Führungsstark in alle Richtungen - Groth, Alexander

Alexander Groth 

Führungsstark in alle Richtungen

360-Grad-Leadership für das mittlere Management

Illustrator: Plaßmann, Thomas
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Führungsstark in alle Richtungen

Führungskräfte des mittleren Managements haben die schwierigste Position im Unternehmen: Sie bekommen Druck von oben und unten, müssen mit ihren Managerkollegen gleichzeitig kooperieren und konkurrieren. Zudem müssen sie ihre eigene Entwicklung ständig den unbarmherzig steigenden Anforderungen anpassen. Alexander Groth zeigt, wie man sich selbst zu einer integren und authentischen Führungskraft weiterentwickelt und den Anforderungen aller vier Führungsebenen gerecht wird. Denn nur wer konsequent in alle Richtungen führt, wird langfristig erfolgreich sein.

Alexander Groth weiß aus seiner Erfahrung als Trainer von Führungskräften, dass diese komplexe Konstellation das Kernproblem des mittleren Managements ist. Er erläutert, wie man sich selbst zu einer integren und authentischen Führungskraft weiterentwickelt, sein Team zu hoher Leistung führt, mit den Kollegen auf gleicher Ebene kooperativ umgeht, ohne sich von der Konkurrenz ausstechen zu lassen, und seine Ideen und Interessen bei Vorgesetzten erfolgreich durchsetzt. Denn nur wer seine Aufmerksamkeit auf die spezifischen Herausforderungen aller vier Führungsebenen richtet, wird langfristig erfolgreich sein.

Middle managers hold a company's most difficult positions. They are pressured from above and below, and must both cooperate and compete with their manager colleagues at the same time. From his experience as a management trainer, Alexander Groth knows that this complex constellation represents the core problem for middle management. He explains how to develop yourself into a manager with integrity and authenticity, lead your team to higher performance, successfully assert your ideas with your superiors, and maintain cooperative relationships with colleagues at the same level without allowing yourself to be outdone.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2008
  • 2., überarb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 269 S. m. Grafiken, Karikaturen v.Thomas Plaßmann.
  • Seitenzahl: 269
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 141mm x 25mm
  • Gewicht: 405g
  • ISBN-13: 9783593392172
  • ISBN-10: 3593392178
  • Best.Nr.: 28075321
"Without a doubt, currently the best compact handbook for the management tasks facing middle managers" Mark Hübner-Weinhold (Hamburger Abendblatt) "In the midst of the usual management literature, this book is a true bright spot" Rolf Dobelli (getAbstract) "If I had to recommend a book to a middle manager who only had time to read one, I would recommend this one" Dr. Cornelia Hegele (Harvard Businessmanager) "Among the countless handbooks for managers, Alexander Groth's book distinguishes itself in so many important ways that my shattered faith in the usefulness of these products has been somewhat restored" Dr. Werner Fuchs (No 1 reviewer on Amazon.de) "Middle management is a bone-crushing place to be. Groth's tips for finding satisfaction and success in this area are concrete and practical" Dr. Michael Schweizer (Computerwoche) "In this book, Alexander Groth shows that you don't necessarily need to put butter on your head when you're stuck in the traditional sandwich position" Roland Graf (Leadership magazine) "... this is a practical guideline for managers, with directly applicable suggestions for better managing their resources and handling everyday problems" Prof. Dr. Joachim Freimuth (OrganisationsEntwicklung magazine) "Author Alexander Groth has packed a great deal of experience into this book. He is very well acquainted with the everyday work that takes place in companies, with the traps and the unwritten rules" Managementbuch.de
Alexander Groth ist Experte für Leadership. Als Professional Speaker gibt er Führungskräften auf Tagungen und Konferenzen mit seinen Vorträgen neue Impulse für ihre Arbeit. Er ist Leiter des Mastermoduls Leadership an der Universität Stuttgart sowie Lehrbeauftragter für Change Management an der BWL-Fakultät der Universität Mannheim.

Leseprobe zu "Führungsstark in alle Richtungen"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Führungsstark in alle Richtungen zu blättern!



Leseprobe zu "Führungsstark in alle Richtungen" von Alexander Groth

Vorwort
"Die Situation des mittleren Managers Mark, ein Mitarbeiter des mittleren Managements, schaut auf die Uhr. Er weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Der Vormittag war mit dem Schreiben von EMails, ein paar Anrufen und einem Meeting wie im Flug vergangen. Zum Mittagessen hat er sich mit einem Kollegen aus dem Controlling getroffen, um einige aktuelle Unternehmensentwicklungen zu besprechen. Dabei hat er unter dem Siegel der Verschwiegenheit erfahren, dass der momentane Sparkurs des Unternehmens wohl doch nicht ohne Personalreduzierung zu machen sei. Welche Auswirkungen das auf seinen Bereich haben wird, kann er nur erahnen. Noch beim Essen hat sein Handy geklingelt. Sein Chef hat ihn zusammen mit einigen Kollegen zu einer Krisensitzung geordert, weil es ein Problem mit einem der wichtigsten Kunden des Unternehmens gibt. Das Thema "Personalabbau" hat ihn während der gesamten Sitzung beschäftigt, aber sein Chef hat sich nichts anmerken lassen. Jetzt ist es 16 Uhr. Marks Blick fällt abwechselnd auf den Stapel an unerledigter Arbeit auf seinem Schreibtisch und den Bildschirm, der ihm den Erhalt von 73 neuen EMails verkündet. Er hat noch nicht einmal ansatzweise das abgearbeitet, was er sich für den heutigen Tag vorgenommen hatte. Er seufzt. Mark wird klar, dass es auch heute wieder spät werden und er seine beiden Kinder nur noch schlafend sehen wird. Zum Glück zeigt Kathrin viel Verständnis. Eigentlich hatte er gedacht, mit dem Aufstieg ins mittlere Management mehr delegieren zu können und dadurch etwas mehr Zeit zu haben, aber das Gegenteil ist der Fall. Mark nimmt sich den Konzeptvorschlag eines seiner Abteilungsleiter vor. Gerade, als er sich eingelesen hat, klingelt, wie so oft, sein Handy.So wie Mark geht es vielen mittleren Managern. Sie haben das erreicht, wovon die meisten jüngeren Manager träumen: Sie sind ins mittlere Management aufgestiegen. Der neue Titel auf der Visitenkarte löst beim Jahrgangstreffen sichtbareBewunderung aus und der Nachbar schaut neidisch auf den Audi A6-Dienstwagen mit Businesspaket-plus-Ausstattung. Der beste Freund spricht einen scherzhaft mit "Herr Direktor" an, weil man telefonisch nicht mehr direkt, sondern nur noch über die persönliche Assistentin erreichbar ist. So weit ist es das, was Mark sich immer erträumt hat, aber es gibt eben auch die anderen Seiten, die er heute wieder einmal hautnah miterlebt hat.Es sind die folgenden Probleme, mit denen mittlere Manager heutzutage meistens zu kämpfen haben:Hohe berufliche Belastungen und Erwartungen?Elf- bis Zwölf-Stunden-Arbeitstage sind für viele mittlere Manager Alltag geworden. Die Kollegen arbeiten genauso viel, die Geschäftsleitung oft noch mehr. Gelobt wird man dafür nicht, denn das ist der erwartete Standard. Durch Lean Management wurden in den meisten Unternehmen massiv Stellen abgebaut. Heute leisten viele mittlere Manager das, was früher das obere Management verantworten musste, allerdings steht ihnen dafür nicht annähernd dieselbe Anzahl an Mitarbeitern zur Verfügung. Die Anforderungen an den mittleren Manager steigen kontinuierlich weiter. Die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschiebt sich immer mehr zugunsten des Jobs. Viele Führungskräfte haben auch abends und im Urlaub das Firmen-Handy und Arbeitsunterlagen dabei.Die SandwichPosition?Der mittlere Manager hat die Aufgabe, die vom Top-Management vorgegebenen strategischen Ziele in operative Ziele und Prozesse für das untere Management zu übersetzen. Oft fühlen sich mittlere Manager zwischen den beiden Parteien eingeengt: Der Vorgesetzte des mittleren Managers kommt mit teilweise unrealistischen Zielsetzungen und baut Druck zur Umsetzung auf. Die den mittleren Managern unterstellten Führungskräfte beklagen sich über die hohe Belastung und Ressourcenmangel. Der mittlere Manager muss übertriebene Erwartungen und Fehler von beiden Seiten ausgleichen. Dabei kann er es keiner Seite wirklich recht machen."

Leseprobe zu "Führungsstark in alle Richtungen" von Alexander Groth

Vorwort

Die Situation des mittleren Managers

Mark, ein Mitarbeiter des mittleren Managements, schaut auf die Uhr. Er weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Der Vormittag war mit dem Schreiben von EMails, ein paar Anrufen und einem Meeting wie im Flug vergangen. Zum Mittagessen hat er sich mit einem Kollegen aus dem Controlling getroffen, um einige aktuelle Unternehmensentwicklungen zu besprechen. Dabei hat er unter dem Siegel der Verschwiegenheit erfahren, dass der momentane Sparkurs des Unternehmens wohl doch nicht ohne Personalreduzierung zu machen sei. Welche Auswirkungen das auf seinen Bereich haben wird, kann er nur erahnen. Noch beim Essen hat sein Handy geklingelt. Sein Chef hat ihn zusammen mit einigen Kollegen zu einer Krisensitzung geordert, weil es ein Problem mit einem der wichtigsten Kunden des Unternehmens gibt. Das Thema "Personalabbau" hat ihn während der gesamten Sitzung beschäftigt, aber sein Chef hat sich nichts anmerken lassen. Jetzt ist es 16 Uhr. Marks Blick fällt abwechselnd auf den Stapel an unerledigter Arbeit auf seinem Schreibtisch und den Bildschirm, der ihm den Erhalt von 73 neuen EMails verkündet. Er hat noch nicht einmal ansatzweise das abgearbeitet, was er sich für den heutigen Tag vorgenommen hatte. Er seufzt. Mark wird klar, dass es auch heute wieder spät werden und er seine beiden Kinder nur noch schlafend sehen wird. Zum Glück zeigt Kathrin viel Verständnis. Eigentlich hatte er gedacht, mit dem Aufstieg ins mittlere Management mehr delegieren zu können und dadurch etwas mehr Zeit zu haben, aber das Gegenteil ist der Fall. Mark nimmt sich den Konzeptvorschlag eines seiner Abteilungsleiter vor. Gerade, als er sich eingelesen hat, klingelt, wie so oft, sein Handy.

So wie Mark geht es vielen mittleren Managern. Sie haben das erreicht, wovon die meisten jüngeren Manager träumen: Sie sind ins mittlere Management aufgestiegen. Der neue Titel auf der Visitenkarte löst beim Jahrgangstreffen sichtbare Bewunderung aus und der Nachbar schaut neidisch auf den Audi A6-Dienstwagen mit Businesspaket-plus-Ausstattung. Der beste Freund spricht einen scherzhaft mit "Herr Direktor" an, weil man telefonisch nicht mehr direkt, sondern nur noch über die persönliche Assistentin erreichbar ist. So weit ist es das, was Mark sich immer erträumt hat, aber es gibt eben auch die anderen Seiten, die er heute wieder einmal hautnah miterlebt hat.

Es sind die folgenden Probleme, mit denen mittlere Manager heutzutage meistens zu kämpfen haben:

Hohe berufliche Belastungen und Erwartungen?Elf- bis Zwölf-Stunden-Arbeitstage sind für viele mittlere Manager Alltag geworden. Die Kollegen arbeiten genauso viel, die Geschäftsleitung oft noch mehr. Gelobt wird man dafür nicht, denn das ist der erwartete Standard. Durch Lean Management wurden in den meisten Unternehmen massiv Stellen abgebaut. Heute leisten viele mittlere Manager das, was früher das obere Management verantworten musste, allerdings steht ihnen dafür nicht annähernd dieselbe Anzahl an Mitarbeitern zur Verfügung. Die Anforderungen an den mittleren Manager steigen kontinuierlich weiter. Die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschiebt sich immer mehr zugunsten des Jobs. Viele Führungskräfte haben auch abends und im Urlaub das Firmen-Handy und Arbeitsunterlagen dabei.

Die SandwichPosition?Der mittlere Manager hat die Aufgabe, die vom Top-Management vorgegebenen strategischen Ziele in operative Ziele und Prozesse für das untere Management zu übersetzen. Oft fühlen sich mittlere Manager zwischen den beiden Parteien eingeengt: Der Vorgesetzte des mittleren Managers kommt mit teilweise unrealistischen Zielsetzungen und baut Druck zur Umsetzung auf. Die den mittleren Managern unterstellten Führungskräfte beklagen sich über die hohe Belastung und Ressourcenmangel. Der mittlere Manager muss übertriebene Erwartungen und Fehler von beiden Seiten ausgleichen. Dabei kann er es keiner Seite wirklich recht machen.

Begrenzte Aufstiegschancen?War der Karrierepfad bis jetzt klar vorgezeichnet, wird es in Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes eng. Nach oben hin gibt es immer weniger Stellen. Gleichzeitig konkurriert man mittlerweile mit hoch qualifizierten, international ausgebildeten Managern um die vorhandenen Stellen. Zum ersten Mal stellen sich viele karriereorientierte Menschen die Frage, wie es weitergehen soll. Die Konkurrenz wird härter, das Klima im oberen Management ist rau, und die Familie ist oft schon an der Belastungsgrenze angelangt.

Gestiegene Komplexität?Führung und Management waren noch vor wenigen Jahrzehnten viel einfacher und greifbarer. In der Produktion zum Beispiel konnte man Probleme sehen und "be-greifen" (im Sinne von "anfassen"). Die Lösung war meist "offen-sichtlich". Die heutigen hoch komplexen Produktionsprozesse und Dienstleistungen dagegen sind überwiegend sinnlich nicht mehr erfahrbar und die Ursache-Wirkungs-Gefüge zum Teil sehr kompliziert. Mittlere Manager können daher nicht mehr alles im vollen Umfang überblicken und verstehen und befinden sich immer häufiger in Situationen, in denen sie mit ihrem bisherigen Erfahrungswissen und mit bewährten Vorgehensweisen nicht weiterkommen.

Keine Zeit für Reflexion?Viele mittlere Manager gehen in der alltäglichen operativen Arbeit unter. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Zeit, über sich selbst und die Arbeit in Ruhe zu reflektieren und sich Gedanken über die Mitarbeiter und die Zukunft des Bereichs zu machen. Viele Manager merken zwar, dass sie das Tagesgeschäft "auffrisst", sehen aber keinen Weg, wie sie den Überblick und die Steuerungskompetenz wiedererlangen können.

Weniger Arbeitsplatzsicherheit?Je älter die Führungskraft oder je höher die finanziellen Verpflichtungen sind, desto mehr Bedeutung bekommt das Thema Sicherheit. Früher konnte man in den großen Konzernen davon ausgehen, dass man einen sicheren Arbeitsplatz hatte, solange man seine Arbeit gut machte und sich nichts zu Schulden kommen ließ. Eine regelmäßige Beförderung mit verbundener Gehaltserhöhung war eine feste Kalkulationsgröße. Heute werden mittlere Manager trotz guter Leistung, trotz jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit und trotz guter Unternehmenszahlen einfach entlassen. Wer bleibt, muss sich fragen, wann er auf der Liste stehen wird. Insbesondere wer über 50 ist, muss vorsichtig sein. Ab jetzt gilt man auf dem Arbeitsmarkt als schwer vermittelbar. Selbst hoch qualifizierte ältere Führungskräfte finden manchmal keine adäquate Stelle mehr, weil nun jüngere Bewerber bevorzugt werden.

Belastungen im Privatbereich?Mittlere Manager sind auch und vor allem privat oft hohen Belastungen ausgesetzt. Viele haben ein schlechtes Gewissen gegenüber ihren Kindern und dem Partner, weil sie zu wenig Zeit mit ihnen verbringen. Der Manager kommt abends spät und völlig "geplättet" nach Hause. Für die Alltagsprobleme des zum Teil ebenfalls berufstätigen Partners hat er dann kein Ohr mehr. Wenn der Partner ihn dann am Wochenende mit angespannter Stimme bittet, doch auch mal was im Haushalt zu machen und die Kinder zu übernehmen, reagiert der erschöpfte Manager genervt. Parallel kommen häufig Probleme mit den Eltern hinzu, weil diese im Alter krank oder pflegebedürftig werden. Wenn sich dann noch Belastungen durch einen Hausbau oder andere Faktoren einstellen, liegen die Nerven schnell blank. Viele mittlere Manager nehmen ihr Privatleben deshalb nicht als Kraftquelle, sondern als zusätzliche Belastung wahr, wobei dies nicht am Partner, sondern an den Umständen liegt. Dementsprechend ändert sich auch nichts, wenn man den Partner wechselt.

Sie als mittlerer Manager sind mit komplexen Herausforderungen konfrontiert, die Ihre Führungskompetenz auf vier Ebenen erfordert. Zum einen sind Sie der Puffer zwischen "unten" und "oben". Sie müssen hohe Vorgaben und strategische Richtungswechsel, die von oben kommen, umsetzen und erfüllen. Zugleich gehört es zu Ihren Aufgaben, Ihre einzelnen Mitarbeiter zu fordern und zu fördern sowie ein leistungsfähiges Team zu führen. Zum anderen müssen Sie auf der horizontalen Ebene mit Ihren Managerkollegen auf der gleichen Hierarchiestufe gleichzeitig kooperieren und konkurrieren. Und schließlich müssen Sie auch Ihre eigene persönliche Entwicklung ständig den unbarmherzig steigenden Anforderungen anpassen.

Aus meiner langjährigen Arbeit als Trainer für Führungskräfte weiß ich, dass dieser Druck von mehreren Seiten häufig das Kernproblem des mittleren Managements darstellt. Mit diesem Buch möchte ich Ihnen daher zeigen, wie Sie es schaffen können, auf allen vier Ebenen kompetent zu führen.

Jeder der Führungsebenen ist ein Teil des Buches gewidmet: Im ersten Teil erfahren Sie, wie Sie sich zu einer integren und authentischen Führungskraft weiterentwickeln, im zweiten Teil, wie Sie Ihr Team zu hoher Leistung führen; im dritten Teil erläutere ich Ihnen, wie Sie mit den Kollegen auf gleicher Ebene kooperativ umgehen, ohne sich von der Konkurrenz ausstechen zu lassen, und im vierten Teil, wie Sie Ihre Ideen und Interessen beim Vorgesetzten erfolgreich durchsetzen, auch wenn dieser ein schwieriger Charakter ist. Viele Übungen geben Ihnen Gelegenheit dazu, Ihre eigene Situation und Ihr Verhalten zu analysieren und individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln.

Dieses Buch soll Ihnen komprimiert und praxisnah dabei helfen, souverän alle Führungsebenen in den Griff zu bekommen. Denn nur wer seine Aufmerksamkeit auf die spezifischen Herausforderungen aller vier Führungsebenen richtet, wird langfristig erfolgreich sein.

Leseprobe zu "Führungsstark in alle Richtungen" von Alexander Groth

"Von der Ma? a lernen – Wie Sie ein tragfähiges Netzwerk knüpfen (S. 182-183)

Grabe den Brunnen, bevor du Durst hast.
Chinesisches Sprichwort


Sie haben im letzten Kapitel erfahren, wie Sie durch Analyse und Nutzung von Netzwerken innerhalb des Unternehmens Ein? uss nehmen können. In diesem Kapitel geht es allgemein um das Thema Networking, das heißt wir erweitern die Perspektive von den internen Netzwerken auf all Ihre Kontakte innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmens. »Networking« ist in Mode. In jeder Fachzeitschrift liest man darüber. Neue Konzepte wie beispielsweise Visitenkartenpartys werden angeboten, und altehrwürdige Clubs wie die Rotarier oder Lions erfahren vermehrten Zulauf.

Viele erfolgsorientierte Menschen, und dazu gehören die meisten mittleren Manager, wünschen sich mehr Kontakte zu für sie wichtigen Personen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, doch nicht jedem gelingt dies. Sicherlich kennen auch Sie Führungskräfte, die über viele gute Kontakte verfügen, und solche, die trotz ihrer gehobenen Position nicht gut vernetzt sind. Was unterscheidet die einen von den anderen? Sehen wir uns dazu einen Ausschnitt aus dem berühmten Roman Der Pate von Mario Puzo an. In dieser kleinen Episode wird deutlich, wie die italienische Ma? a, eine der »erfolgreichsten« Netzwerkorganisationen der Welt, Kontakte knüpft. Die Ma? a verfügt über ein weitverzweigtes Netzwerk zu vielen Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung und setzt dieses geschickt ein.

Neben dem Einsatz von brutaler Gewalt und Bestechungsgeldern schafft es die Organisation auch auf freundliche Art und Weise, ehrbare Bürger für ihre Sache zu gewinnen. Wie sie das bewerkstelligt, zeigt sich in dieser kurzen Szene, in der der mächtige Pate Don Corleone am Tag der Hochzeit seiner Tochter Bittsteller empfängt: »Der nächste, den Hagen hereinholte, war ein recht einfacher Fall. Er hieß Anthony Coppola und war der Sohn eines Mannes, mit dem Don Corleone in seiner Jugend bei der Eisenbahn gearbeitet hatte. Coppola brauchte fünfhundert Dollar, weil er eine Pizzeria eröffnen wollte; er benötigte sie für eine Anzahlung auf die Einrichtung und einen Spezialofen. Aus nicht näher erläuterten Gründen konnte er keinen Kredit bekommen.

Der Don griff in seine Tasche und zog eine Rolle Geldscheine hervor. Es war nicht ganz genug. Er schnitt eine Grimasse und bat Tom Hagen: »Leih mir hundert Dollar, Tom. Montag, wenn ich zur Bank gehe, bekommst du sie wieder.« Der Bittsteller wandte ein, vierhundert Dollar seien genug, aber der Don schlug ihm beruhigend auf die Schulter und sagte entschuldigend: »Durch diese aufwendige Hochzeit bin ich etwas knapp an Bargeld.« Er nahm die Scheine, die Hagen ihm reichte, und gab sie, zusammen mit seiner eigenen Banknotenrolle, an Anthony Coppola weiter."

Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt:
Vorwort: Die Situation des mittleren Managers
1. Teil: Führen Sie sich selbst als Führungskraft
Rückgrat oder Wendehals - Wie Sie als Führungskraft
integer handeln
Von Tiger Woods, Garri Kasparow und Luciano Pavarotti -
Wie Sie Ihre Stärken erkennen und nutzen
Von Schwächen, verdrängten Gefühlen und anderen
inneren Monstern - Wie Sie Ihr Entwicklungspotenzial
erkennen und nutzen
Carpe Diem - Wie Sie Ihre Zufriedenheit und Ihr
Glücksempfinden steigern
Management Summary
2. Teil: Führen Sie das untere Management
Scheinkompetenzen "Feuerlöschen und Troubleshooting" -
So behalten Sie den Überblick und geben die Richtung vor
Das Verzettelungssyndrom - So setzen Sie Prioritäten
Von Misstrauen, Demotivation und innerer Kündigung -
So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter
Alle ziehen am selben Strang, nur jeder in eine andere
Richtung - So entwickeln Sie eine einheitliche Kultur in
Ihrem Bereich
Management Summary
3. Teil: Führen Sie Ihre Kollegen im mittleren Management
Von Silodenken und Bruchstellen - Wie Sie sinnvoll
kooperieren
Killerphrasen, Unterbrechungen und persönliche Angriffe -
Wie Sie mit schwierigen Managerkollegen umgehen
Die grauen Eminenzen - Wie Sie Einfluss auf Ihre
Managerkollegen ausüben
Von der Mafia lernen - Wie Sie ein tragfähiges
Netzwerk knüpfen
Management Summary
4. Teil: Führen Sie Ihren Chef und das obere Management
Von Macht, Opferrollen und dem Königsweg - So gehen
Sie damit um, wenn Ihr Chef Sie nervt
Primus inter Pares - So machen Sie sich unkündbar
Die Kunst der Selbstverteidigung - So korrigieren Sie
übertriebene Anforderungen Ihres Chefs
Von Chaoten, Cholerikern und Pedanten - So führen Sie
Ihren Chef, wenn er extreme Macken hat
Management Summary
Ihre ersten Schritte zum 360GradLeadership
Anmerkungen
Kommentierte Buchempfehlungen zum Weiterlesen
Literaturverzeichnis
Danksagung
Register

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