach dem Tulpenmörder hält nicht nur Inspektor Jeremias Katoen in Atem, sondern auch den Leser. Jeremias Katoen ermittelt auch in „Die Farbe Blau“. Das Buch habe ich zuvor nicht gelesen und es ist auch nicht zwingend erforderlich. Die Tulpe des Bösen ist ein in sich abgeschlossener Roman. Aufgrund der mal wieder sehr guten Recherchearbeit von Jörg Kastner bleiben am Ende keine Fragen offen, nur dass die Neugier geweckt wird, um noch mehr über die Niederlande und die Geschichte der Tulpe zu erfahren. Bei diesem Buch wird es dem Leser an nichts mangeln, es ist alles vorhanden: Spannung, Hintergrundwissen, eine schöne Buchgestaltung und die Neugier und Lust auf mehr!

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Bewertung von tassieteufel am 15.09.2011 ***** ausgezeichnet
Amsterdam 1671, rätselhafte Morde an ehrbaren Bürgern erschüttern die Stadt, jeder Tote hat in der Hand das Blütenblatt einer unbekannten Tulpenart, schwarz mit roten, tropfen förmigen Tupfern. Amtsinspektor Jeremias Katoen findet bei seinen Ermittlungen schnell heraus, das die Toten der Vereinigung "Verehrer der Tulpe" angehörten. Die Jagd nach dem Mörder gestaltet sich schwieriger als gedacht und während der Er mittlungen kreuzen ein fanatischer Tulpenzüchter, ein ebenso fanatsicher Tulpenhasser, eine Bande von Kartenschnappern ein Schlangenkind und diverse zwielichtige Perosonen Katoens Weg. Nichts ist so wie es scheint und immer wenn der Inspektor auf einen Hinweis stößt, der ihn scheinbar weiter bringt, tut sich nur ein weiteres Rätsel auf.
Der Krimifall ist geschickt konstruiert, als Leser durchschaut man das verzwickte Geflecht aus Mord und Verschwörung nicht und immer wenn man meint , abzusehen wohin das Ganze steuert, gibt es eine geschickte Wendung im Geschehen, die dem Ganzen wieder eine völlig andere Richtung verleiht.
Das historische Amsterdam wird opulent, farbenpächtig und sehr anschaulich geschildert. Jörg Kastner gelingt es dabei, verrufene Hafenviertel genauso lebendig zu schildern wie eine Gesellschaft in besseren Kreisen, das Leben der einfachen Leute oder eine Gerichts verhandlung, als Leser hatte ich das Gefühl, immer mittendrin zu sein.
Während Jeremias Katoen in "Die Farbe Blau" nur eher am Rande agierte, lernt man ihn in diesem Buch besser kennen, selber aus einfachen Verhältnissen stammend, hat er sich doch Mitgefühl und Verständnis für die erhalten, die es im Leben nicht so gut getroffen haben und das macht ihn zu einer sehr sympatischen Hauptfigur.
Wie ebenfalls im Vorgänger hat der Autor auch hier real existierende Figuren u. Gescheh nisse in die Geschichte intergriert und es ist ihm sehr gut gelungen diese Tatsachen mit der fiktiven Tuple des Bösen und den historischen und politischen Gegebenheiten zu ver knüpfen.

Fazit: opulenter Histo-Krimi mit viel historischem Flair und Lokalkolorit. Eine verzwickte Krimihandlung die mit Mord, Intrige und Verschwörung aufwartet u. bis zum Ende hin nicht durchschaubar ist und von lebendigen Charakteren bevölkert wird.

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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 25.12.2008 ***** sehr gut
Blütenpracht mit Todesmacht

Im späten 17. Jahrhundert sorgt Amtsinspektor Jeremias Katoen für Recht und Ordnung in der aufstrebenden und bedeutenden niederländischen Handelsstadt an der Amstel. Als innerhalb kürzester Zeit zwei Mitglieder der trotz des als „Tulpenfieber“ benannten Börsencrashs immer noch aktiven Geheimgruppe „Verehrer der Tulpe“ ermordet werden, gerät der Ermittler ziemlich unter Druck. Die Toten hielten ein Tulpenblatt besonderer Ausprägung in der Hand: schwarz mit einer blutroten Tropfenzeichnung – die „Bluttulpe“ oder auch „Tulpe des Bösen“. Katoen hat zudem einige private Dinge auf die Reihe zu bringen, wie beispielsweise die Entscheidung zwischen zweier Frauen Catriin und Anna oder im späteren Verlauf der Geschichte die Fürsorge für den Waisenjungen Felix.

Jörg Kastner beweist in diesem Roman eine offensichtlich immense Recherche-Arbeit zur sozialen, gesellschaftlichen und politischen Situation damaliger Zeit sowie gleichzeitig ausreichend Phantasie, um historische Geschichte mit einer eigenen, fiktiven Erzählung zu verweben und so einen spannenden, ausgesprochen authentischen Historien-Roman entstehen zu lassen. Fesselnd von Anfang bis Schluss lässt er die Leserschaft teilhaben an sich tatsächlich ereigneten Geschehnissen sowie wohl dosiert passenden Ereignissen um die Machtlust einzelner unverbesserlicher Charaktere.

Besonders den Inspektor charakterisiert er diffizil und nachspürbar, so dass er schnell zu einer geradezu vertrauten Persönlichkeit gerät. Man fühlt sich in den Trubel der Zeit und das Herz der Stadt hineingenommen, durchstreift gleichsam selbst die verwinkelten und dunklen Gassen des so bezeichneten Labyrinths, aber auch das edle Grachten-, das geschäftige Handels- und das düstere Hafenviertel, besucht die Gasthäuser und Spelunken oder ist dabei, wenn Jeremias Katoen den vermeintlich Schuldigen Tulpenliebhaber auf seinem trickreich optisch aufgewerteten Anwesen aufsucht oder sich in seinem kleinen Zimmer mit seiner Geliebten trifft.

Dem Autor ist ein wunderbar stimmiger und anregender historisch unterlegter Thriller gelungen, der einen in das mittelalterliche Amsterdam entführt und dort ein 430 Seiten starkes Abenteuer erlesen lässt.

© 12/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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