Der Glaube stößt die innere Freude an, die Kraft und Erneuerung
schenkt. Es ist eine tiefe, warme Freude im Herzen, die uns alle
Widrigkeiten des Lebens zu begleiten und tragen vermag. Die Freude
ist die Grundmelodie des Neuen Testaments, so Eduard Lohse. Er
fragt nach Grund, Gehalt und Weitergabe der Freude in den
frühchristlichen Gemeinden und stellt die Klangfarben der Freude
anhand der Evangelientexte und der paulinischen Briefe neu heraus.
Freude als Grundton Das Motiv der Freude zieht sich wie ein roter
Faden durch beide Teile der Bibel. Lohse verdeutlicht, dass Glaube
vor allem Grund zur Freude ist, die Kraft und Erneuerung schenkt.
Die Freude ist die Grundmelodie des Neues Testamentes. Eine
Melodie, die durch die Betrachtung des Glaubens als "ernste
Angelegenheit" zu verklingen droht. Mit seinem Buch möchte
Lohse die unterschiedlichen Klangfarben der Freude im Leben der
Glaubenden neu herausstellen. Als Schwerpunkte setzt er die
Schilderung des Charakters der "Frohen Botschaft" in den
Evangelien und Jesus von Nazareth als Freudenboten. Bei dem Apostel
Paulus geht es Lohse um Grund, Gehalt und Weitergabe der Freude in
den Gemeinden. Schließlich widmet sich der Autor der Freude im
Johannes-Evangelium, die durch die innere Verbundenheit mit Jesus
zu einer vollkommenen Freude wird. Geschickt zeigt Lohse bei seinen
Darstellungen die enge Verknüpfung von Altem und Neuem Testament.
Das Motiv der Freude zieht sich wie ein roter Faden durch beide
Teile der Bibel und soll in der Harmonie ihrer Einheit betrachtet
werden. Eduard Lohse will dem Leser mit seinem Buch deutlich
machen, dass Glaube vor allem Grund zur Freude ist, die Kraft und
Erneuerung schenkt. Inhalt Beiträger Dr. theol. Eduard Lohse ist
em. Professor an der Universität Göttingen und Landesbischof i.R.
Prof. Dr. Eduard Lohse leistete von 1942 - 1945 seinen Militärdienst als Schnellbootkommandant in der Kriegsmarine ab. Von 1945 bis 1949 studierte er Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel und an der Georg-August-Universität Göttingen. Von 1950 bis 1953 war er als Konviktsinspektor an der Kirchlichen Hochschule in Hamburg, als Vikar und Hilfsprediger tätig. 1953 habilitierte er sich an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und war dort Privatdozent für Neues Testament. Von 1956 bis 1971 war er Professor für Neues Testament, zunächst an der Universität Kiel (bis 1964), von 1964 bis 1971 an der Georg-August-Universität Göttingen und später auch deren Rektor. 1971 wurde er (bis 1988) Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, 1988 auch Präsident des Weltbundes der Bibelgesellschaft. Von 1979 - 1985 war er auch Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In seine Zeit als Vorsitzender des Rates der EKD und der Deutschen Bibelgesellschaft fiel die Revision der Lutherbibel. 2007 erhielt Dr. Eduard Lohse den Dr. Leopold-Lucas-Preis der Universität Tübingen.
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