Karl Marx' "Das Kapital" - Shipside, Steve

Steve Shipside 

Karl Marx' "Das Kapital"

52 brilliante Ideen für Ihr Business

Übersetzer: Bertheau, Nikolas
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Karl Marx' "Das Kapital"

Karl Marx "Das Kapital" gehört zu den einflussreichsten Büchern der politischen Ökonomie. Mit Marx Kapitalismuskritik und seiner These von der Instabilität der freien Marktwirtschaft ließ sich die Unausweichbarkeit der Finanzkrise vorhersagen. Steve Shipside stellt Marxens Theorie auf den Prüfstand, indem er sie auf Beispiele unserer modernen Unternehmenswelt appliziert.

Sie erfahren:
- Warum das Big Business nicht unbedingt das bessere Business ist.
- Wie Sie ein Team aus kreativen und individuellen Mitarbeitern zusammenstellen.
- Warum ein erfolgreiches Unternehmen ein soziales Bewusstsein braucht.


Produktinformation

  • Verlag: Gabal
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 120 S.
  • Seitenzahl: 119
  • Business Classics
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 131mm x 12mm
  • Gewicht: 207g
  • ISBN-13: 9783869360607
  • ISBN-10: 3869360607
  • Best.Nr.: 28026930
Steve Shipside ist als Autor und Berater spezialisiert auf den Bereich Business und Kommunikation und schreibt für englische Zeitungen wie The Guardian, The Times und The Telegraph.


Leseprobe zu "Karl Marx' "Das Kapital"" von Steve Shipside

19 Schwarz auf Weiss (S. 46-47)

Einige seiner radikalsten Schlussfolgerungen zieht Marx aus offi ziellen Berichten wie beispielsweise aus den von der Regierung vorgelegten »Blaubüchern«, findet man dort doch »den dokumentarischen Nachweis für die fortwährende Senkung des Arbeitspreises seit dem Beginn des Antijakobinerkriegs. In der Weberei z.B. war der Stücklohn so gefallen, daß trotz des sehr verlängerten Arbeitstags der Taglohn jetzt niedriger stand als vorher.«

Offizielle Berichte gehören üblicherweise nicht zur spektakulärsten Lektüre, aber Marx zeigt, dass sie der erste Schritt zur Revolution sein können. Was er uns sagen möchte, erhält seinen Nachdruck weniger aus den etwas verschlungenen und wiederholungsreichen Theorien über Gebrauchswert und Kapital als aus seinen Beobachtungen zu den Arbeitsbedingungen von der industriellen Revolution bis in die viktorianische Zeit. Wo immer möglich, zitiert er authentische Quellen, aber er nahm sich auch die Zeit, ausführlich die jeweiligen offi ziellen Dokumente zu studieren, um sich ein breiteres Bild zu verschaffen. So erwiesen sich die Berichte als das, was sie auch heute noch sind: der Schlüssel nicht nur zur Vergangenheit, sondern auch zur Schaffung einer besseren Zukunft.

Nachhaltiger Kapitalismus in allen seinen Formen (ökologisch, gesellschaftlich, ethisch usw.) ist nur dann wirklich nachhaltig, wenn er als solcher wahrgenommen wird und wenn Unternehmen ihr Bekenntnis zu ihm glaubhaft demonstrieren können. Ein wichtiger Baustein, der dabei nicht fehlen darf, ist Transparenz – aber viele Unternehmen nehmen diesen Aspekt aus dem einen oder anderen Grund nicht ernst genug. Entweder lassen sie sich von dem wohltuenden Klang des eigenen formelhaften Bekenntnisses zur gesellschaftlichen Verantwortung einlullen und versäumen es darüber, für Nachhaltigkeit genau so aktiv zu werden wie für jedes andere Geschäft auch, oder sie üben sich in der Kunst des »Greenwashing «. Greenwashing bezeichnet eine Form der Schönfärberei, bei der sich das Unternehmen ein Mäntelchen des gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins umhängt, hinter den Kulissen aber weiterhin ungeniert die kapitalistische Nummer fährt.

Klassische Beispiele von Greenwashing sind Hotels, in denen die Gäste freundlich gebeten werden, ihre Handtücher der Umwelt zuliebe mehrmals zu verwenden. Wäre wirklich das (und nicht die Kostenreduzierung) die Hauptsorge der Hotels, dann gäbe es dort auch umfangreiche Recycling systeme, Energiesparlampen und gesellschaftliches Engagement. Bei manchen findet man all dies auch tatsächlich. Aber das sind die wenigsten. Eine gute Dokumentation würde das sofort klarmachen.

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