Systematische Innovation - Koltze, Karl; Souchkov, Valeri

Karl Koltze Valeri Souchkov 

Systematische Innovation

TRIZ-Anwendung in der Produkt- und Prozessentwicklung

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
30 ebmiles sammeln
EUR 29,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Systematische Innovation

Erfinden Sie sich neu!
Innovation neu erfinden

Basierend auf der umfangreichen Analyse von Patenten beschreibt die Theorie der Erfinderischen Problemlösung (TRIZ) eine Fülle von Erkenntnissen und Methoden zur systematischen Entwicklung von Produkt- und Prozessinnovationen. Eine neue Denkweise in der Lösung technischer und nicht-technischer Probleme, unterstützt durch anwendungsorientierte Handlungsanweisungen, beflügelt den Erfinder zu revolutionierenden Lösungskonzepten. Das vorliegende Buch erläutert erstmalig vollständig und konsistent die grundlegenden Methoden der TRIZ, zeigt anwendungsorientierte Ergänzungen und gibt praxiserprobte Hilfestellungen zur Umsetzung. Das Kapitel "Integration in die Produktentwicklung" verbindet die Methoden und Prinzipien der TRIZ anwendungsorientiert mit der klassischen Konstruktionsmethodik, der strategischen Marketingplanung und insbesondere dem Qualitätsmanagement. Am Beispiel der FMEA und der QFD wird gezeigt, wie die TRIZ etablierte Methoden ergänzt und damit deren Leistungsfähigkeit deutlich steigern kann. Es stellt somit ein wertvolles Anwendungshandbuch zur Entwicklung innovativer Problemlösung dar, das gleichermaßen der Hochschulausbildung als Lehrbuch wie dem Ingenieur und "Problemlöser" in der Praxis als Nachschlagewerk dient. Ein Buch für alle Studierende technischer Studiengänge an Hochschulen und Fachhochschulen, Konstrukteure und Produktentwickler, (Wirtschafts-)Ingenieure und Techniker in der industriellen Praxis.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser Fachbuchverlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2011. XIII, 333 S. m. zahlr. Abb.
  • Praxisreihe Qualitätswissen
  • Best.Nr. des Verlages: 554/42132
  • Deutsch
  • Abmessung: 242mm x 167mm x 20mm
  • Gewicht: 660g
  • ISBN-13: 9783446421325
  • ISBN-10: 3446421327
  • Best.Nr.: 29788295
Karl Koltze, seit 2004 Professor für Konstruktionslehre mit Schwerpunkt Textilmaschinen im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Niederrhein.

Leseprobe zu "Systematische Innovation"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Systematische Innovation zu blättern!



Leseprobe zu "Systematische Innovation"

1. Innovationsprozess, Innovationstechnologien
2. Kreativität und Methodik
3. Entstehung der TRIZ
4. Methoden der klassischen TRIZ
5. Neue Tools
6. Der systematische Problemlösungsprozess
7. Integration der erfinderischen Problemlösung in den Produktentwicklungsprozess
8. Varianten und Entwicklungen
9. Software
10. Zertifizierung
11. Arbeitsmittel

Leseprobe zu "Systematische Innovation"

3 Die Theorie der erfinderischen Problemlösung (S. 18-19)

TRIZ ist keine Methode, sondern eine Theorie, eine auf Analysen und Beobachtungen basierende Einsicht. Entstanden ist diese Theorie durch Arbeiten von Genrich Altschuller (1926 - 1998) in der ehemaligen Sowjetunion. Die russische Originalbezeichnung lautet "" (Teoria Reshenia Izobretatelskih Zadatch), woraus sich die Abkürzung „TRIZ“ ableitet. Sinngemäß bedeutet die Übersetzung "Theorie des erfinderischen Problemlösens" oder "Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme".

Bekannt ist auch die englischsprachige Bezeichnung „Theory of inventive problem solving“, woraus sich die in manchen Literaturquellen genannte Abkürzung „TIPS“ ableitet. International hat sich jedoch die Originalabkürzung „TRIZ“ durchgesetzt. Die Theorie der erfinderischen Problemlösung basierte auf der jahrelangen Analyse von zunächst mehr als 400.000 erfinderischen Lösungen, dokumentiert in Form von Patenten. Heute sind mehr als 1,5 Millionen Patente analysiert und die Theorie wurde weiter bestätigt. Die umfangreiche Analysearbeit einer Vielzahl erfinderischer Problemlösungen brachte folgende wesentliche Erkenntnisse hervor:

a) Über 99% der kreativen Problemlösungen beinhalten die Nutzung bereits zuvor bekannter Lösungsprinzipien. Nur weniger als 0,3% sind wirkliche Pioniererfindungen, technisch/physikalische Entdeckungen.

b) Innovative Problemlösungen resultieren aus der Überwindung von Widersprüchen. Die Arbeit mit Widersprüchen ist damit wesentliches Kennzeichen des erfinderischen Problemlösungsprozesses.

c) Technische Systeme zeigen Evolutionsschritte. Es gibt Gesetzmäßigkeiten in der Evolution technischer Systeme. d) Die gefundenen Muster im kreativen Problemlösungsprozess sind bereichsübergreifend.

e) Neue, innovative Ideen können auf einem systematischen Weg erarbeitet werden, indem frühere Erfahrungen und Konzepte früherer Lösungen wiederverwendet werden. Diese in der TRIZ formulierten Erkenntnisse begründen neuartige Wege des Denkens. Wenn neue Problemlösungen durch Nutzung bereits bekannter Lösungsprinzipien möglich sind, wenn Widersprüche Ausgangspunkt erfinderischer Lösungen sind, wenn Evolutionsschritte von bekannten technischen Systemen auf neue Systeme übertragbar sind, dann lassen sich Erfindungen systematisch erarbeiten.

Das durch die TRIZ veränderte Denken, die veränderte Herangehensweise an Problemstellungen hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Fülle von neuartigen Methoden und Hilfsmitteln hervorgebracht. Die wesentlichen werden in diesem Buch beschrieben. Dabei müssen diese Werkzeuge, muss die TRIZ nicht nachweisen, dass sie wirksam sind. Der Nachweis ist bereits in den vielen hunderttausend analysierten Patentschriften, die die Grundlage der TRIZ bildeten, erbracht.

3.1 Ein systematischer Weg zur Erfindung

Die ursprüngliche Motivation für die Entstehung der TRIZ bestand darin, einen systematischen Weg zur Erarbeitung erfinderischer Lösungen zu finden. Genrich Altschuller begann 1946 damit, Patente auf der Suche nach Gemeinsamkeiten in der Lösungsfindung zu analysieren und entwickelte erste Erkenntnisse der TRIZ.