Seit den neunziger Jahren fordern institutionelle Kapitalanleger
vom Management deutscher, aber auch internationaler Unternehmen
eine wertorientierte Unternehmensführung im Sinne des Shareholder
Value-Ansatzes. Diese Philosophie verlangt, dass sich die
Unternehmensmitarbeiter und Führungskräfte an den Zielen der
Anteilseigner ausrichten und den Marktwert des Eigenkapitals
maximieren. Eine erfolgreiche Shareholder Value-Implementierung
erfordert dabei die Integration eines gestaltungsfähigen
anreizorientierten Entgeltsystems, welches zur Unterstützung des
strategischen Unternehmensziels beiträgt. Bei börsennotierten
international orientierten Unternehmen wird eine wertorientierte
Entlohnung vorzugsweise für das Management (Vorstandsmitglieder und
AT-Führungskräfte) eingeführt, die wertorientierte
Steuerungskennzahlen und den Aktienkurs als Steuerungs- und
Bewertungsinstrumentarium einsetzen. Im Rahmen dieser Entlohnung
stehen vor allem Aktienoptionsprogramme als Form der variablen
Entlohnung im Mittelpunkt. Gerade bei Aktiengesellschaften können
auf diesem Weg die Ziele des Managements eng mit denen der
Unternehmung bzw. denen der Aktionäre verknüpft werden. Genau
diesen Weg geht das Buch: Nationale und internationale
Entgeltsysteme werden aus dem Shareholder Value-Ansatz abgeleitet.
In einem Vier-Säulen-Modell werden neben den
Aktienoptionsprogrammen auch die betriebliche Altersversorgung
sowie die private Altersversorgung mit einbezogen. Anhand des
BASF-Falls kann ein real laufendes Aktienoptionsmodell ausführlich
studiert werden. Die Rentenreform 2001 ergänzt das Entgeltsystem.
Mit einem internationalen Vergleich unterschiedlicher
Entgeltsysteme schließt das Buch.
Prof. Dr. Wilhelm Schmeisser, Professor an der FHTW Berlin für Finanzierung und Investition, Unternehmensführung, insbesondere Personalwirtschaft und an der Universität Duisburg tätig. Er ist Direktor des Kompetenzzentrums "Internationale Innovations- und Mittelstandsforschung", Berlin.
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