Fragen zur Wirtschaftsordnung gehören zum unverzichtbaren
Rahmenwerk jeder volkswirtschaftlichen Reflexion. Dieser Band
befasst sich mit den ordnungspolitischen Grundlagen der
Volkswirtschaftslehre und versteht sich damit als wissenschafts-
und ordnungstheoretisches Grundlagenwerk. Die
wissenschaftstheoretischen Grundlagen befassen sich im 1. Kapitel
mit dem Gegenstand und dem wissenschaftlichen Standort und im 2.
Kapitel mit den Methoden der Volkswirtschaftslehre. Das Gesamtwerk
ist durch eine ideengeschichtliche Rückkopplung des Lehrstoffs
gekennzeichnet.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der
Wirtschaftslehre, insbesondere der Volkswirtschaftslehre, wurde der
Beitrag "Modern Economics is sick: Diagnose:
Geschichtsblindheit." aufgenommen.
Univ. Prof. Dr. rer. pol. Gerhard Kolb war zuletzt Inhaber des
Lehrstuhls für Allgemeine Wirtschaftslehre und ihre Didaktik an der
Universität Hildesheim.
Die Volkswirtschaftslehre befindet sich gegenwärtig in einer
schweren Krise. Zu lange hat man sich mit der formelhaften
Darstellung von Sachverhalten befasst, ohne auf den Menschen oder
die Geschichte zu sehen. Die Vergabe des Nobelpreises für
Wirtschaft belegt dies: Bis vor einigen Jahren wurden vielfach
mathematische Modelle prämiert, während Wirtschaftsgeschichte und
gesellschaftliche Zusammenhänge negiert wurden. Gerade die letzte
Wirtschaftskrise zeigt aber, dass das nicht so intelligent ist.
Wirtschaftskrisen gab es immer wieder: Von der Tulpenkrise über den
Schwarzen Freitag bis hin zur Dot-Com-Blase und der
Finanzkrise.
Dieser Band befasst sich mit den ordnungspolitischen Grundlagen der
Volkswirtschaftslehre und versteht sich damit als wissenschafts-
und ordnungstheoretisches Grundlagenwerk.
Univ. Prof. Dr. rer. pol. Gerhard Kolb war zuletzt (bis 2001) Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Wirtschaftslehre und ihre Didaktik an der Universität Hildesheim. Innerhalb der Wirtschaftslehre vertrat er (selbst Diplom-Volkswirt) schwerpunktmäßig das Fach Volkswirtschaftslehre. An der Universität Hildesheim war er über viele Jahre zugleich geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeit-Wirtschaft-Technik. Vorher lehrte er Wirtschafts- und Arbeitslehre (einschließlich ihrer Didaktik) an der Universität Bayreuth. In den 1970er Jahren war er langjähriger Lehrbeauftragter für Volkswirtschaftliche Dogmengeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
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