Napoleons Soldaten - Mayer, Karl J.

Karl J. Mayer 

Napoleons Soldaten

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Napoleons Soldaten

Heerführer gehen in die Geschichte ein. Sie leben als Heroen des Untergangs oder des Sieges in der Erinnerung fort. Doch was ist mit den einfachen Soldaten? Sie verblassen oft zu bloßen Komparsen der Geschichte, anonymisiert in Stärkemeldungen und Verlustlisten. Mehr als 500 000 Soldaten fast aller Länder und Nationen kämpften 1812 für die politischen Ziele des französischen Kaisers Napoleon. Karl J. Mayer geht es in seinem spannenden Buch um genau diese Dragoner, Husaren, Kürassiere, Füsiliere, Jäger, Voltigeure, Grenadiere und Kanoniere. Wie sah ihr Alltag in der Grande Armée aus? Wie erlebten sie den Krieg? Aus Tagebüchern und Briefen rekonstruiert Mayer ein authentisches Bild vom Leben der gemeinen Soldaten. Wovon ernährten sie sich? Wie gestaltete sich die medizinische Versorgung? Mayer lässt den Kriegsalltag der napoleonischen Soldaten aus einer "Sicht von unten" in zahlreichen Facetten lebendig werden.


Produktinformation

  • Verlag: Primus Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 135 S. m. zahlr. meist farb. Abb.
  • Seitenzahl: 135
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 142mm x 18mm
  • Gewicht: 339g
  • ISBN-13: 9783896787507
  • ISBN-10: 3896787500
  • Best.Nr.: 33375568

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Thomas Speckmann bedenkt Karl J. Mayer Buch über die Soldaten in Napoleons Armee mit viel Lob. Die Perspektive von unten, die der Historiker gestützt auf Quellen wie Briefe und Tagebücher einnimmt, vermittelt für ihn einen eindringlichen Einblick in das Leben der einfachen Soldaten, die in Napoleons Feldzug gegen Russland zu Hunderttausenden in den Tod geschickt wurden. Mayer gelingt es in seinen Augen, die Realität der damaligen Kriegsführung, das Gemetzel und das Chaos der Schlachten, aber auch Aspekte wie Ausbildung, Unterbringung, Ausrüstung oder Ernährung überzeugend zu rekonstruieren. So würdigt er das Buch auch als ein Denkmal für diejenigen, die in der Geschichtsschreibung über Napoleons Feldzüge bisher vorwiegend "Statisten" geblieben sind.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.04.2012

Metzelei
ohne Erbarmen
Karl J. Mayer erkundet den
Alltag in Napoleons Armee
Vor nunmehr zweihundert Jahren marschierte Frankreichs Grande Armée in Russland ein und damit in ihren eigenen Untergang. Von Kaisern, Zaren, Königen, Generälen und Marschällen ist nun also wieder viel die Rede, von großer Politik und Strategien, von Entwürfen einer Neuordnung Europas. Doch wer waren diejenigen, die zu Hunderttausenden mit ihrem Leben, mit Invalidität oder mit Gefangenschaft für den Sieg oder die Niederlage ihrer Befehlshaber bezahlten? Was dachte der einfache Soldat? Wie sah er seine Zeit, sein Leben, sein Schicksal? Wie verarbeitete er seine oftmals traumatischen Erlebnisse? Diese Fragen werden immer noch zu wenig gestellt.
Karl J. Mayer hat sich auf die Spuren der einfachen Soldaten in der Napoleonischen Armee begeben. Der Historiker und Archivar nimmt Napoleons Kriege „von unten“ in den Blick, aus der Sicht der Truppen, wie sie sich in Tagebüchern und Briefen spiegelt. Hier wird nicht nur die Realität der damaligen Kriegsführung sichtbar, sondern auch undramatischere Facetten des Alltags in den Streitkräften: von der Ausbildung und der …

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Karl J. Mayer, geb. 1955, ist Historiker und Archivar.