Soziale Marktwirtschaft steht im Spannungsfeld zwischen
marktwirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit. Diese
Dialektik sorgt in der Bundesrepublik Deutschland seit 1948 für
sozialen Ausgleich, wirtschaftlichen Erfolg und eine stabile
Demokratie. Die Frage ist: Haben Grundwerte wie Freiheit,
Gerechtigkeit, Solidarität und Verantwortung Bestand in der
schnelllebigen Welt des 21. Jahrhunderts? Ist das deutsche
Wirtschaftsystem beispielhaft für eine europäische oder globale
Wirtschaftsordnung? Werden künftige Wirtschaftslenker angesichts
globaler Anforderungen überhaupt ausreichend mit einer scheinbaren
Selbstverständlichkeit wie der Sozialen Marktwirtschaft
konfrontiert? Heike Rieder forscht nach den Grundlagen der Sozialen
Marktwirtschaft, ihren Vätern, ihrer politischen Implementierung
und externen Einflüssen im Lauf ihrer 60-jährigen Geschichte. Sie
bezieht Stellung zu aktuellen Herausforderungen wie
Massenarbeitslosigkeit, Armut, demographischen Veränderungen, zur
Weltfinanzkrise, der Globalisierung und Umweltproblemen. Inwieweit
kommen diese Problemfelder im Betriebswirtschaftsstudium zur
Sprache? Gibt es Ausbaubedarf bei der Wertevermittlung für die
Manager von Morgen ?