Nein! Ich will keinen Seniorenteller - Ironside, Virginia

Virginia Ironside 

Nein! Ich will keinen Seniorenteller

Das Tagebuch der Marie Sharp

Aus d. Engl. v. Gertrud Wittich
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Nein! Ich will keinen Seniorenteller

"Eine Mischung aus 'Golden Girls' und Miss Marple, über die auch Jüngere lachen!" -- myself

"Ein hinreißendes Buch! Es ist ungeheuer bezaubernd, macht richtig gute Laune, und ich würde es absolut jedem empfehlen!" -- Marian Keyes

"Keine leeren Floskeln, keine leeren Entmutigungen. Sondern die Erfahrungen einer liebenswerten Frau, die um keinen Preis jünger sein möchte, als sie ist und gerade dadurch wesentlich jugendlicher erscheint als manche, die dem Jugendkult verfallen sind." -- NDR 1

Ein bezauberndes, witziges Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind
Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben

Vom Vergnügen, endlich nicht mehr jung sein zu müssen.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 288 S.
  • Seitenzahl: 287
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46868
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 25mm
  • Gewicht: 236g
  • ISBN-13: 9783442468683
  • ISBN-10: 344246868X
  • Best.Nr.: 26257323
"Eine Mischung aus 'Golden Girls' und Miss Marple, über die auch Jüngere lachen!" myself

"Keine leeren Floskeln, keine leeren Entmutigungen. Sondern die Erfahrungen einer liebenswerten Frau, die um keinen Preis jünger sein möchte, als sie ist und gerade dadurch wesentlich jugendlicher erscheint als manche, die dem Jugendkult verfallen sind."

Hannelore Hoger trifft hier typgenau mit ihrem gepflegt lakonischen Unterton die misslaunige Gereiztheit und den trockenen Humor von Marie.
Virginia Ironside begann ihre berufliche Laufbahn als Journalistin und veröffentlichte im Alter von zwanzig Jahren ihr erstes Buch. In den Sechzigern schrieb sie eine Rockmusik-Kolumne für die "Daily Mail" und wechselte später als Kummerkastentante zur Zeitschrift "Woman". Sie arbeitete für den "Sunday Mirror" und "Today" und hat eine wöchentliche Kolumne mit Ratschlägen für alle Lebensfragen im "Independent". Virginia Ironside hat bereits mehrere Ratgeber sowie Kinderbücher verfasst. Ihre Bücher "Nein! Ich will keinen Seniorenteller" und "Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff!" waren Bestsellererfolge. Die Autorin lebt und arbeitet in London.

Leseprobe zu "Nein! Ich will keinen Seniorenteller"

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Leseprobe zu "Nein! Ich will keinen Seniorenteller"

3. Oktober Also gut. Hier ist es. Fünfzig Jahre zu spät, ich weiß, aber besser spät als nie. Ein Tagebuch. Und ja, es ist weder der 1. Januar noch der 1. November, aber irgendwann muss man ja anfangen. Carpe diem und all das. Außerdem: Wünschen wir uns nicht alle insgeheim, wir hätten mit zwanzig Tagebuch geführt? Oder mit dreißig! Oder vierzig! Aber nun, in meinem sechzigsten Lebensjahr - oder besser gesagt: meinem neunundfünfzigsten, oder vielleicht doch dem sechzigsten? Mir fällt da gerade dieser unangenehme Mensch ein, der mir neulich einen Vortrag darüber hielt, dass ich mich, obwohl erst neunundfünfzig, bereits in meinem sechzigsten Lebensjahr befände. Vollkommen konfus das alles, aber wie heißt es so schön: Der Klügere gibt nach. Aber egal, wie alt: Ich, Marie Sharp, pensionierte Kunsterziehungslehrerin, geschieden, ein Sohn, ein Kater und überzeugter Single, bin fest entschlossen, es auf meine alten Tage noch einmal zu versuchen. Mit einem Tagebuch. Nicht mit einer Beziehung. Gott bewahre.

Mein erstes Tagebuch habe ich mit zehn geschrieben. Wenn man es so nennen kann. Kleine Kostprobe? Das wird Sie umhauen: "Heute Schule. In der zweiten Stunde Mathe - würg! Nach der Schule heimgegangen. Hausaufgaben gemacht. Abendessen gegessen. Ins Bett gegangen." Als Teenager habe ich es dann noch einmal versucht, aber nur deshalb, weil ich total in Archie verknallt war. Der davon natürlich keine Ahnung hatte. Ich besitze immer noch drei oder vier Obungshefte, deren Seitenränder unter akutem Archie-Bewuchs leiden. Es finden sich dort geistreiche Ergüsse wie ICH LIEBE Archie! Oder ICH LIIIEBE ARCHIE!!! Oder die besonders clevere Variante: ein rotes Herzchen mit dem wunderschönen Wort ARCHIE.

Als David und ich geheiratet haben und dann Jack auf die Welt kam, haben wir ein gemeinsames Tagebuch geführt. Das war allerdings von vorne bis hinten erstunken und erlogen. Schließlich wussten wir beide, dass es der andere lesen würde. Ich war schließlich gezwungen, ein zweites, geheimes Tagebuch zu führen, weil ich in meiner Ehe derart unglücklich war. In unser gemeinsames Tagebuch schrieb ich: "Toller Tag! Sind mit Jack im Park spazieren gegangen und haben hinterher bei Hughie und James Tee getrunken. Gott, haben wir gelacht! Und der Tee war spitze!" In mein privates Tagebuch schrieb ich dagegen: "Kann David und seine schrecklichen Freunde nicht mehr ertragen. Die kommen sich immer wer weiß wie toll vor. Und ich fühle mich komplett ausgeschlossen. Gott, ich will frei sein! Ich will tanzen gehen! Ich will Affären haben!"

Was ich kurz danach ja auch hatte, und David und ich trennten uns, sind aber seltsamerweise Freunde geblieben. Außerdem: Wer weiß schon, was e-r in sein geheimes Tagebuch geschrieben hat! Ich bin übrigens auch mit Davids Halbbruder James und dessen Lebensgefährten Huhie in Verbindung geblieben. Sie gehören mittlerweile zu meinen besten Freunden. Und Archie natürlich. Archie und ich haben immer Kontakt gehalten, obwohl ich nie eine Affäre mit ihm hatte. Ich war zu seiner Hochzeit mit Philippa eingeladen, und wir sehen uns immer noch gelegentlich zum Lunch. Wie sich herausstellte, zog Archies Firma ausgerechnet Hughie als Anwalt zu Rate - Archie verdient sein Geld mit irgendwelchen Aktiengeschäften. Fragen Sie mich nicht nach Details. So schließt sich jedenfalls, wie so häufig, der Kreis meiner Freunde und Bekannten.

Als Lehrerin hatte ich keine Zeit für ein Tagebuch und auch nicht während des Studiums. Aber jetzt, wo ich sechzig bin - oder doch in wenigen Monaten sein werde -, da will ich es noch ein letztes Mal versuchen. Also dann ...

8. Oktober Mit tränenden Augen aufgewacht. Sehr schlechtes Zeichen. Ich meine, tränende Augen sind in Ordnung, wenn es kalt ist oder wenn einem der Wind um die Ohren pfeift, oder wenn man eine schlimme Erkältung hat und nicht mehr kriechen kann, geschweige denn zum Telefon greifen, um guten Freunden zu erzählen, dass man nicht mehr kriechen kann. Aber ganz ohne jeden Grund - oje! Ich kenne einen Siebzigjährigen, dessen Augen derart triefen, dass ihm permanent ein Tröpfchen an der Nasenspitze hängt. Das ist, ja, ich fürchte, ein Zeichen des Alters.

Das erinnert mich an neulich, als ich wegen Knieschmerzen bei meiner Hausärztin war. "Eine milde Form von Osteoarthritis, Marie", sagte sie. "Damit muss man in unserem Alter rechnen."

Als ich ihr erklärte, dass das nicht sein könne, weil ich nie Sport getrieben hätte und meine Knie daher, theoretisch, noch in einwandfreiem Zustand sein müssten - kein Kratzer, kaum gebraucht! Extrem niedrige Kilometerzahl! Nur ein Besitzer, weiblich! Ja, ich glaube, ich habe sogar noch irgendwo die Originalverpackung - da meinte sie, so funktioniere das leider nicht.

Höchst ungerecht, finde ich.

10. Oktober Bin gerade von einer absolut schrecklichen Dinnerparty heimgekommen. Schmerz lass nach. Ich wäre nie hingegangen, hätte ich mich nicht von Marion, einer guten alten Freundin, wie eine Anfängerin übertölpeln lassen. Der bewährte Trick, Sie kennen ihn sicher: "Was machst du am Donnerstag?" Und statt misstrauisch zu fragen: "Warum?", bin ich prompt in die Falle getappt.

"Nichts."

Klonk.

Nun, Dinnerpartys können durchaus die eine oder andere positive Überraschung parat halten, aber im Großen und Ganzen ist es wie beim Lotto: Die Chancen auf einen Gewinn sind praktisch null. Das erste Problem ist, dass meist nie genug Männer vorhanden sind. Und jetzt, "im mittleren Alter", wollte ich sagen, sollte aber wohl "im reiferen Alter" sagen, sind die Männer, die noch kommen, meist aus gutem Grunde noch zu haben: Sie sind entweder Nieten oder etwas sonderbar.

(Ich weiß allerdings nicht, ob diese Beschreibung nicht auf die meisten Männer zutrifft, egal, ob sie noch zu haben sind oder nicht. Was ja auch der Grund ist, warum ich zum Single-Dasein übergetreten bin. Das soll natürlich nicht heißen, dass Männer nicht witzig, sexy, nett und faszinierend sein können. Aber manche vereinen all diese Eigenschaften in sich und sind trotzdem eine Niete.) Das zweite Problem ist, dass man, je älter man wird - also, je älter ich werde -, keine neuen Bekanntschaften mehr schließen will. Es gibt genug Menschen in meinem Leben, deren Freundschaft ich gerne intensiver pflegen würde - und die Leute, die andere Leute toll finden, sind oft nicht die Leute, die ich toll finde. Und umgekehrt.

Kundenbewertungen zu "Nein! Ich will keinen Seniorenteller"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.4 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen **** gut)
***** ausgezeichnet
 
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***** gut
 
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(3)
***** schlecht
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Bewertung von christilaudi aus Horb a.N. am 30.06.2011 ***** ausgezeichnet
Sechzig ist sechzig! Diese witzige Leselektüre ist einfach nur schön geschrieben. Ist sechzig alt das wird sich in diesem Buch gefragt? So muss ich jetzt anfangen Mehr Sport, Kosmetik usw. zu machen um jung zu bleiben. Na ja und ständig muss ich mir sagen wie jung ich noch bin obwohl ich es gar nicht bin. Mari ist Britin und macht es in diesem Buch klar wie schön es ist alt ( SECHZIG ) zu sein. Für sie ist es ein Genuss Großmutter zu sein und die Ruhe zu genießen mit ihrem Kater und vielem Mehr.
Ich finde das Buch toll und habe es an Leute zum Sechzigsten Geburtstag verschenkt. Dieses Buch sollten alle lesen die sich den Stress antun jung zu sein und das Alter nicht genießen. Ich finde es wichtig jedes Jahr im Leben als Dank zu sehn den es könnte das letzte sein.

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Maracora aus Zirndorf am 24.03.2011 ***** weniger gut
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, fühlte ich mich alt!
Maracora (57)

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von Antje0702 aus Nauen am 18.02.2011 ***** gut
Ich habe an einigen Stellen echt lachen können. Eine 60-Jährige schreibt Tagebuch und will auch wie 60 behandelt werden. An manchen Stellen fand ich es etwas langatmig. Aber im Großen und Ganzen ist es ganz witzig. Kann man auch lesen wenn man bei weitem unter 60 ist.

8 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Ingott aus Nastätten am 04.02.2011 ***** weniger gut
Die ständigen Wiederholungen in bezug auf das Alter langweilen mit der Zeit. Man hat das Gefühl man kommt nicht weiter im Text.

2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Gina aus Nußdorf am 04.10.2010 ***** ausgezeichnet
Ein witziges und unterhaltsames Buch! Es ist für jeden geeignet und auch super für 60 jährige :-)!!
Zum Empfehlen!

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Bewertung von Evgön aus Forchheim am 15.07.2010 ***** ausgezeichnet
Nicht mehr stehen können? Alt werden? Altersheim? NEIN ! In diesem witzigen Buch werden die Vorteile des Altseins toll erläutert. So macht das Älter werden richtig Spaß.
Ich finde es ein tolles Buch für Leute die denken sie seien zu alt um Spaß zu haben und das Leben zu leben. Ich empfele es allen weiter die Angst haben alt zu werden.

14 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von mikasmum aus RÜD am 06.05.2010 ***** weniger gut
Der Anfang war gut (Leseprobe), ab der Mitte fand ich es etwas weniger witzig geschrieben wie am Anfang und gegen Ende war ich froh, als ich es durch hatte.

7 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von rummelinchen aus Nidderau am 21.04.2010 ***** gut
Ansprechendes, lustiges Buch. Leicht zu lesen, nicht anspruchsvoll.

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