Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension
Bettina Engels feiert diese "Mischung aus empirischer Sozialstudie, ethnographischem Tagebuch und klassischem Bildungsroman" aus der Feder des in Berkeley lehrenden französischen Soziologen Loic Wacquant als ein "theoretisch anregendes, leidenschaftliches und sehr spannendes" Werk. Wie Engels berichtet, ist der Autor dafür Mitglied in einem der traditionellen Boxclubs Chicagos geworden - ursprünglich nur, um "die Struktur und Funktion des schwarzen Ghettos von Chicago im postfordistischen und postkeynesianischen Amerika" als "teilnehmender Beobachter" zu analysieren, wie es im Buch heißt. Herausgekommen ist, wie man erfährt, nun aber eine Studie, die zudem Pierre Bourdieus Habitus-Theorie "radikalisiert", und deren zentrale These in Zweifel zieht, wonach "die Verinnerlichung oder Verkörperung des Sozialen letztlich", wie Engels referiert, "von der Klassenzugehörigkeit eines Menschen abhängt." Der bürgerliche Autor beansprucht dagegen, im Ghetto-Gym an sich selbst seine Gegenthese überprüft zu haben: dass der Prozess der Ausbildung des Habituellen sich nämlich "vor allem am Körper" vollziehe. Obwohl es hier letztlich unentschieden bleibe, so Engels, sei die ausgesprochen optimistische Pointe des Buches, dass es so zugleich einen möglichen Weg zur Überwindung von Klassen- und Rassenschranken zu suggerieren versuche.
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"'Leben für den Ring' ist ein Juwel. Ein Text, der seinen Platz finden wird neben Klassikern wie 'The Street Corner Society'. Ein Gedicht in Prosa, ein Werk in dem sich Weisheit und Liebe ergänzen: Ethnographie müsste geschrieben werden, wie dieses Buch, wären Ethnographen fähig, so zu schreiben." Zygmunt Baumann "Ein gutes Buch - dem zu empfehlen, der wirklich etwas über das Boxen wissen will!" boxingpress.de "Wacquant lernte zu kämpfen, zu empfinden und zu denken wie ein Boxer. Und es gelingt ihm, dies kurzweilig darzustellen. Chapeau, Herr Soziologe!" Badische Zeitung "Wacquants Bericht ist ein gelungenes Experiment. Über die Darstellung des Boxer-Milieus hinaus ermöglicht es Einsichten, die sich auch auf andere soziale Felder übertragen lassen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen." ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation
"'Leben für den Ring' ist ein Juwel. Ein Text, der seinen Platz finden wird neben Klassikern wie 'The Street Corner Society'. Ein Gedicht in Prosa, ein Werk in dem sich Weisheit und Liebe ergänzen: Ethnographie müsste geschrieben werden, wie dieses Buch, wären Ethnographen fähig, so zu schreiben." Zygmunt Baumann "Ein gutes Buch - dem zu empfehlen, der wirklich etwas über das Boxen wissen will!" boxingpress.de "Wacquant lernte zu kämpfen, zu empfinden und zu denken wie ein Boxer. Und es gelingt ihm, dies kurzweilig darzustellen. Chapeau, Herr Soziologe!" Badische Zeitung "Wacquants Bericht ist ein gelungenes Experiment. Über die Darstellung des Boxer-Milieus hinaus ermöglicht es Einsichten, die sich auch auf andere soziale Felder übertragen lassen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen." ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation
Loic Wacquant ist Professor für Soziologie an der University of California in Berkeley.
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