Im Lichtstrahl Gottes.
Jahreslosungsmotiv 2012 von Eberhard Münch
Eine Einladung zur Meditation
Bildbetrachtung von Hans-Joachim Eckstein
Dem Apostel Paulus geht es schlecht, als er seinen Brief an die
Gemeinde in Korinth schreibt. Immer wieder ist er persönlichen
Angriff en ausgesetzt. Er macht deutlich, dass es nicht um sein
Ansehen, seinen Verdienst geht, dass das einzige, was er vorweisen
kann, seine eigene Schwachheit ist. Da spricht Gott zu ihm: Lass
dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen
mächtig.
Meinen Kopf zu senken, von mir selbst abzusehen, hinzuhören, was
Gott spricht, ist der Anfang einer neuen Geschichte Gottes mit mir.
Der Mensch auf dem Jahreslosungsbild von Eberhard Münch hat solche
Gnade erfahren. Wie ein Lichtstrahl fällt Gottes Wort in sein
Leben. Vor seinen Augen öffnet sich eine neue, farbige Welt voller
Kraft und Zuversicht, schillernd wie das bunte Gefieder eines
Vogels. Auch Christus war in seiner Schwachheit stark. Dafür steht
das Kreuz im Hintergrund, in dessen Zentrum der Lichtkegel seinen
Anfang nimmt.
Kraftvoll. Symbolreich.
Jahreslosungsmotiv 2012 von Uwe Appold
Mit kühnem Schwung durchzieht ein weißer, weit gespannter Bogen die
Fläche des Bildes. Weiß die reine Farbe steht für Christus. Er war
vor uns. Er ist unter uns. Sein Weg führt in die Zukunft . Alles,
was der Bogen berührt, wird von der Kraft der Bewegung in ein neues
Licht getaucht, golden verwandelt. Überhaupt ein Bild voller
Symbole: Das Quadrat mit der abgeschrägten Ecke als Zeichen für das
Haus, das uns Schutz bietet. Darunter, im Zentrum des Bogens, eine
Krone neben einem roten Fanal Sinnbild für die Macht des Glaubens
über den Tod. Mit einem in der Mitte offenen Quadrat setzt der
Künstler ein Zeichen für die Erde daneben ein J als Symbol für
Christus , der auf die Erde gekommen ist. Dies unterstreichen auch
die darüber angeordneten Zeichen: das Tor, das Kreuz und XII/IX
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig (2. Kor. 12,9). Formen und
Facetten des Lebens gewinnen bei aller Verschiedenheit, durch die
Kraft Gottes eine neue Dimension. Erhaben, nuancenreich und voller
Tiefe steht ein leuchtendes Blau im übertragenden Sinne für den
Glauben.
Eberhard Münch, 1959 in Mainz geboren. Schon als Kind begeisterte er sich fürs Malen und Zeichnen. 1981 Studium italienischer Wandmalerei. 1982 bis 1987 Studium und Lehrtätigkeit an der Kunstschule Angelika Khan-Leonhard. Von 1983 bis 1987 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, Studienfach Wandmalerei bei Prof. Günter Vogelsamer, Prof. Oskar Koller und Prof. Erwin Senft. Abschluss als akademischer Kunstmaler. 1988 Hochzeit mit Maria Amelia Acconci. 1985 bis 1996 Zusammenarbeit mit der Staatlichen und Kirchlichen Denkmalpflege. Aufträge in sakraler Großraumgestaltung, Rekonstruktion und Neuinterpretation historischer Wandmalereien. Seit 1987 selbstständig als freier Maler und Raumgestalter. Aufträge im In- und Ausland an profaner und sakraler Architektur. Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit Anfang der 80er Jahre.
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