Beruht auf langjährigen Praxiserfahrungen der Autoren
Alle Bausteine für die Leitung von Innovationsprojekten
Viele Beispiele und konkrete Tipps
"Das Beste, was ich seit langem zum Thema
Innovationsmanagement genossen
habe. Ein Leckerbissen, der sowohl dem erfahrenen Praktiker als
auch dem
Neueinsteiger viel Wertvolles liefert."
Dr. Eugen Voit, CTO Leica Geosystems
" eine sehr gelungene Zusammenstellung der wesentlichen Themen
zum
Management komplexer F+E-Organisationen sowie deren Einbindung in
den
gesamten Innovationsprozess. Von der Vision zur Aktion werden alle
Elemente,
aber auch alle Hürden und Risiken an gut recherchierten Beispielen
dargestellt.
Wirklich zu empfehlen "
Prof. Dr. Werner Baur, Chief Technology Officer Nestlé
Dieses Buch beschreibt die Bausteine und Instrumente des situativen
Innovationsmanagements. Dabei werden die wichtigsten harten und
weichen Elemente einer Produktentwicklung praxisnah anhand
zahlreicher Beispiele dargestellt.
"Von der Vision zur Aktion werden alle Elemente, aber auch alle Hürden und Risiken an gut recherchierten, praxisnahen Beispielen dargestellt. Die ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis erleichtert den Transfer der Erkenntnisse ins eigene Unternehmen." (Innovationsmanager, Oktober 2008)
Prof. Dr. Oliver Gassmann ist Professor für Technologiemanagement und Direktor des Instituts für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen.
Leseprobe zu "Praxiswissen Innovationsmanagement"
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9 Empathic Design in der BMW Group (S. 145-146) Martin Stahl, Ulrich Meyer-Höllings 9.1 Die herausforderung: nachhaltig differenzieren
Wieder einmal steht die Automobilindustrie vor einer neuen Herausforderung. Nachdem die Differenzierung in den letzten Jahren vom Geiste einer Leistungs- bzw. Preisführerschaft getrieben war, rückt nun die Dimension Umweltverträglichkeit stark in den Vordergrund. Dies stellt die Automobil industrie vor die Frage, wie die globale Debatte über Klimaerwärmung und den Einfluss des Menschen darauf die Nachfrage für Automobile beeinflusst.
In dieser Situation liegt es nahe, dass neue Bedürfniskombinationen die entscheidenden Differenziatoren der Zukunft sein werden. Diese zu identifizieren und in Produkte umzusetzen ist die Herausforderung, mit der viele Unter nehmen in der führen Phase des Produktentwicklungsprozesses konfrontiert sind. Hierbei kommt einer adäquaten Informationsgrundlage die entscheidende Rolle für den Prozess der strategischen (Produkt-)Planung zu.
Besonders in Bezug auf die genauere Erforschung der soziokulturellen Treiber eines Wertewandels werden geeignete Analyseinstrumente menschlichen Verhaltens benötigt. Dabei ist es insbesondere notwendig, die Diskrepanz zwischen Einstellungen und Verhalten von Kunden, die sogenannte „saying-doing-gap“ zu überwinden. Dafür können empathische Untersuchungsmethoden einen wesentlichen Beitrag leisten. So können zusätzliche Erkenntnisse über den Kunden erschlossen werden, die einen strategischen Erfolgsfaktor im Produktentwicklungsprozess darstellen können.
Produkteigenschaften sind seit den Anfängen der Automobilindustrie die wichtigsten Differenzierungsfaktoren im Wettbewerb gewesen. Unter Produkteigenschaften werden messbare Attribute wie beispielsweise Leistung (Fahrleistung, Verbrauch), Qualität und Zuverlässigkeit verstanden. Betrachtet man die Konzepte, die in der Automobilindustrie hinter der Mehrheit von Fahrzeugen und technologischen Lösungen liegen, so hat sich offenbar ein dominantes Design etabliert. So wird die große Mehrheit der Automobile heute von einem Hubkolbenmotor angetrieben und verfügt über eine standardisierte Nutzerschnittstelle (Lenkrad, Pedale etc.).
Wesentliche Unterschiede innerhalb des Produktspektrums der Automobilindustrie sind nur noch zwischen den verschiedenen Marktsegmenten zu erkennen. Innerhalb dieser Segmente haben sich jedoch, geprägt durch die Globalisierung der Automobilindustrie, sehr ähnliche Konzepte und Leistungsniveaus etabliert. So verfügt die Mehrzahl aller Fahrzeuge in der Kompaktklasse („Golfklasse“) aus raumökonomischen Gründen über Frontantrieb, Vierzylindermotoren und fünf Sitzplätze. Gelegentlich wird von einer „qualitativen und technologischen Konvergenz“ innerhalb der Automobilindustrie gesprochen (Ealey, Troyano-Bermúdez 1996)."
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