Über achtzig und kein bisschen leise
Nach dem großen Erfolg von "Das Hörgerät im Azaleentopf"
hat Ilse Gräfin von Bredow neue Geschichten und heitere
Betrachtungen rund ums Thema Alter geschrieben.
Ist man mit über achtzig noch Senior oder schon "in
fortgeschrittenem Alter"? Oder gar "hochbetagt"? Und
selbst, wenn man schon Urenkel hat - fühlt man sich deshalb uralt?
Woran kann man erkennen, in welche Gruppe man gehört? Ilse Gräfin
von Bredow weiß, was es mit dem Alter - besonders mit dem hohen
Alter - so auf sich hat: Es steckt voller Überraschungen. Glück im
Unglück hält es ebenso bereit wie zahlreiche Momente, in denen man
am liebsten aus seiner alten Haut fahren möchte. Da wirft auch ein
ehemaliger Studienrat, einst die Ruhe in Person, schon mal eine
Vase an die Wand. Zu viel Geduld mit sich selbst hingegen haben
manche Menschen, wenn es darum geht, Entschlüsse zu fassen und in
die Tat umzusetzen, seien es kleine Vorhaben wie Einkaufen und
Aufräumen oder große Entscheidungen,wie die, die eigene Wohnung
aufzugeben und in ein Altersheim zu ziehen. Verstärkt wird das
Zaudern durch körperliche Unpässlichkeit, weshalb man den Dingen
lieber ihren Lauf lässt, als selbst aktiv zu werden. Dass das oft
von Vorteil ist, diese Einsicht wiederum erwirbt man meist erst im
hohen Alter
Ilse Gräfin von Bredow wurde 1922 in Teichenau/Schlesien geboren. Sie wuchs im Forsthaus von Lochow in der märkischen Heide auf und besuchte später ein Internat. Während des Krieges war sie im Arbeitsdienst und mußte Kriegshilfsdienst leisten. Seit Anfang der fünfziger Jahre lebt Gräfin von Bredow als Journalistin und Schriftstellerin in Hamburg und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht.
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