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In einer dynamischen Zivilisation erhöht sich in Wissenschaft und Technik, in Wirtschaft und Kunst die Neuerungsrate. Die Zeitdauer konstanter Arbeits- und Lebensverhältnisse nimmt ab, der Aufenthalt in der Gegenwart verkürzt sich. Zeit wird knapp und organisationsbedürftig. Hermann Lübbe beschreibt und analysiert die kulturellen, wirtschaftlichen und zeitumgangstechnischen Folgen dieser "Gegenwartsschrumpfung" und zeichnet ein umfassendes Panorama der Zeit-Verfassung unserer modernen Kultur. "Der Autor stellt dem Leser den mehr als fraglichen Beschleunigungscharakter unserer modernen Kultur…mehr

Produktbeschreibung
In einer dynamischen Zivilisation erhöht sich in Wissenschaft und Technik, in Wirtschaft und Kunst die Neuerungsrate. Die Zeitdauer konstanter Arbeits- und Lebensverhältnisse nimmt ab, der Aufenthalt in der Gegenwart verkürzt sich. Zeit wird knapp und organisationsbedürftig. Hermann Lübbe beschreibt und analysiert die kulturellen, wirtschaftlichen und zeitumgangstechnischen Folgen dieser "Gegenwartsschrumpfung" und zeichnet ein umfassendes Panorama der Zeit-Verfassung unserer modernen Kultur.
"Der Autor stellt dem Leser den mehr als fraglichen Beschleunigungscharakter unserer modernen Kultur facettenreich und anschaulich vor. Spricht aus, was wir in unserer Angst, uns auf der schnellen Reise selbst zu verlieren, schon fast gar nicht mehr wahrnehmen wollen..." "Das Buch versucht eine Phänomenologie unserer Kultur, deren Äußerungen sich ständig und mit wachsender Geschwindigkeit verändern. Seine Belege sind uns in ihrer Alltäglichkeit überraschend, aber in ihren Einzelheiten plausibel..." (VDI nachrichten magazin bzw. Physikalische Blätter)
  • Produktdetails
  • Verlag: Springer, Berlin
  • 3., überarb. u. erw. Aufl.
  • Seitenzahl: 468
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: xii, 454 S. XII, 454 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 155mm x 31mm
  • Gewicht: 815g
  • ISBN-13: 9783540002024
  • ISBN-10: 3540002022
  • Best.Nr.: 04446345
Autorenporträt
Hermann Lübbe, geboren 1926, ist em. Professor für Philosophie und Politische Theorie an der Universität Zürich. Er lehrte an vielen Universitäten des In und Auslands, war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und von 1966-1970 Staatssekretär in Düsseldorf
Inhaltsangabe
Vorbemerkung zur Lage der zeittheoretischen Literatur.- 1. Schwierigkeiten mit der Erinnerung. Über den Umgang mit der Vergangenheit im Fortschritt.- 1.1 Die Gegenwart der Toten. Historisierter Friedhof und anonyme Bestattung.- 1.2 Denkmalschutz oder die Paradoxien des Versuchs, Altes neu alt zu machen.- 1.3 Die historisierte Moderne oder die Postmoderne.- 1.4 Exkurs über Rückbau.- 2. Avantgarde oder Wie man wider Willen die Vergangenheit fortschreitend interessanter macht.- 2.1 Das Avantgarde-Paradox: Die Vergangenheit rückt der Gegenwart näher.- 2.2 Avantgarde-Komplemente: Eklektik und Klassik.- 3. Avantgarde und politische Geschichtssinnverwaltung.- 3.1 Avantgardistische Kunst und totalitäre Herrschaft.- 3.2 Politischer Avantgardismus oder Fortschritt und Terror.- 4. Informationsdynamik und Überlieferungsbildung.- 4.1 Die Bürokratie und das Reliktmengenwachstum.- 4.2 Kassation oder die archivarische Altaktenvernichtung.- 4.3 Präzeption oder die gegenwärtige Vorwegnahme zukünftiger Vergangenheitsrezeption.- 4.4 Speicherbibliotheken oder der Zwang zur Entmischung aktueller und veralteter Information.- 5. Informationsdynamik und wissenschaftlich-technische Evolution.- 5.1 Wissenschaftskulturelle Folgen dynamisierter Erkenntnispraxis.- 5.2 Innovationsverdichtung in der technischen Evolution.- 6. Exkurse.- 6.1 Exkurs I. Kulturevolutionäre Beschleunigung: Schein oder Sein?.- 6.2 Exkurs II. Der Streit um die Kompensationsfunktion der Geisteswissenschaften.- 7. Zeitnutzungszwänge.- 7.1 Technisch induzierte Zeitnutzungszwänge.- 7.2 Zeit als Medium der Handlungskoordination. Sozial bedingte Zeitnutzungszwänge.- 8. Zeitgewinne und kulturelle Zeitnutzungsfolgen.- 8.1 Zeit als Freiheit.- 8.2 Kulturelle und soziale Differenzierungsfolgen der Zeitfreiheit.- 9. Erlebte und gemessene Zeit.- 9.1 Subjektive und objektive Zeit.- 9.2 Kulturzeit und Naturzeit.- Nachwort.- I. Gegenwartsschrumpfung. Ein neuer Begriff weckt Interesse.- II. Zeit-Gewinne und die Aktualität der Zeit-Moralistik.- III. Zeit-Kosten als Sinngrenzen von Innovationen.- IV. Die Blüte der Geisteswissenschaften und die Zukunft der Erinnerung.- Personenverzeichnis.- Begriffsverzeichnis.