Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie -
Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 2,0,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract:
1. EinleitungWer im 21. Jahrhundert ein bewusstes und
gesellschaftsgebundenes Leben führt, kommt nicht umhin zu bemerken,
wie rasant sich die Gesellschaft entwickelt. Innovationen finden
sich nicht nur in der Wirtschaft und der Technik, sondern auch im
kulturellen Bereich. Während man früher die Frauen an Kirche, Küche
und Kind zu binden wusste, sind berufstätige Mütter heute keine
Seltenheit mehr. Alle scheinen vom Fortschritt zu profitieren.Die
Frage ist, ob auch alle den progressiven Sprint durchhalten. Wenn
wir uns in unserer Umwelt umschauen, so scheint alles auf Erfolg
gemünzt zu sein. Nicht etwa aus Habgier, sondern weil dies die
Regeln einer Leistungsgesellschaft sind denn anscheinend gilt das
Prinzip: Nur wer Leistung bringt, dem gebührt gesellschaftliche
Anerkennung Wie aber steht es
mit den sozial Benachteiligten?Im Rahmen dieser Hausarbeit soll das
Phänomen der Altersdepression und Alterssuizidalität näher
betrachtet werden. Inwiefern bewirken negative soziale Einflüsse
bei alten Menschen eine höhere Wahrscheinlichkeit an Depressionen
zu erkranken oder Suizid zu begehen? Es ist hinreichend bekannt,
dass Depressionen nicht monokausal sind. Viele Faktoren spielen bei
der Erkrankung eine Rolle, etwa die genetische Veranlagung oder
auch das individuelle Vermögen mit Lebenskrisen umzugehen. Ebenso
ist zu beachten, dass die Kausalitätskette auch hier gilt, d.h.
verschiedene Faktoren, die nicht unmittelbar mit dem Phänomen zu
tun haben, können mittelbare Faktoren beeinflussen. Dies alles kann
in dieser Hausarbeit jedoch nicht berücksichtigt werden. Hier
sollen nur die sozialen Ursachen für eine Erkrankung im hohen Alter
behandelt werden, um den Rahmen nicht zu sprengen.Zunächst einmal
werden die fundamentalen Begriffe Soziale Benachteiligung ,
psychische Störung und das Alter definiert, um eine Begriffsbasis
zu schaffen. Danach werden die zwei Themen Depression und
Suizidalität mit dem Alter in Verbindung gesetzt und statistisch
erfasste Daten dargelegt. Es folgt schließlich eine Erläuterung der
wesentlichen sozialen Faktoren, die mit den statistischen
Untersuchungen einher gehen, um einen Kausalzusammenhang zwischen
Krankheit und Gesellschaftseinflüsse herstellen zu können. In den
Schlussbemerkungen sollen Zukunftsaussichten und
Lösungsmöglichkeiten in kurzer Form geschildert werden.[...]
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