Mythen des Alltags - Barthes, Roland

Roland Barthes 

Mythen des Alltags

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
8 ebmiles sammeln
EUR 8,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Mythen des Alltags

Die in den Mythologies angewandte Methode kritischer Befragung gesellschaftlicher Verhältnisse hat Schule gemacht, in Frankreich und anderswo. Barthes untersucht Gewohnheiten und Leitbilder menschlichen Zusammenlebens, das Funktionieren sozialer Symbole, Sprache und Mythen des Alltags. Indem er analysiert, was sich scheinbar von selbst versteht, benennt er den ideologischen Mißbrauch, der im nur Selbstverständlichen sich verbirgt.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 1964
  • 1964.
  • Ausstattung/Bilder: 150 S.
  • Seitenzahl: 168
  • Edition Suhrkamp Nr.92
  • Best.Nr. des Verlages: 10092
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 110mm x 15mm
  • Gewicht: 100g
  • ISBN-13: 9783518100929
  • ISBN-10: 3518100920
  • Best.Nr.: 01952545
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.09.2010

Gemeinplätze muss man nur richtig zu dechiffrieren wissen
Ideologiekritik mit Flaubert: Die "Mythen des Alltags" von Roland Barthes liegen nun zum ersten Mal in einer vollständigen deutschen Fassung vor

Erstaunlich ist zunächst einmal, wie viel man damals dem deutschen Leser nicht hat zumuten mögen, oder, was auf das Gleiche hinausläuft, wie wenig man ihm zugetraut hat. Damals, das war 1964, als Roland Barthes' "Mythen des Alltags" erstmals in deutscher Übersetzung erschienen, in einem hübschen schmalen Bändchen der noch jungen edition suhrkamp (Nr. 92!), das am Ende mit einer Notiz versehen war, in der es hieß, es handele sich um eine Auswahl aus dem Original: "Fortgelassen wurden in der deutschen Ausgabe einige kürzere Texte des ersten Teils, deren Thematik und Bedeutung einem mit den Verhältnissen in Frankreich wenig vertrauten Leser nur unzureichend sich erschlossen hätten." (Man beachte die Adornosche Positionierung des "sich".)

Wer sich später einmal das Original gekauft hat oder wer nun die gerade erschienene erste vollständige deutsche Übersetzung in der Hand hält, der weiß, dass dieser Satz schon an beinahe …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.12.2010

Echtheit statt Plastik
Roland Barthes’ „Mythen des Alltags“, erstmals komplett
auf Deutsch, treffen heute auf eine veränderte Weltsicht
Es gehört zu den merkwürdigen Details der deutschen Rezeption von Roland Barthes, dass eines seiner populärsten Bücher bislang nur in bruchstückhafter Übersetzung verfügbar gewesen ist. Die „Mythologies“ von 1957 begründeten Barthes’ Popularität als Semiologe der Alltagskultur. In der deutschen Fassung, dem Edition-Suhrkamp-Band von 1964, waren nur 19 der 53 Einzeltexte sowie die komplett übersetzte theoretische Nachschrift enthalten. Eine „Notiz“ am Ende des Buches besagte, dass jene Analysen fehlen, „deren Thematik und Bedeutung einem mit den Verhältnissen in Frankreich wenig vertrauten Leser nur unzureichend sich erschlossen hätten“. Nun wird die ganze Absurdität dieses Hinweises deutlich, die Willkür der früheren Auswahl: Denn unter den weggelassenen Texten gibt es großartige, geographisch völlig neutrale Beiträge wie „Der Schriftsteller in Ferien“, „Seifenpulver und Detergenzien“, „Ornamentale Küche“ oder „Marsmenschen“. Mit Waschmittel und Außerirdischen wären auch …

Weiter lesen

»Diese quasi magischen Zirkelschlüsse, die selbst auf sprachliche Differenzierung verzichtenden Tautologien, das Pochen auf unabweisbare, weil ja ›schwarz auf weiß gedruckte‹ Statistiken, all das wirkt nach Barthes' Beobachtung wie ein Hundehalter, der plötzlich an der Leine zerrt: Das Denken darf nicht zu viel Auslauf bekommen. Höchste Zeit also, mit dem Parcours durch die Mythen des Alltags zu beginnen - ohne festes Ziel vor Augen, denn dieses Buch ist ein Tummelplatz für Kreuz- und Querleser.«
Roland Barthes (1915-80), einer der bedeutendsten Kritiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist als einer der Initiatoren und Vorkämpfer der semiologischen Revolution bekannt geworden und für ein Werk, in dem sich biographisches Material und wissenschaftlicher Ansatz miteinander verflechten. Einen heute relativ unbekannten Teil seines Werkes verfasste er in den fünfziger Jahren. Zu dieser Zeit war Roland Barthes aktiv beteiligt an der Gründung und dem Erscheinen der Zeitschrift 'Teatre populaire', eines ebenso ästhetischen wie politischen Phänomens. Anfang der sechziger Jahre gibt Barthes das Theater auf, er besucht es nicht mehr, er schreibt so gut wie keinen Artikel mehr über Aufführungen. Aber er ist langfristig von seiner Erfahrung geprägt 'Im Herzen meines Werks, das Theater'. Er starb am 26. März 1980 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Zuletzt hatte er am Collège de France einen Lehrstuhl für Semiologie.

3 Marktplatz-Angebote für "Mythen des Alltags" ab EUR 7,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 7,80 1,50 Banküberweisung mgl-buch 94,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,95 1,45 Banküberweisung GJB e. V. Projekt: zweitleser 99,9% ansehen
gebraucht; wie neu 8,00 1,85 offene Rechnung, Banküberweisung BBB-Internetbuc h 98,7% ansehen
Mehr von