Visual Thinking - Preißing, Werner

Werner Preißing 

Visual Thinking

Problemlösung mit der Faktorenfeldmethode

Herausgeber: Bertram, Ursula
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Visual Thinking

Komplexe Probleme durch Visualisierung vereinfachen

Aus dem Inhalt:

- Hier finden Sie Lösungswege durch Visualisierung

- Sie erfahren, wie Sie komplexe Zusammenhänge einfach abbilden

- Mit diesem Managementansatz erfassen Sie alle Unternehmensabläufe und Strukturen sowie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter

Dieses Fachbuch bietet v.a. Führungskräften und Unternehmensberatern eine neue Methode, komplexe Zusammenhänge z.B. innerhalb eines Unternehmens durch Visualisierung vereinfacht darzustellen. Sämtliche Einflussfaktoren werden dabei mit einbezogen.

Visual Thinking ist eine neue Methode für Unternehmer und Führungskräfte, die Probleme analysieren und Lösungen erarbeiten müssen. Damit vermitteln Sie die gefundenen Lösungsansätze überzeugend und setzen diese optimal durch.

INHALTE

- Sie erhalten spezielle Bilder, mit denen Sie Ihr Gegenüber überzeugen können - ob in einer schwierigen Verhandlung, Teambesprechung oder Unternehmensdarstellung

- Sie erfahren, wie Sie komplexe Zusammenhänge einfach abbilden

- Mit diesem Managementansatz erfassen Sie alle Unternehmensabläufe und Strukturen sowie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter


Produktinformation

  • Verlag: Haufe-Lexware
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 390 S. m. zahlr. farb. Zeichn.
  • Seitenzahl: 394
  • Haufe Fachpraxis
  • Best.Nr. des Verlages: 00238-0001, E00238
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 173mm x 34mm
  • Gewicht: 985g
  • ISBN-13: 9783448087390
  • ISBN-10: 3448087394
  • Best.Nr.: 23393369
Dr. Werner Preißing ist Architekt, Systemanalytiker und Unternehmensberater sowie Gründer des Büros für Innovationsforschung. Er lehrt an der Steinbeis-Hochschule, Berlin und an der TU Dortmund.

Inhaltsangabe

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Leseprobe zu "Visual Thinking" von Werner Preißing

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Leseprobe zu "Visual Thinking" von Werner Preißing

LESEPROBE AUS DEM KAPITEL 3 "PROBLEME LÖSEN" (S. 149-150)

3 PROBLEME LÖSEN
3.1 DER PROBLEMLÖSUNGSZIRKEL

PROBLEM, FRAGE ODER AUFGABE

Ein Problem ist, was seine Wortbedeutung anbelangt, eine "schwer zu beantwortende Frage, bzw. eine schwierige, noch ungelöste Aufgabe, Fragestellung" (Pfeifer 2004). Das Wort selbst stammt vom griechischen Wort probállein ab, das wörtlich vor- oder hinwerfen bedeutet. Es wurde in dem Sinne verwendet, einem Gremium eine schwierige Frage zur Besprechung vorzutragen. Ausgehend von dieser Bedeutung hat das Wort "Problem" (und vielleicht auch sein substanzieller Hintergrund) einen immensen Verbreitungsgrad erlangt. Wir kennen wissenschaftliche, akademische, persönliche, technische, existenzielle, wirtschaftliche Probleme. Vermutlich kann alles, was ist, auch Probleme bereiten, und zwar dann, wenn etwas nicht so funktioniert, wie wir wollen. Dafür kann es dann zwei Gründe geben: Etwas ist tatsächlich in einem unakzeptablen Zustand oder wir erwarten zu viel von unserem Umfeld. Ein Problem haben, ist somit auch eine Frage der persönlichen Wahrnehmung. Was für den einen ein schwieriges Problem ist, nimmt ein anderer gar nicht als Problem wahr.

WIR LÖSEN STÄNDIG PROBLEME

Wir sind eigentlich ständig damit beschäftigt, Probleme zu lösen. Viele Probleme tauchen als solche gar nicht mehr in unserem Bewusstsein auf, weil die Lösungen bereits seit langer Zeit bekannt und entsprechende Handlungen zur Problemlösung längst automatisiert sind. Das Binden von Schnürsenkeln ist ein an sich recht kompli- zierter Vorgang, wurde aber geübt und läuft beim Erwachsenen i. d. R. ab, ohne dass er darüber nachdenken muss. Autofahren funktioniert nach entsprechender Fahrpraxis ebenfalls weitgehend automatisiert. Erst wenn eine neue Situation eintritt, der Schnürsenkel reißt oder das Auto schleudert, wird die Situation bewusst wahrgenommen. Probleme auf der Tagesebene erfordern praktisches Denken und u. U. eine sehr schnelle Reaktion. Leider können automatisierte Problemlösungen auch zu unangemessenen Handlungen führen, und zwar dann, wenn sich die Problemsituation geändert hat. Wurde z. B. die Vorfahrtsregelung auf dem täglichen Weg zur Arbeit geändert, erfordert das ein erhebliches Maß an Aufmerksamkeit und einen Prozess des Umlernens. Die erneute Automatisierung im gewohnten Umfeld ist schwieriger als beim ersten Mal. Jedes Problem kann als eine Chance, eine Herausforderung betrachtet werden. Wer sich Ziele setzt oder Aufgaben formuliert, schafft sich Probleme und sollte dabei durchaus das Ziel selbst zum Untersuchungsobjekt machen und hinterfragen, wozu es eigentlich dient. Manche erkennen Probleme auch gar nicht als solche und sind dabei durchaus nicht unglücklich. Wer aus allem ein Problem macht, kann vor lauter Problemlösungsstrategien auch handlungsunfähig werden. Am Stammtisch werden die schwerwiegendsten Probleme gelöst, ohne bei der Umsetzung beteiligt zu sein. Probleme im Team zu lösen, erfordert eine gute Aufbereitung der Sachlage und einen Moderator. "Bei manchem Sitzungsteilnehmer muss man fragen: Hilft er bei der Lösung oder gehört er zum Problem?" (Robert Jungk)

Leseprobe zu "Visual Thinking" von Werner Preißing

1 Die Faktorenfeldmethode und ihre Hintergründe (S. 24-25)

Wir stehen heute am Beginn eines Zeitalters, in dem unsere Gehirne immer mehr zusammenwachsen müssen, nicht auf der physischen Ebene wie bei siamesischen Zwillingen, sondern auf der Ebene des Bewusstseins, auf der Ebene des Denkens. Das gilt nicht nur für die großen Zusammenhänge globaler ökologischer und ökonomischer Probleme, sondern auch für unseren Alltag, unser berufliches und häusliches Umfeld.

Die technischen Voraussetzungen für eine globale Vernetzung sind geschaffen. Weltweite mobile Verbindungen sind heute jedermann zugänglich. Gegenüber dieser rasanten Entwicklung der technischen Möglichkeiten, hinkt die Software – unser Bewusstsein, unsere Denkweise – hinterher. Die Internetgeneration ist jetzt 30 Jahre alt und geht spielerisch, intuitiv und wie selbstverständlich mit der Technologie um. Ältere Semester tun sich da schwerer.

Bisher bewährte Denkmethoden zur Lösung von Problemen sind nicht mehr angemessen, manche sind sogar kontraproduktiv. So führen rein lineare, am geschlossenen System orientierte Problemlösungsstrategien mit großer Wahrscheinlichkeit zu unerwünschten Folgeerscheinungen.

Sowohl die Ausgangssituation eines Problems als auch seine Lösung sind non-linear, erfordern das Navigieren im offenen System.

Unsere Wahrnehmung funktioniert ganzheitlich, nicht nur beim Sehen, sondern generell. Zur Interpretation eines Wortes oder eines Satzes ist es unerlässlich, den Kontext zu berücksichtigen. Das Gehirn erstellt bei jeder Wahrnehmung Systembilder, vergleicht sie mit bereits vorhandenen Strukturen und schenkt unbekannten Strukturen erhöhte Aufmerksamkeit. Heinz Georg Schuster (Schuster 2007, S. 103) formuliert: „Wenn wir uns und unsere Umwelt beobachten und manipulieren, geschieht dies vermutlich primär in Form von dynamischen Bildern, die erst in einem sekundären Prozess durch unsere Sprache zeitlich geordnet und noch weiter manipuliert werden können." Er erwähnt einen Brief von Albert Einstein, der erklärt, dass seine Ideen stets in „muskulären dynamischen Bildern" aufgetreten sind.

Wie das Gehirn dabei genau funktioniert, wissen wir trotz aller beachtlichen Fortschritte in der Gehirnforschung nicht, weil wir Insider unseres Gehirns sind, es also nicht von außen beobachten können. Wir können beschließen, etwas bestimmtes zu denken, aber ansonsten denkt das Gehirn selbstverloren in der Gegend herum. Eindrücke von außen wirken ganzheitlich, über alle Sinnesorgane gleichzeitig. Mit den Augen können wir in gewissem Maße steuern, was wir sehen wollen, können Dinge genauer betrachten oder die Augen schließen. Die Ohren und die Nase sind ständig offen, auch im Schlaf. Nahe liegend ist, dass nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch die Verarbeitung der Wahrnehmung im Gehirn ganzheitlich erfolgt.

Inhaltsangabe

INHALT

VISUAL THINKING ENTSPRICHT DER ARBEITSWEISE DES GEHIRNS
WAS IST DIE FAKTORENFELDMETHODE?
WIE DIE FAKTOREN IN DEN KOPF GEKOMMEN SIND

1 DIE FAKTORENFELDMETHODE UND IHRE HINTERGRÜNDE
1.1 Die Faktorenfeldmethode aus Sicht der Systemtheorie
1.2 Die Faktorenfeldmethode aus Sicht der Systemvisualisierung
1.3 Denkwerkzeuge
1.4 Gehirnforschung
1.5 Die Faktorenfeldmethode aus Sicht der Philosophie

2 DER WERKZEUGKASTEN DER FAKTORENFELDMETHODE
2.1 Das Analogiemodell "Atlas"
2.2 Die Übersichtskarte der Werkzeuge
2.3 Das Suchsystem
2.4 Strategische Wege
2.5 Die Werkzeuge: Aufbau der Basic-Karten
2.6 Der Atlas
2.7 Die Basics

3 PROBLEME LÖSEN
3.1 Der Problemlösungszirkel
3.2 Über den Umgang mit Problemen
3.3 Das Spindelmodell
3.4 Intuition: Ein Außenseiter zur Problemlösung
3.5 Attraktivität als Erfolgsfaktor
3.6 Ideen generieren und umsetzen
3.7 Wie kann ich in die Zukunft schauen?

4 GELÖSTE PROBLEME - ERLEBTE GESCHICHTEN
4.1 Mein Problem mit den Problemen
4.2 Martin M. eckt an
4.3 Lähmende Strukturen
4.4 Übermächtige Formalismen
4.5 Alle zerren an mir
4.6 Kein Land mehr sehen - Die Geschichte des Fotografen Sebastian M.
4.7 Aufgabenstellungen hinterfragen
4.8 Fehlende Entlastung
4.9 Aufbruch zu neuen Ufern
4.10 Die wirtschaftlichen Probleme der Bettina S.
4.11 Transparent diskutieren
4.12 Konstruktive Strukturdiskussion in Systembildern
4.13 Ideen kombinieren
4.14 Marktlücke gefunden, Handwerker Albrecht W.
4.15 Keine Probleme: Der Politiker Dr. T.

5 EPILOG

LITERATUR

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