Selbstgefühl - Frank, Manfred

Selbstgefühl

Eine historisch-systematische Erkundung

Manfred Frank 

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Selbstgefühl

Selbstbewußtsein war so sehr ein Thema der philosophischen Moderne, daß es die ganze Epoche hat charakterisieren können. Neben dem Ausdruck "Selbst-Bewußtsein", der erst im 18. Jahrhundert aufkam, machte bald ein weiterer von sich reden, der damals weiter verbreitet war: "Selbstgefühl". Warum aber soll Selbstbewußtsein ein Gefühl, eine vorbegriffliche Kenntnisnahme oder Einstellung sein?

Das neue Buch von Manfred Frank unternimmt eine großflächig angelegte Erkundung sowohl rationalistischer als auch empiristisch-psychologischer Theoriebildungen, die heute meist vergessen sind. Es sichtet alte Überzeugungen im Lichte dessen, was neuere Theorien von ihnen lernen könnten, und gibt abschließend einen Kommentar zu Novalis, in dessen Fichte-Studien die Annahme eines ungegenständlichen Selbst- und Seinsgefühls stand.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 278 S.
  • Seitenzahl: 300
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.1611
  • Best.Nr. des Verlages: 29211
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 109mm x 19mm
  • Gewicht: 175g
  • ISBN-13: 9783518292112
  • ISBN-10: 3518292110
  • Best.Nr.: 10854318
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2003

Sprich, Seele, sprich mit mir!
Manfred Frank verfolgt die Theorien des Bewusstseins durch die Philosophiegeschichte
Zum vielleicht prekärsten Dauerthema der neueren Philosophie, Bewusstsein oder Selbstbewusstsein, hatte Manfred Frank bereits vor zwölf Jahren eine Studie des Titels „Fragmente einer Geschichte der Selbstbewusstseins-Theorie von Kant bis Sartre” veröffentlicht. Der jetzt erschienene Band „Selbstgefühl” lässt sich als Fortsetzung lesen, nur dass nun auch Einsichten von Autoren diskutiert werden, derer anderenorts nurmehr in den dicksten Handbüchern gedacht wird, etwa Karl Heinrich Heydenreich, des Lehrers von Novalis in Leipzig, des Göttinger Philosoph Christoph Meiners oder Johann Nikolaus Tetens, der innerhalb einer einheitlichen „Seelengrundkraft” nur Schattierungen vom dunklen zum hellsten Bewusstsein annahm.
Frank durchmustert historisch-systematisch Bewusstseinstheorien des 18. Jahrhunderts, der deutschen Aufklärung und Romantik, wie auch solche der französischen Rationalisten und englischen Empiristen. Überraschend ist dabei, wie sich Ideen längst verdrängter, durch die groben Netze des Zeitgeistes gefallener Denker in der …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Willy Hochkeppel findet Manfred Frank Studie "Selbstgefühl" recht überzeugend. Wie Hochkeppel ausführt, verfolgt Frank darin in historisch-systematischer Absicht die Bewusstseinstheorien des 18. Jahrhunderts, der deutschen Aufklärung und Romantik, wie auch solche der französischen Rationalisten und englischen Empiristen. Frank mute dem Leser eingestandenermaßen zu, sich durch "die labyrinthischen Verästelungen" der Tradition zu "quälen". Ausgehend von Novalis' Begriff des "Selbstgefühls", berichtet Hochkeppel, schlage sich Frank in "gedrängten Exegesen" und "auf Umwegen unzähliger Exkurse" durch das Dickicht der Bewusstseinstheorien von Leibniz, Kant, Herder, Fichte, Schleiermacher, Descartes, Condillac, Hume, Locke, Russell, Kripke, Sartre und anderen. Dabei spiele er jeweils Fragen diffizilster Art durch. Alles in allem besteht für Hochkeppel kein Zweifel daran, dass Frank ein "ungemein dichtes, höchst gelehrtes, lehrreiches Buch über eine der schwierigsten Materien der Philosophie" geschrieben hat. Indes, es liege keine fortune im Umgang mit dem Bewusstseinsproblem, klagt der Rezensent abschließend. "Die Lösung des Bewusstseinsproblems", vermutet er, "verlangte von der Vernunft, über ihren eigenen Schatten zu springen."

© Perlentaucher Medien GmbH
Manfred Frank ist Professor für Philosophie in Tübingen.

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