Strategisches Management von Mergers & Acquisitions
Teil A: Grundlagen des M&A-Managements Veränderte
Rahmenbedingungen des M&A-Managements Zwischenfazit und
Überblick über den Aufbau Teil B: M&A - Von der Strategie zum
Controlling Generelle Leitlinien und Strategien für M&A
Organisation und Personal bei M&A Kommunikation und Controlling
bei M&A Teil C: Fallstudien Integrationsbüro am Beispiel
"Bosch-Rexroth" Konsolidierung und M&A am Beispiel
der Brauwirtschaft
M&A-Management wird in der Wissenschaft und Praxis zumeist im
Hinblick auf die Phasen eines M&A-Projektes (Vorfeld-,
Transaktions-, Integrationsphase) behandelt. Dies führt dazu, dass
die einzelnen Managementfunktionen (Planung, Organisation etc.)
meist nur einer Phase zugeordnet werden. So werden etwa die
Funktionen"Planung/Strategie"der Vorfeldphase
und"Organisation"und"Personal"der
Integrationsphase zugeteilt. Es ist jedoch offensichtlich, dass die
Managementfunktionen in allen Transaktionsphasen
erfolgsentscheidend sind. Wissenschaftler, die Managementwissen und
M&A-Know-how verbinden, sowie ausgewählte Praktiker aus
Industrie und Beratung stellen in ihren hochaktuellen Beiträgen die
Bedeutung der klassischen Managementfunktionen dar. Dabei wird
insbesondere auch ein transaktions-/projektübergreifender
Blickwinkel eingenommen.
Ausstattung/Bilder: 2006. XVII, 408 S. m. zahlr. Abb.
Best.Nr. des Verlages: 85028171
Deutsch
Abmessung: 241mm x 175mm x 27mm
Gewicht: 795g
ISBN-13: 9783834901279
ISBN-10: 383490127X
Best.Nr.: 20864671
"Der Sammelband [...] bietet bei einem erfrischend anderen Ansatz eine gute Einführung in das Thema." Börsen-Zeitung, 30.01.2007
"Der Sammelband [...] bietet bei einem erfrischend anderen Ansatz eine gute Einführung in das Thema." Börsen-Zeitung, 30.01.2007
"Der Sammelband [...] bietet bei einem erfrischend anderen Ansatz eine gute Einführung in das Thema." Börsen-Zeitung, 30.01.2007
Dr. Frank Borowicz ist Mitglied im Bundesverband für Mergers & Acquisitions, Habilitand an der FernUniversität in Hagen und stellv. Studiengangsleiter Wirtschaft/ Medienmanagement an der Fachhochschule St. Pölten.
Dr. Klaus Mittermair ist Partner der KPMG Gruppe in Österreich, Geschäftsführer der KPMG Financial Advisory Services GmbH und der KPMG Alpen-Treuhand GmbH sowie Universitätslektor an der Universität Linz.
Leseprobe zu "Strategisches Management von Mergers & Acquisitions"
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Leseprobe zu "Strategisches Management von Mergers & Acquisitions"
Michael H. Grote und Marek T. Wolek
Internationale M&,A (S. 41-43) Schaffung von langfristigen Wettbewerbsvorteilen
Inhalt: 1 Einleitung: Wettbewerbsvorteile durch Expansion in Schwellenländer 2 Kurzfristige Gewinnsteigerungen vs. langfristige Wettbewerbsvorteile 3 Vorteile einer kombinierten Strategie 4 Kauf von Unternehmen über Landesgrenzen hinweg: Chancen und Risiken 5 Fazit: Prozess und Organisationsinnovationen rücken in den Vordergrund Literaturverzeichnis
1 Einleitung: Wettbewerbsvorteile durch Expansion in Schwellenländer
Es sind vor allem zwei Probleme, die deutsche Unternehmer schlecht schlafen lassen: hohe Löhne und die drastisch zunehmende internationale Konkurrenz. Die wichtigs ten Strategien zur Lösung der Probleme sind die Verlagerung der Produktion ins Aus land und die Erschließung neuer Märkte. Beide Strategien werden bislang weitgehend getrennt wahrgenommen und analysiert. Dieser Beitrag plädiert für eine integrierte Herangehensweise, die langfristige Wettbewerbsvorteile verspricht. Die reine Verlage rung der Produktion in Billiglohnländer führt zwar zu kurzfristigen Kostensenkun gen, kann aber von der Konkurrenz kopiert werden und bietet somit mittel und lang fristig kaum Vorteile. Die Erschließung neuer Märkte durch Verkaufsbüros in weiteren entwickelten Ländern kann zwar zu vermehrtem Absatz führen, ändert jedoch am Grundproblem, den hohen Kosten, wenig. Die Kombination der beiden Ansätze, eine teilweise Verlagerung der Produktion in Länder mit geringeren Lohnkosten, die aber gleichzeitig einen eigenen Markt darstellen, führt hingegen zum Aufbau von langfris tigen Vorteilen im Wettbewerb.
Obwohl Deutschland immer wieder als „Exportweltmeister" tituliert wird, wissen die Unternehmer um die Kehrseite dieser Medaille: Vieles, was Deutschland exportiert, ist nicht hier hergestellt, sondern seinerseits importiert worden. Die eigentliche Wert schöpfung findet nur noch zum geringen Teil in Deutschland statt1. Dieser Trend wurde in den 80er Jahren von den Großunternehmen eingeleitet, heute erwirtschaftet ein Großteil aller Unternehmen im DAX mehr als die Hälfte des Umsatzes und der Wertschöpfung im Ausland. Die Prozesse der Wertschöpfungskette werden beständig dorthin verlagert, wo sie am effizientesten durchgeführt werden können. Dies hat den Großunternehmen geholfen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen, denn die Anzahl der Konkurrenten ist aufgrund der stärkeren Verknüp fungen der Märkte beständig größer geworden. Diesen Druck bekommen seit einigen Jahren auch mittelständische Unternehmen zu spüren2. Für das Ausprobieren einer Vielzahl von strategischen Optionen und die Suche nach der richtigen Strategie haben mittlere und kleinere Unternehmen jedoch zu wenig finanzielle Reserven, zu wenig Managementressourcen und zu wenig Zeit zur Verfügung. Zudem reicht die Verfol gung von vordergründig einfachen Strategien – Verlagerung von Teilen der Produkti on in Niedriglohnländer oder Gründung neuer Verkaufsbüros in entwickelten Län dern – im internationalen Wettbewerb nicht aus.
Im Gegensatz dazu kann der Kauf eines Unternehmens in einem Schwellenland zu langfristigen Wettbewerbsvorteilen führen. Wachstumsmärkte wie Indien, China, Brasilien sowie Russland und andere osteuropäische Länder haben im Verhältnis zu den etablierten Märkten nicht nur sehr stark wachsende Nachfragemärkte3, sondern bieten auch Kompetenzen in Produktion, Konstruktion und Vertrieb. Das Lohnniveau ist deutlich niedriger als in Deutschland, aber es sind keine klassischen Billiglohnlän der mehr. Um die Chancen auszunutzen, die sich in diesen Regionen bieten, ist ein tiefes Verständnis für die jeweiligen Märkte notwendig. Eine Akquisition oder Fusion mit den Zielen, Marktverständnis aufzubauen und dabei simultan eine Produktions und eine Vertriebsstrategie umzusetzen, erscheint zunächst komplex und risikoreich. Dies ist aber nicht komplexer und risikoreicher als die parallele Verfolgung der beiden erstgenannten Strategien in unterschiedlichen Ländern. Um die möglichen Wettbe werbsvorteile zu realisieren, muss – zumindest für eine Zeit nach dem Kauf – das Schwergewicht auf Innovationen im Produktionsprozess und in der Organisation gelegt werden. Diese Bereiche werden von mittelständischen Unternehmen häufig unterschätzt.
Inhaltsangabe
Teil A: Grundlagen des M&A-Managements
- Veränderte Rahmenbedingungen des M&A-Managements
- Zwischenfazit und Überblick über den Aufbau
Teil B: M&A
- Von der Strategie zum Controlling
- Generelle Leitlinien und Strategien für M&A
- Organisation und Personal bei M&A
- Kommunikation und Controlling bei M&A
Teil C: Fallstudien
- Integrationsbüro am Beispiel "Bosch-Rexroth"Konsolidierung und M&A am Beispiel der Brauwirtschaft
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