100 Tipps für eine individuelle und schnelle Pflegedokumentation - Häse, Dörte

Dörte Häse 

100 Tipps für eine individuelle und schnelle Pflegedokumentation

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100 Tipps für eine individuelle und schnelle Pflegedokumentation

Die Pflegedokumentation ist für viele Pflegekräfte immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Selbst einfachste Grundregeln sind nicht bekannt oder werden nicht beherrscht.
Dabei ist die unbeliebte Arbeit an der Pflegedokumentation von hoher Wichtigkeit für alle Pflegeeinrichtungen, denn sie sichert die Qualität der Pflege.
Dieses Buch bringt in kurzer und kompakter Form 100 Tipps, die jede Pflegekraft kennen sollte. Es ist eine ideale Vorbereitung auf die Praxis, ein schnelles Nachschlagewerk bei Zweifelsfragen und eine gute Quelle für individuelle und hochwertige Pflegedokumentationen.


Produktinformation

  • Verlag: Schlütersche
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 97 S. m. 4 Abb.
  • Seitenzahl: 97
  • Pflege leicht
  • Best.Nr. des Verlages: 1487
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 148mm x 6mm
  • Gewicht: 143g
  • ISBN-13: 9783899934878
  • ISBN-10: 3899934873
  • Best.Nr.: 28177782

Blick ins Buch "100 Tipps für eine individuelle und schnelle Pflegedokumentation"


Leseprobe zu "100 Tipps für eine individuelle und schnelle..."

»Ich kann einfach nicht mehr …!« – 5 Vom entspannteren Umgang mit Mitarbeitern und Prüfinstanzen (S. 85-86)

91. Tipp: Lernen Sie, Ihren Kolleginnen zu vertrauen


Die Ausbildung von Pflegefachkräften dauert drei Jahre. Die meisten Pflegehilfskräfte absolvieren eine einjährige oder zumindest mehrmonatige Ausbildung. Alle Pflegekräfte haben eine mittlere bis hohe berufliche Handlungskompetenz. Die Kompetenz der Pflegekräfte zu bezweifeln, muss die absolute Ausnahme sein. Denn wenn schon die Leitungsverantwortlichen an der Arbeit ihrer Kolleginnen zweifeln, wie sollte dann die Gesellschaft (Medien) anders reagieren können? Aber natürlich gibt es – wie in jedem Berufsstand – kompetente und inkompetente Mitarbeiter. Haben Sie letztere im Haus, sollten Sie über personelle Konsequenzen nachdenken.

92. Tipp: Setzen Sie frei werdende Zeitressourcen für die Pflege und Betreuung ein

Neben dem »Entrümpeln« der Pflegedokumentation kann auch ein Überdenken der innerbetrieblichen Organisationsstrukturen einen Zeitgewinn bedeuten. Viele Strukturen in Einrichtungen bestehen seit Jahren. Manchmal kann es lohnend sein, diese zu ändern. Gehen Sie gedanklich an die Aufgabenverteilung Ihrer Einrichtung heran und stellen Sie sich folgende Fragen:
• Wer sollte das Erfragen und Ausfüllen der Essenpläne für die nächste Woche übernehmen?
• , Wer sollte das Austeilen der Wäsche übernehmen?
• Wer sollte die Pflege der Zimmerpflanzen übernehmen?
• Wer sollte das Austeilen und Einsortieren von Pflegeartikeln (z. B. Inkontinenz-material) übernehmen? usw.
• Manchmal übernimmt das Pflegepersonal immer noch völlig artfremde Tätigkeiten, weil es das vor 20 Jahren auch schon machte. Aber der Arbeitsbereich der Pflege hat sich durch die »Mehrarbeit« der Pflegedokumentation und durch die Änderung des Klientel (Multimorbidität) stark verändert. Durch eine sinnvolle Verschiebung der Arbeitsbereiche für alle im Hause tätigen Mitarbeiter können Zeitfenster geschaffen werden. Diese Ressourcen sollten ausschließlich für die Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen eingesetzt werden. Geschieht dies nicht, verpufft die gewonnene Zeit.

93. Tipp: Überlassen Sie Ihren Pflegefachkräften das Medikamentenmanagement

Sie wundern sich über diesen Tipp zur individuellen und schnellen Pflegedokumentation? Sie haben nicht ganz Unrecht. Auf den ersten Blick erscheint er wirklich fragwürdig. Denn das Medikamentenmanagement kostet viel Arbeitszeit. Daher gibt es zunehmend Verträge zwischen stationären Einrichtungen und Apotheken. Dann kommen Angestellte der Apotheke ins Haus und stellen die Medikamente (für die gesamte Woche) für alle Pflegebedürftigen. Pflegekräfte kommen daher mit den Medikamenten und deren teilweise schwierigen Namen nur noch wenig in Kontakt. Die Wirkungsweise und auch die Nebenwirkungen sind ihnen nicht mehr bekannt und so fällt eine Beobachtung hinsichtlich der Nebenwirkungen auch schwer. Wenn zudem der Arzt die Gabe eines Medikamentes telefonisch anordnet, kann es für die Pflegekraft peinlich werden. Denn da sie die Medikamentennamen nur noch vage kennt, kann sie die Anordnung auch selten verstehen.
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